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Der Israelit · 1881-09-21 · Heft 38 (21.9.1881) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 38 (21.9.1881)
Date
1881-09-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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952 richten. Zunächst nun ist diese herrliche Errungenschaft dadurch ergänzt worden, daß schon vor dem Eintritte der Regenzeit, während welcher durch den fast anbaltenden Regen die Erde durch und durch ausgerooet und ungangbar wird, dieser Zugang von N. nach S. zu den Wohnungen, sowie zu der, (wie im vorjährigen Berichte ausführlich mitgetheilt) im Jahre 5640 vollendeten Synagoge, nach Planirung des Bodens durch Wegschaffung von fußhoch darin aufgehäufter Erde, durch einfache, aber dem Zwecke vollständig genügende Pflasterung, gegen Zerwühlung und Ungangbarmachen der Waflerströmung gesichert, und durch eine Einfriedung des Raumes durch einen entsprechenden Zaun gegen seitwärts eindringende Zerstörung durch Regen und Erdwasser geschützt wurde. Dieser Weg ist etlf Ellen breit und auf beiden Seiten mit Pappelbäumen bepflanzt. Mit dieser Amelioration ist auch noch ein außerordentlich großer Nutzen für das Institut verbunden, indem es dadurch möglich wurde, in zwei auf dem Terrain befindliche Eisternen reines Wasser zu leiten, was wie unser« Lesern bekannt sein dürfte, dort von unschätzbarem Werthe ist. Hierauf setzte uns der himmlische Vater, vermittels edler Spender und thätiger Zionsfreunde, in den Stand, einem dringenden Bedürfnisse für die Bewohnbarkeit der Wohnungen selbst noch mehr Rechnung zu tragen, als dies bisher unsere Mittel gestatteten; indem zu 8 derselben, welche bis dahin mit den benachbarten nur eine (gemeinschaftliche) Küche hatten, was, wie man leicht denken kann, namentlich bei der so raschen Erregbarkeit der Orientalen, zu sehr vielen Unzuträglichkeiten führte, Separatküchen nebst Abflußrinnen für Ausgußwasser rc eingerichtet werden konnten. Ein fernerer Fortschritt für Benutzung des Benefizes besteht darin, daß der ganze Raum vor dem zum ehrenden Andenken an den Oberrabbiner Ettlinger in Altona gebauten und deßhalb apj?’ iva, genannten Häusern in einer Länge von 39 und einer Breite von 3 resp. 6 u. 8 Ellen bis zunr nördlichen Eingänge ebenfalls einer Pflasterung unterzogen wurde, während gerade dieser Platz ganz besonders an der Verwüstuug der vor ca. 4 Jahren höchst zerstörend wolkenbruchartig niedergefahreneu Wasserströlnuug litt. Die wohl zunächst den apjp rva, fast ebenso aber auch den: Gesammtinstitut zu Gute kommende Verbesserung hat m. G. ähnlichen elementaren Eventualitäten gründlich vorgebeugt. Auch die erwähnte Synagoge und die daneben befindlichen ebenfalls neuen Pilgerhäuser haben einige Verbesserungen erfahren. Zu der Synagoge, die sich tut zweiten Stocke befindet, ist in eine feste Treppe hergestellt, zu den Pilgerwohnungen sind die Küchen hergerichtet worden. In gleicher Vorsorge gegen die zerstörende Gewalt des Regens ist das Dach der Synagoge mit Dachziegelplatten bedeckt und rings herum mit Rinnen versehen worden. Bei Anwesenheit des österr.-ungar. Kronprinzen in Jerusalem betheiligte sich auch unser Institut an dem feierlichen Empfange durch Anbringung entsprechender Embleme, Bekränzung und Verzierungen. In diesem Jahre (am nächsten n"-V) ist die siebente (alldreijährige) Wohnungsvertheilung, und wir haben dieses Mal bereits das Glück, 27 Familien dieses Benefiz zukommen zu lassen, während dies vor drei Jahren nur an 22 geschehen konnte. Die Palme des Verdienstes zur Erreichung aller erwähnten Erweiterungen des so wohlthätigen Instituts an heiliger Stätte gebührt allen edlen Spendern. Wir sprechen aber auch dem Local-Comitö in Jerusalem den innigsten Dank aus, dessen Mitglieder mit unausgesetzter Bemühung die Vorbereitung, Inangriffnahme und Ueberwachung aller dieser Arbeiten besorgt haben 'on omaroi 'n d?»* Mögen die edlen Zionsfrennde unausgesetzt dieser großen Sache ihre thätige Sympathie zuwenden, daß es uns mehr und mehr gelinge ma-n nun1? Y'on nrnp vrsn.v nsy p-nri Berlin und Ungvür im Ellul 5641. Das Central-Eomit6 für den Bau der isr. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. Dr. Hildesheimer, Berlin. S. Mannheimer, Ungvür. Gustav Hirsch, Berlin. Mainz, den 19. September. Seit einiger Zeit wird in einigen jüdischen Blättern mit großer Lebhaftigkeit auaerathen, die israelitischen Bewohner voll Marocko, Rußland 2c. zu veranlassen, nach Palästina auszuwandern. Mit diesen jüdischen Blättern geht ein Missionär, Namens Elieffer Bassin, Hand in Hand. Der Pester Lloyd schreibt hierüber: „Seit einigen Monaten macht sich unter den Juden Rumäniens, namentlich in der Moldau, eine lebhafte Agitation zu Gunsten einer Auswanderung nach Palästina bemerkbar, als deren Seele ein schottischer Missionsprediger, Namens Elieffer Bassin, erscheint. Letzterer behauptet, mit jenen Kreisen Englands in engster Berührung zu stehen, welche das Projekt einer freiwilligen Uebersiedlung der Juden nach Palästina weit ernster nehmen, als es der abenteuerliche Plan eigentlich verdient. Wirklich haben sich denn bereits in mehreren Städten israelitische Auswanderungsvereiile gebildet, deren Vorstände sich in Zuschriften an E. Bassin bereit erklären, in das Land der Verheißung zu übersiedeln. Die armen Leute, durchweg dem kleinsten Handel und den kleinsten Kreisen des Gewerbelebens angehörig, glauben

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