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Der Israelit · 1881-08-24 · Heft 34 (24.8.1881) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 34 (24.8.1881)
Date
1881-08-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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850 führlich in Versammlungen, wie in der Presse erörtert. G. Fränkel, der schutzzöllnerische Agitator, der seinerzeit für die Annahme der Getreidezölle gewirkt hat, bleibt bei seiner Behauptung, daß sich tut Zittauer Kreise bei Landwirthen größere Mengen von Getreide vorgefunden haben, welche, rechtzeitig auf den Markt gebracht, die Befürchtung vor einem großen Nothstande beseitigt hätten. Manche Landwirthe hätten mit dem Verkaufe zurückgehalten, weil sie darauf gerechnet hätten, vor Beginn der Ernte 240 bis 250 Mark für Roggen zu erhalten. Nun ist G. Fränkel der Ansicht, daß die Getreidezölle nur unter der Voraussetzung bewilligt seien, daß sich die Landwirthe desselben würdig erweisen, und er bestreitet den Landwirthen das Recht, das gewonnene Getreide absichtlich dem Consum zu entziehen, um dafür höhere Preise zu erzielen. Wie diejenigen, welche bei Geldgeschäften die Rothlage ausbeuten, strafbar find, meint er, müßte auch ein Gesetz gegen solche „Hamster und Nimmersatte" geschaffen werden. Der landwirthschaftliche Verein zu Zittau beabsichtigt, sich nun auch mit dieser Frage zu beschäftigen, die gegenwärtig den Mittelpunkt der Discuffion bildet. Amerika. New-Aork, 24. Juli. Vor zwei Jahren ist hier eine Gemeinde unter dem Namen D^n m» p"p gegründet worden. Zehn bis zwölf junge Leute, die hier geboren und erlogen sind, haben es sich zur Aufgabe gemacht, eme Vereinigung ins Leben treten zu lassen, die auf den echten und unverfälschten Grundsätzen des Judenthums beruht, und deren Norm der Schulchan Aruch ist. Die Mitgliederzahl ist bereits auf 25 gestiegen. Jeden Tag wird zwei Mal Gottesdienst abgehalten und allabendlich wird nrjffö oder oi« ”n vorgetragen. An jedem Sabbat wird ein religiöser Vortrag gehalten. Mitglied kann nur Derjenige werden, welcher streng nach den Vorschriften des Judenthums lebt, den Sabbat nicht durch Arbeit entweiht, regelmäßig legt rc. — Gebe Gott dieser Gemeinde segensreiches Gedeihen. Feuilleton. % k iß a. xxxxv. Als Aquila zu seinen Lehrern und Mitschülern nach Uschah zurückkehrte, fand er Rabbon Gamliel, den Fürsten, mit den Vorbereitungen zur Hochzeit seines Sohnes beschäftigt. Rabbon Gamliel, Rabbi Josua und Rabbi Akiba waren nach Emmaus gereist, um dort Einkäufe für das bevorstehende Hochzeitsfest zu machen. Aber auch während dieser Einkäufe unterließen es die Weisen nicht, sich mit der heiligen Gotteslehre zu beschäftigen, und namentlich war es Rabbi Akiba, der durch immerwährendes Fragen die großen Lehrer Israels zur Besprechung der wichtigsten Angelegenheiten veranlaßte, und so besitzen wir eine Reihe religiöser Vorschriften, deren Feststellung sich an den Markt von Emmaus knüpft *). Gl Das Hochzeitsfest wurde mit großer Pracht gefeiert, und alle Weisen Israels wurden dazu eingeladen. Sie saßen an der Tafel, und Rabbon Gamliel bediente sie. Aber die Weisen wollten sich nicht vom Fürsten bedienen lassen. Da sprach Rabbi Josua: „Es wird uns in der heiligen Schrift erzählt, daß ein Größerer seine Gäste bedient hat. Unser Vater Abraham war der größte Mann seiner Zeit, und als die Engel bei ihm zu Gaste -waren, da hielt er sie für arabische Kaufleute, für Götzendiener, die den Staub auf ihren Füßen anbeten; deßhalb hieß er sie, den Staub von ihren Füßen abzuwaschen, ehe sie seine Behausung betraten. Trotzdem bediente er sie, wie es heißt: Und er setzte ihnen vor, und er stand neben ihnen — um sie zu bedienen — und sie aßen. Und auch bei unserem großen Lehrer Moscheh finden wir etwas Aehnliches, wie es heißt: Und es kam Ahron und alle Aeltesten Israels, um zu speisen beim Schwiegervater Moscheh's vor Gott. Wohin war denn Moscheh gekommen? Sollte er nicht beim Gastmahl zugegen gewesen sein? Gewiß, er war zugegen, allein er saß nicht an der Tafel, sondern stand da und bediente die Gäste. Und wir sollten es nicht annehmen, daß unser großer Rabbon Gamliel uns bediene? Da sprach Rabbi Zadok: „Wie lange wollt Ihr die Menschen verherrlichen und der Ehre Gottes nicht gedenken? Der Heilige, gelobt sei Er, bedient die ganze Welt. Er läßt den Wind wehen, führt die Wolken herauf und läßt den Regen niederströmen, läßt das Getreide wachsen und bereitet einem Jeglichen seine Nahrung, nicht allein den Gelehrten, sondern auch den Unwissenden, nicht allein den Frommen, sondern auch den Schlechten, nicht allein den Gottessürchtigeu, sondern auch den Götzendienern, und Ihr solltet es nicht annehmen, da Rabbon Gamliel die weisesten Zund besten Männer Israels bedient? **) zu Js zu To Eir das zu heil Ra soll wai rae! Vor nur best Ga! das Für die Vat Rab gem eine! Sktt nigs dere Sitt mim Rab Kun? Rabl ihm, litt blickt — 3 des 5 staun er fr chen: Gottk muß, Akibo Jahr> Glück ihm Da t den L in dt Kerilhut f. 15a u. ferner. ffiShinVftin f ü? Wnrfii ) Kiddiischin, f. 32; Machiltha Paraschath Jithro. *)

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