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Der Israelit · 1881-08-10 · Heft 32 (10.8.1881) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 32 (10.8.1881)
Date
1881-08-10
Page
– (sequence 10)
Language
German
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besser sorgen zu können glaubten, als wenn sie dieselben mit einer gründlichen Thorakenntniß ausstatteten. Dem entsprechend besuchte der Verblichene als Jüngling die rD'w zu Straßburg im Elsaß und setzte auch als gereifter Mann sein Thorastudium bei R. MoschehLevy dahier fort. — Jede Mußestunde, die er seiner geschäftlichen Thätigkeit abgewinnen konnte, war dem Studium unserer heiligen Thora gewidmet, und selbst in den letzten Jahren seines Lebens, in welchen ihn eine langwierige Krankheit ans Haus fesselte, war die Beschäftigung mit dem Gottesworte fein Trost und seine Freude. Sein langjähriger Freund und Verwandter, Herr Eantor Schn erb, hielt auf Grund letztwilliger Bestimmung des Verblichenen die Grabrede, welche der Bedeutung des Heimgegangenen in beredter, tief empfundener Weise Ausdruck gab. Sodann sprach Herr Dr. Ehrmann, Rabbiner in Trier, über die Bedeutsamkeit eines solchen Verlustes gerade in unserer Zeit und unserer Gegend und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Hinterbliebenen im Sinne des Verblichenen weiter leben und wirken mögen, und so der Geist des Heimgegangenen auch nach dessen Tode noch bei den Seinen weiter fortlebe. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Prag. Der kleine Schößling eines Baumes des Wissens „Gz Hadaas," den unser verehrter Oberrabbiner in unserer Gemeinde gepflanzt, hat nicht allein, wie die letzte Generalversammlung nachwies, Wurzel gefaßt, sondern beginnt auch sich zu entfalten und zu gedeihen. Ein neugewählter Vorstand, an dessen Spitze Herr Dr. Grün als Obmann gewählt wurde, hat, um der Wirksamkeit des Vereines, die in ausgiebigerer Unterstützung unbemittelter isr. Nabbinatscandidaten besteht, ein größeres Ziel zu geben, beschlossen die Zahl der zu unterstützenden Nabbinatscandidaten um vier zu erhöhen und die Einsammlung von Spenden zur Bestreitung aller nöthigen Auslagen, von unfern Glaubensgenossen anzubahnen. Ein nachahmenswerthes Beispiel hat unser Vereins- und Vorstandsmitglied, Herr Moses Lasch, gegeben, der ein Wohnungsgebäude für die Zwecke des Vereines spendete. Ikosenberg (Böhmen), 24. Juli. Erlauben Sie mir, in Bezugnahme auf die indem vorwöchentlichen Blatte des „Israelit" veröffentlichte Notiz über die Zurechtweisung, welche unser Kronprinz dem Dr. Brehm ertheilte, Ihnen die Mittheilung zu machen, daß jene wahrhaft königlichen Worte von dem Thronfolger Oesterreichs schon vor mehr als einem Jahre in der Prager Hofburg an den Naturforscher Brehm wegen einer abfälligen Aeußerung desselben im Privatgespräche vor einer hochangeseheneu Gesellschaft gerichtet worden sind und es kann constatirt werden, daß seit diesem Zeitpunkte Dr. Brehm, welcher bis dahin unfern Kronprinzen, auch sogar ins Ausland begleitet hatte, nicht mehr in der Gesellschaft desselben zu treffen ist. Ich habein meiner am Vorabende des kronprinzlichen Hochzeitsfestes im hiesigen Gotteshause gesprochenen Predigt auf jene Aeußerung hingewiesen durch folgende Worte: Auch von seiner Gerechtigkeitsliebe hat der allgeliebte Kronprinz die schönsten Beweise gegeben. Noch nicht lange her ist es, seitdem der zukünftige Träger der glanzvollen Krone Habsburgs einem berühmten Naturforscher, dem er bis dahin wegen des gleichartigen wissenschaftlichen Strebens viele Beweise freundschaftlichen Wohlwollens hatte zukommen lassen, in der Hauptstadt - dieses Landes wegen einer abfälligen Aeußerung über die Juden vor einer hochangesehenen Gesellschaft einen strengen Verweis ertheilte, indem er zugleich hervorhob, daß man eie Juden zu den loyalsten Bürgern zählen könne. Und wahrlich! Kronprinz Rudolf ist vollkommen würdig 'seinem großen Vaters Franz Josef, welcher die Fesseln de: Knechtschaft gesprengt hat und jede Gelegenheit benützt, um seine alle Unterthanen gleichmäßig umfassende väterliche Liebe zu zeigen. Aber wenn wir bedenken, daß auch der so intensive Lichtquell Habs burgischer Gerechtigkeitsliebe durch die finstern Schatten nationaler Unduldsamkeit nur zu oft umdüstert wird, dann müssen wir um so sehnlicher den Tag herbeiwünschen, an welchem die prophetische Verkündigung; oPipvv nyor nns indd ooji sich verwirklichen soll, dann werden gewiß die Strahlen Habsburgischer Menschenliebe ungebrochen unv ungeschwächt in ewiger Dauer erglänzen! Dr. Benjamin Neumann, Rabbiner. Tyrnau (Ungarn). Die hiesige orthodoxe Gemeinde hat vor einigen Wochen Herrn Sigmund Fürst aus Eisenstadt zu ihrem Rabbiner gewählt. Diese Acquisition wird hier allgemein als eine sehr glückliche bezeichnet und hat überall freudige Zustimmung gefunden. Herr Fürst, dem der Ruf einetausgezeichneten Redners vorangegangen ist, hat in der Probepredigt, die er hier gehalten hat, diesen Ruf glänzend gerechtfertigt. Seine Rede nach Inhalt und Form eine sehr gediegene Leistung, öffnete ihm um so leichter die Herzen Aller, da dieselbe durch sein klangvolles Organ und durch seine ein nehmende Erscheinung in ihrer Wirkung noch unterstützt wurde. Außerdem ist derselbe ein großer pc“ und es steht zu hoffen, daß er den alten Glanz der Tyr! herm die i und waltl gelun Völker zufolg verum Glau! Reiche Telbst der R üian ) ic zehr iaud n öcibe f :inig; vendiq Ijrcr ncrben 'erschie iecht, iciches lnsiedl ie Mo tllgeml mhntei Mensch, ngebor 'n, we '6cn, : orschri chen. Ute je 'er fü lnerika jv mit or'gäng i 13. stört r men i mer w uneni . Ztad chen d Inder 'orbem 'ch nid

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