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Der Israelit · 1881-07-06 · Heft 27 (6.7.1881) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 27 (6.7.1881)
Date
1881-07-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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666 Höchst interressant ist die Art, wie der ziemlich bedeutende Handelsplatz Gulai Pole im Gouvernement Alexandrowsk der Plünderung zur Zeit der Judenhetze entging. Man schreibt dem „Parjadok": „Abgesehen davon, daß der Adelsmarschall Sabelsskij alles in seinen Kräften stehende dafür gethan hatte, die zahlreiche jüdische Bevölkerung vor der Plünderung zu schützen, zu welchem Zwecke eine Schaarwache, die aus einigen hundert Mann bestand und 1 Rubel täglich pro Mann bezog, organisirt hatte, gelang es den Juden, die örtliche Bevölkerung dadurch vom Rauben, und was noch gefährlicher war, vom Herbeiziehen der habgierigen Bevölkerung abzuhalten, daß sie erklärten: „Wenn schon ein Kaiserlicher Befehl existirt, auf Grund dessen die jüdischen Häuser geplündert werden sollen, so komme das Hab und Gut der Juden in Gulai Pole jedenfalls der örtlichen christlichen Bevölkerung des Ortes zu, nicht aber den in der Nachbarschaft Ansässigen. Daher übergeben sie die Schlüssel zu ihren Waareniederlagen, Kellern, Buden, Speichern dem Gemeindeältesten, der das dem Volke angeblich zugesprochene Gut zu bewachen haben werde, bis der offizielle Befehl anlangt, welcher die Bestätigung der Gerüchte bringt." Der Gemeindeälteste versiegelte feierlich alle Thüren und Luken, welche in das Innere jener Räume führten, und die Einwohner von Gulai Pole bewachten nun selbst eifersüchtig ihr „Eigenthum" und trieben die aus der Umgegend eintreffcnden, nach dem Raube lüsternen Bewohner anderer Dörfer mit Stöcken aus dem Orte. Als endlich die Behörde niit 80 Soldaten anlangte war die Gefahr vorüber, und das Volk überzeugte sich bald davon, wie grausam es über das Vorhandensein des kaiserlichen Befehles getäuscht worden sei. Die Anwälte der Stadt Kiew haben sich versammmelt, um über ihre Kollegen Urussow, Andrejewski und Kupernik, welche gelegentlich des letzten Prozesses als Vertreter der geplünderten Juden für deren Interessen, ohne jede eigennützige Absicht oder Eutlohnnng vor dem Militär - Gericht plaidirten, ein Verdikt zu fällen. Die „toleranten" Kiewer Advokaten finden, daß diese ihre Kollegen ihre Dienste nur „fictiven" Interessen widmeten und haben in ihrer großen Weisheit zu konstatiren befunden, daß es „des Advokaten-Standes unwürdig sei, dort als Vertreter von Privatbetheiligten, also quasi als Unterstützung des Anklägers zu sungiren, wo die Vertheidigung durch vereidete Anwälte nicht statthaft ist. Diese Abderiten-Resolution hat in den juristischen Kreisen von Petersburg, welchen die Getadelten angehören, sehr verschnupft und es wurde von vielen Seiten geäußert, es sei für den Stand der Vertheidiger weniger unwürdig und klüger in gerechter Sache zu funktiouiren, als solche „Resolutionen" zu beschließe». Petersburg. Den Juden in Rußland droht die Gefahr, ans einem großen Theil der Städte vertrieben zu werden, da denselben in vielen Städten nur beschränktes Aufenthaltsrecht zusteht, wie z. B. in Kiew, wo ganz unbelästigt Tausende von Judenfamilien seither wohnten. Jetzt nach der Judenhetze findet man es nöthig, das wenig klare Gesetz indem Sinne zu deuten, daß bloß Kaufleute erster Gilde, d. h. Großhändler, welche der Krone die hohe Gildesteuer zahlen, dort bleiben dürfen. Solcher wohnen in Kiew nur 88. Feuilleton. U k i ö a. XXVII. Unsre Weisen erzählen im Traktat Chagiga (14 d.): Mer gingen ein in das Paradies: Ben Asai, Ben Soma, Acher, und Rabbi Akiba; und Rabbi Akiba sprach zu ihnen: Sobald Ihr gelanget zu den Steinen von reinem Marmor, so sollt Ihr nicht sprechen: Wasser, Wasser! weil es heißt: Wer Lügen redet, wird nicht bestehen vor meinen Augen. — Ben Asai blickte hin und starb, und in Bezug auf ihn heißt es: Theüer in den Augen des Ewigen ist der Tod seiner Frommen. Ben Soma blickte hin und wurde geschlagen, und von ihm heißt es: Findest du Honig, so genieße ihn mäßig; du möchtest sonst übersatt werden und ihn ausspeien müssen. — Acher vergriff sich an den Anpflanzungen. Rabbi Akiba aber ging in Frieden ein und trat in Frieden wieder heraus, und von ihm heißt es: Ziehe mich, Dir nach wollen wir laufen. Diese dunkle Erzählung unsrer Weisen hat seit vielen Jahrhunderten das Nachdenken der größten Männer unsres Volkes herausgefordert. Fast Alle stimmen darin überein, daß unter dem hier genannten Paradiese nicht der Garten Eden verstanden sei, sondern eine geheime, tiefe Wissenschaft, deren Studium Rabbi Akiba und seine Genossen sich ergeben hatten. Den von diesen zuerst genannten Ben Asai haben wir schon früher erwähnt. Er war kurze Zeit der Schwiegersohn Rabbi Akibas gewesen und hatte sich von seinem Weibe getrennt, um ausschließlich dem Studium und der Forschung zu leben. Diese Forschung verursachte seinen frühen Tod. Der Geist war zu mächtig in ihm, als daß es der Körper hätte ertragen können. Er schaute und starb. Die Seele, in der Anschauung der höchsten Wahrheit verloren, verließ die sterbliche Hülle. Nicht so mächtig war der Geist in seinem Freunde und Studiengenoffen Ben Soma, der wie er mit heit L er ein, lehre 1 tige A ward und di % eigentl nehmen gebore dungsj die vo nun 8 Speise götzten Möger der D bald v gebiete die Gä Mänm Gottes sie an Abuja den wi mein Thora aus ui der Gi Absicht Der jn bedeute nicht I Schüle der Go die Tr seinem in jene der sch waren. zudring geschah Baume seinem auf ein dem S Vögeln die Vvl ist in 1 Vögeln Baume die Mu so sollf Jungen

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