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Der Israelit · 1881-08-10 · Heft 32 (10.8.1881) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 32 (10.8.1881)
Date
1881-08-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
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798 Rußland. Petersburg, 2. August. Ueber die Judenverfolgung in Bmspol, einem Flecken des Gouvernements Soltawa, theilt die „Voss. Ztg." folgende Einzelheiten mit: Um Unordnnngen in Bmspol rechtzeitig zu verhüten, wurden am 23. Juli auf Bitte der dortigen Juden 30 Mann Dänischer Kosaken mit einem Offizier, sowie ein höherer Landespolizist dorthin beordert. Am 24. Juli berief der Letztere eine Gemeindeversammlung und beschwor sie, nichts Feindseliges gegen die Juden zu unternehmen. In dieser Versammlung, die sehr tumultuös verlief, verlangten die Bauern eine sofortige Ausweisung der Juden, weil diese ihre Existenz gefährdeten. Um 12 Uhr Mittags schaarte sich eine Masse Volks aus dem Marktplatze zusammen und zerstörte die dortigen jüdischen Läden. Dies galt als Signal für weitere Zerstörungen. Alle jüdischen Quatiere wurden bis aus den Grund niedergerissen. Der wüthende Pöbel warf sich auf die Poststation, wurde jedoch von den Kosaken und dem Posthalter zurückgedrängt; in dem Quartier der Kosaken wurden jedoch deren Eigenthum vernichtet. Seinen Gipfelpunkt erreichte der Tumult, als ein mit Sensen, Messern und Dreschflegeln und Knütteln bewaffneter Haufe den Weinkeller eines jüdischen Kaufmanns überfallen hatte. Jeder trank, so viel er wollte. „Wir haben die Juden gründlich ausgeptündert, jetzt ist es Zeit, sie todtzuschlagen." Das Angstgeschrei der Juden, deren Kinder und Weiber, erfüllte die Luft. Die Beschwörungen und Befehle der anwesenden Offiziere verhallten ungehört. Sie wurden mit Steinen beworfen und ein Gendarmerie-Offizier fiel bewußtlos zu Boden, mehrere Kosaken erlitten heftige Kontusionen. Die Kosakenpeitschen halfen zu nichts, in die Luft gefeuerte Schüsse wurden mit Hohngelächter beantwortet. Da schossen die Kosaken endlich auf die Haupträdelsführer und hieben mit Säbeln auf den Haufen ein. Das fruchtete und nachdem sie 2 Todte und 5 Schwerverwundete zurückgelassen hatte, zerstreute sich endlich die aufrührerische Menge. P a l ä st i n a. In Jerusalem wurde vor einigen Wochen ein Fund gemacht, der an und für sich zwar werthlos ist, aber jedenfalls Anlaß zu großen Nachforschungen geben wird. In der Nähe dieser Stadt wurde nämlich eine Kiste ausgegraben, von der man anfangs meinte, es sei dies die von Moses angefertigte Bundeslade. Der Jrrthum wurde jedoch sogleich erkannt, da diese Kiste aus Eisen war, während die Bundeslade bekanntlich ein aus Holz ange fertigter und mit massiven Goldplatten öelegtei Kasten gewesen sein soll. Der Gouverneur vor Jerusalem befragte nun die dortigen jüdischen Ge Gelehrten, wohin denn eigentlich die von Mose angefertigte Bundeslade gekommen sei, da dieselbi doch weder von den Babyloniern, noch von bet Römern erbeutet worden war. Der Bescheid, bei ihm nun wurde, lautete dahin, daß diese Lade mi beu in ihr aufbewahrten und ebenfalls von Moseangefertigten Bundestafeln vom Propheten Jeremia noch vor der Zerstörung des erstell Tempels ver graben wurde. Leider könne man die Stelle diese! nbtc bei e Int eAufj Vergrabung nicht näher bezeichnen, da nach einen Ueberlieferung dies die Tempelstätte selbst nach der anderen der Berg Nebo, auf dem aucPlöher Moses den ewigen Schlaf schlummert, sei. Da chlach Gouverneur berichtet dies Alles nach Konstantinope ' und nlan erwartet jetzt in Jerusalem, daß die Pfort eine Durchsuchung der Tempelstätte auordneu werde, Auch der Scheikh, dem der Berg Nebo gehört, Hai eine Durchforschung dieses Berges beschlossen. Türkei. Creta. Der Gouverneur von Creta hatte der boten, daß die Juden an den am 17. Juli an der Insel stattgefundenen Munizipalwahlen theilnel, men sollten. Der Oberrabbiner brachte dies durGh, Telegramm zur Kenntniß des Localcomittz's der „All Jsr." in Constantinopel. Auf Intervention de Vicepräsidenten Signor Fernandez telegraphirt der Großvezier an den Gouverneur um sofortig Zurücknahme dieser gegen das Gesetz erlassene Maßregel. Es wohnen zwischen 900 -1000 JudeAsop^ che si< auf dieser Insel. Amerika. New-Bork. . Jüngst hielten die verschiedene! stände, isr. Logen, welche in New-Dork, Cleveland, Ohiu. s. w. ihren Sitz haben, ihre jährliche Versamn, lung ab. Einige Dstails aus dem Bericht zeigedie Wichtigkeit dieser isr. Verbrüderung. Die Log Nr. 5 zählt 2296 Mitglieder und hat im Laufe de f^oorj /"Vi / ArvA _ rfv _ . ... .(r./iiil y i f_ /“v.. •£> _ _ .. |0V b rt Jahres 20,000 Doll, zu wohlthätigen Zwecken bei theilt, die Loge Nr. 1 sogar 126,605 Doll. Es is zu constatiren, daß diese Logen im Allgemeinen ihr Mitglieder zur Beobachtung der jüd Traditiones veranlassen. Dl eichzei Aeg! „fang n röi ine 0 lähn ch ha „ein \ istriktc ndig ausam iche w her b Bl, schont en ii re pr< dboder agene enfo s isers. Mau ler La hatte seine, er zu Nack ter vo Inder erbrüd Kaiser iben si n da§ mrer, he de« fneiiett, Heere

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