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Der Israelit · 1881-09-21 · Heft 38 (21.9.1881) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 38 (21.9.1881)
Date
1881-09-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXÜ. Iahrga n g. Erste Anlage zu tlr. 38 des Israelit. Leitender Artikel. % & n> e f) i! Trier, den 18. September 1881. Ten böswilligen, vertäumderischen Gerüchten gegenüber, die von Feinden unserer Sache über unsren allverehrten, hochgeachteten Rabbiner, Herrn Tr. Ehr mann, in Umlauf gesetzt worden sind, 'ehen wir uns zu der Erklärung veranlaßt, daß solche auf Erfindung nichtswürdiger Menschen beruhen und auch der leisesten Spur von Wahrheit entbehren. Sie sind erfunden, um in der Person unseres hochgeschätzten, für unser junges Gemeinwesen rastlos thätigen Führers, dieses Gemeinwesen selbst uk treffen und durch diese bodenlose Gemeinheit unserer Sache den Todesstreich zu versetzen. Hätte sich die Verläumdung auf den hiesigen Platz beschränkt, so wäre jede Erklärung überflüssig gewesen. Allein es sollen diese Verläumdungen auch nunmehr in auswärtige Kreise getragen worden sein, die uns und unserem Herrn Rabbiner ferner stehen. Diesen gegenüber sind wir die Elklärung schuldig, daß wir um so inniger uns um den Manu schaaren, der um unserer Sache willen zur Zielscheibe solch' inaßloser Ehrenkräitkungen gemacht wird. Mit nur noch gesteigerter Hingebung stehen wir für die Ziele ein, für deren Erreichung wir unsere Religionsgesellschaft gegründet haben. Für die Verwaltung der Israelitischen Religions- Gesellschaft. gez. Heinrich Schloß, gez. Isidor Simon, gez. Simon Frank, gez. Hermann Siniou. gez. Sanison Schömarrn. Zeilnngsnachrichlen und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, den 14. September. Wir haben heute für die Armen, Nothleidenden re. im heiligen Lande ö'.180 Mark an das Eenrral-Eomiw zu Amsterdam abgeschickt. Die Summe der von uns für die obigen Zwecke in diesem Jahre gesammelten und übersendeten Gelder beträgt numnehr 13,268 Mark -~> Pfennig. Frankreich. Paris. Monatsbericht (Juni und Juli) der „All.Jsr. Univ." (Schluß.) (Die Israeliten von Aegypten.) Hr. Dr. Allatini von Salonichi, der der Alliance bei jeder Gelegenheit seine ausgezeichnete Mitwirkung geliehen hat, hat sich an den ökumenischen Patriarchen von Constantinopel mit der Bitte gewandt, bei seinen Glaubensgenossen von Alexandrien in Betreff der letzten, dort stattgehabten Ereignisse, welche bekanntlich eine lebhafte Aufregung hervorgerufen haben, zu interveniren. Der Patriarch hat mit folgendem Schreiben geantwortet: Sehr geehrter Herr! Sie haben uns die Ehre erwiesen, an uns mit Ihrem Schreiben vom 12. April c., auf Empfehlung der israel. Vereine von Frankreich und England, eine freundschaftliche Bitte zu richten in Angelegenheit des bedauerlichen Streites, welcher in Alexandrien zwischen den dortigen Christen und Israeliten stattgefunden hat und der uns ebensoviel Kummer gemacht hat, als er Ihnen und den verehrten Mitgliedern der genannten Vereine Aufregung verursachte. Indem wir die Richtigkeit der Betrachtungen anerkennen, welche der von jenem traurigen Ereignisse hervorgebrachte Eindruck in Ihnen angeregt hat, können wir nur dasselbe Gefühl theilen, nämlich, daß die Vorurtheile, welche zu oft schmerzliche Eonflicte unter civilisirt sein wollenden Nationen hervorgebracht haben und nur die Frucht der Unwissenheit und des Mangels aller geistigen Cultur sind, keine Macht mehr in unserem Jahrhundert haben sollten, um unübersteigbaren Barrieren in den Beziehungen dieser Nationen zu errichten und beklagenswerthen Eonflicten oft stattzugeben. Wir haben, so oft sich die Gelegenheit darbot, diese Ideen laut gemißbilligt, während wir unserer Pflicht gemäß nicht aufhören, alle unsere Anstrengungen zu machen, um dem unter unsere geistliche Jurisdiction gestellten Volke eine moralische und dem Geiste der Religion entsprechende Instruction zu geben und um es zu befreien von allen jenen Anschauungen, welche mit diesem Geiste contraftiren, eine Aufgabe, für welche auch die Chefs anderer Riten, wie uns scheint, ihrerseits arbeiten sollten. Was den von Ihnen in Bezug auf das neuliche Ereigniß von Alexandrien ausgedrückten Wunsch betrifft, so haben wir das Vergnügen, Ihnen

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