Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 33 (17.8.1881)
- Date
- 1881-08-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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820 beleben, was ihr bis jetzt G. L. auch gelang, blieb der Anstalt, nachdem sie die allernothwendigsten Subsidien einer Schule," unter k’dbh npj/”d nach und nach sich zu erringen wußte, als: Sch ul locale in der städtischen, ka'th. höheren Bürgerschule vom Magistrate, eine Synagoge für den Schülergottesdienst vom Curatorium der Commerzienrath Fränkel'- schen Stiftungen, Dispensationen vom Provinzial-Schul-Collegium für solche Schüler, deren Väter es wünschen, das; ihre Söhne dem Sabbat-Frühgottesdienst beiwohnen sollen und Unterstützungen von edlen Glaubensgenossen hier und auswärts für Kinder unbemittelter Eltern, die das Schulgeld nicht zahlen und die Schulbücher cnse nicht anschaffen können, blieb der Anstalt nunmehr die Aufgabe das Interesse für das Wirken und Streben derselben in dem Herzen der Eltern und Schüler zu stärken und zu erhalten, und das versucht sie seit Kurzem auf folgende Weise nach Kräften zu erreichen. Seit Michaelis v. I. veranstaltet die Schule Fest-Feierlichkeiten und zwar derart, daß immer an einem Tage vor Beginn eines jeden Festes, oder an demselben alle Schüler im Prüfungssaale gemeinsam mit ihren Lehrern, Vorstehern, den erschienenen Eltern und Gästen sich versanunelten und nach einer Anrede des Dirigenten, sodann aus jeder Klasse der sechs Klassen, aus den Klassen VI—III je zwei und aus den zwei oberen Klassen je ein Schüler hervorgerufcn worden, die aus dem gewonnen Lehrschatze über die Bedeutung des Festes in hebräischer Sprache und deutscher Uebersetzung freie Vorträge halten. Zum Schlüsse hält der Dirigent noch eine zu Herzen gehende Ansprache über die hohe Bedeutung des Festes und die jedesmalige Beziehung zur Wichtigkeit des Thora-Unterrichts. Solche Festfeierlichkeiten veranstaltete die Schule in diesem Jahre N"o->"n an den verflossenen Ehannuka-, Purim-, Passah- und Schabuoth-Festtagen. Esse», 10. August. Die „Eff. Ztg." erfährt von kompetenter Seite, daß die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht, der Mörder der 12jährigen Christine Hämelmann in Rellinghausen sei in der Person eines jüdischen Pferdehöndlers Namens Veit Pelzer ans Hameln ermittelt und zur Haft gebracht worden, jeder thatsächlichen Begründung entbehrt und auf Erfindung beruht. Aus Pollnow i. Pomm. geht der „Tribüne" folgende leider wohlverbürgte Mittheilung zu: Am 8. d. M. Abends haben dort die gegeu die Juden gerichteten Krawalle ihren Höhepunkt erreicht und ihr Ziel in der vollständigen Zerstörung und Ausräubung des dem Kaufmann Rohr gehörigen Waarenlagers gefunden. Selbst der Geldschrauk ist erbroä und mehrere tausend Mark baaren Geldes sol geraubt sein. So weit unterscheidet sich der dortige Tunmlt in nichts von denen der Nachbarorte; neu aber ist das Auftreten von erweislich falschen Zen gen. Es haben sich Leute gefunden, welche vor den Landrath und angeblich auch schon eidlich bezeug! haben, daß Rohr aus den Fenstern auf die Menge mit Steinen geworfen habe. In dem Augenblick jedoch, als der Tumult begann, war ein Christ Na mens Moldenhauer in dem Laden des Rohr au wesend; Moldenhauer half dem Rohr das Haus verrammeln und Weib und Kinder zu einem christ lichen Nachbar retten. Dieser Nachbar nahm die Familie Rohr auf und schloß den Rohr in seinem des Christen Hause ein. Das christliche Dienst mädchen des Röhr war hierbei zugegen und weiß zu bekunden, daß dies Alles sofort nach Beginn des Tumultes geschah und daß es unmöglich ist, daß Rohr mit Steinen aus dein Fenster geworfen hat. Wenn der Fanatismus erst so weit geht, daß er zum Meineide führt, wessen kann man sich dam noch gewärtigen? Ueberaus zu beklagen bleibt es daß der Gang der Justiz ein so langsamer ist Vier Wochen sind bereits vergangen, daß Luttosck : tun je i auf i Bald> Fried tischei sie jei in Neustettin sein Wesen trieb und schon im Lauf, ja eil Lehre der jk auf e fjäittr es sä bis 1 Schul bis 1 unteri nannt Blüth Lehrei denen nur t, die S von d wöchr „schul der ersten Woche war er überführt. Was zöger man, durch eine schnelle Aburtheilung das wirksamstßavird, Mittel gegen die weitere Ausbreitung der Tumul «gnisi anzuwenden? Die unausbleibliche schwere Stra * 5 würde von heilsamsten Folgen sein. tbringi /lange Bon der pommerschen Grenze, 5. Aug schreibt man der „Köln. Volksztg.": Die antisem tische Bewegung, welche unter Henrici's Führung i Neu-Stettin eine Centralstelle für den Osten sich g schaffen hat, greift von hier nun immer weiter u sich. Anfänglich sind es junge Burschen, welche ar Skandal ihre Freude haben und „Hepp, hepp!" rufen Aus dem Svaß wird jedoch bald bitterer Ernst, s bald einige Hitzköpfe an einem schönen Sommerabell in die Bewegung eintretrn. Leute, die an Aufläufe und am Lärm ihr Vergnügen haben, gibt es Liberal Ist dann der Arm der Polizei schwach und greii nur nach den losen Burschen, denen kaum der erst Flaum am Kinn keimt, so wird es erst recht schwer den Strom einzudämmen. So sah es in Neu-Stetti und Hammerstein schlimmer aus, als Sie im Weste vielleicht glauben. Die Frau eines jüdischen Arzte der im Bade weilte, mußte mit den Verwandter welche sie in Neu-Stettin besuchen wollte, die gan Nacht unter den Sträuchern des Gartens Zubringer In Hammerstein, wo außer den jüdischen Kaufleute der jüdische Amtsrichter die meisten Fensterscheibe eingebüßt hat, hat der Staatsanwalt aus Könitz vi regun reien Mitbi bekan die 6 dem aber seltsa heiml unser fände statt, lassm Abeist der 2 und i Waai Strch übt i Strcst Schal Fenst, stärkt'