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Der Israelit · 1881-11-02 · Heft 44 (2.11.1881) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 44 (2.11.1881)
Date
1881-11-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1090 alle Völker der Erde" — denn die rechte Lobpreisung Gottes in Wort und That, in Handel und Wandel, ist der Menschheit der wahrhafteste Segen. Dir, der Name. Der Jude mn» trägt die vier Buchstaben des geheimnißvollen, unbegreiflichen Gottesnamens in seinem Namen. Der Name „Israelit", enthält den Namen des Allmächtigen, und die herrlichste Verheißung, die uns Gott für unsere Erdenwanderung mitgegeben, ist die, daß einst alle Völker der Erde erkennen werden, daß Sein Name über uns genannt wird. Nach der Lehre der Weisen ist die ganze Thora der Name Gottes, und daß wir vor dem Lesen in der Thora den Segen sprechen, das folgern unsere Weisen aus dem Verse: «np« 'i uv o „Sobald den Namen des Ewigen ich lese, so bringet Anerkennung unserem Gotte!" — Der Jude, welcher in der Thora forscht und ihre heiligen Gebote erfüllt, ist der lebendige Repräsentant des Gottesnamens auf Erden. -022, die Herrlichkeit. Wie die Himmel die Herrlichkeit Gottes erzählen, so verkündet der Jude den Ruhm seines Vaters im Himmel. Denn an welchem Volke ist wohl die Herrlichkeit Gottes so offenbar geworden wie an dem unsrigen! Mit gewaltigen Wunderthaten hat Er aus Egypterland uns geführt, hat uns das Meer gespalten und uns trockenen Fußes hindurchziehen lassen, hat uns Wasser aus dem Felsen und Brod aus des Himmels Höhen geschafft, hat sich in seiner Herrlichkeit und Majestät seinem ganzen Volke auf dem Berge Sinai offenbart! Und noch heute zeigt sich die Herrlichkeit unseres Gottes im Schoße einer jeden wahrhaft jüdischen Familie. Wie wir unsre Sabbate und unsre Feste feiern, wie wir namentlich an den großen Tagen des Jahres unsre Gebete aus tiefster Brust emporsenden zum Herrn des Weltalls, wie wir in den Sedernächten von der Allgewalt unsres Befreiers aus Sclavenketten, unsres Erlösers aus Knechtesland, erzählen, da wird die Herrlichkeit unsres Gottes offenbar. Seine Regierung. Daß Gott, der Weltenschöpfer, die Welt regiert und lenkt und leitet nach Seinem heiligen Willen, dafür ist die Geschichte Israels der sprechendste Beweis. Wenn Israel in Gottes Wegen wandelt, so wird ihm Gottes Segen ersichtlich zu Theil; es braucht Niemanden zu fürchten, vor Niemandem zu bangen, und Niemand kann ihm wehe thun. Wenn Israel aber seinen Gott vergißt, so entgeht es der Strafe nicht, und der Kelch der Leiden wird ihm nicht geschenkt. Schlage auf mein Bruder, die Blätter der jüdischen Geschichte, wo immer Du willst, jedes Blatt wird diese Wahrheit bestätigen. Du darfst aber auch, um Dich davon zu überzeugen nur mit prüfendem Auge Deine eigene Erfahrung der Betrachtung unterziehen, und Du wirft erkennen, daß Dich ebenso wie die ganze Menfthheit, wie das ganze Weltall der allmächtige, allweise Gott lenkt, regiert und leitet. Andere Nationen mögen eine Zeit lang ungestraft den göttlichen Gesetzen Hohn sprechen. Israel ist der lebendige Beweis der Herrschaft Gottes auf Erden. nrw, für ewig. Da Gott Israel zu Seinern Volke erwählt hat, so hat Er es erwählt auf ewige Zeiten; Er hat es nicht verworfen und wird es niemals verwerfen. Wir sind und bleiben Sein Volk, wie es unsre Väter gewesen, denen die Gnade Seiner Offenbarung zu Theil geworden. -iy, ununterbrochen. Die Tradition bildet eine große Kette von unsrem Lehrer Moscheh herab bis auf uns. Jedes Geschlecht ist ein Glied dieser Kette, und würde ein Geschlecht sich in feiner Gesammtheit von Gott abwenden, so wäre für alle kommenden Geschlechter kein Anknüpfungspunkt vorhanden. Das aber kann nicht geschehen; Gottes weise Vorsehung läßt es nicht zu. Immer stehen Männer und Frauen in Israel aus, welche die Fahne hoch halten, die unser Volk seit Jahrtausenden so ruhmreich getragen, die Fahne, auf der die Worte stehen: npijn ino^o iod ntff inzi „Gepriesen der Name der Herrlichkeit Seiner Regierung, ewig, ununterbrochen." Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M, im Oct. Ein schönes Fest feierte am 8. d. Mts. der Ober-Cantor der isr. Religionsgesellschaft zu Fran^urt a. M., Herr Julius Friesländer, der 25 Jahre lang im Dienste der genannten Gemeinde in treuer Pflichterfüllung seine Stellung bekleidet hat. Wie sehr er in dieser Zeit es verstanden, durch hingebende und würdige Ausführung seiner Amtsobliegenheiten sich die Herzen seiner Gemeinde zuzuwenden, bezeugen deulich die vielfachen Beweise der Achtung und Liebe, die ihm an seinem Ehrentage gewidmet worden. Alt und Jung, vom Rabbiner und den sämmtlichen Vorstehern, bis zu den jüngsten Mitgliedern der Religionsgesellschaft, beehrten ihn mit ihren Glückwünschen durch persönlichen Besuch, und selbst aus weiter Ferne empfing er von früher hier ansässigen Mitgliedern dieser Gemeinde, die herzlichsten Glückwünsche und Ehrenbezeugungen in Form von Briefen, Depeschen und Geschenken in großer Zahl. Ein

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