Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1881-06-22 · Heft 25 (22.6.1881) · page 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 25 (22.6.1881)
Date
1881-06-22
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2447850-2447873--17694-2473708
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

624 Gestaltung, daß es von der Naturbutter kaum zu unterscheiden ist. Wie die Fabrikanten in einem Prospecte mittheilen erfreut sich ihr Produkt eines großen Absatzes; Bäcker und Conditoren bereiten damit Kuchen, Torten und Konfitüren, Gastwirthe beziehen diese Sparbutter in großer Menge und setzen sie ihren Gästen statt der Naturbutter vor; das deutsche Reichsgesund- Heits-Amt hat, wie uns in dem Prospecte mitgetheilt wird, diese Sparbutter im Gegensatz zu den früheren mit Kunstbutter bezeichneten Präparaten als einen vortrefflichen Artikel begrüßt, der berufen sei, die schlechten Naturbuttersorten gänzlich vom Markte > zu verdrängen. Der Preis ist im Verhältnisse zur! Naturbutter ein sehr geringer, da das Pfund zu! 70 Pfennig verkauft wird. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß der Ge-! nuß der in Rede stehenden Butter dem Juden nicht; gestattet ist. Dieselbe wird aus Rindersett, welches! n'rijj oder nsnD oder ist, bereitet und noch j überdies mit Buttermilch vermischt. Es ist daher j beim Ankauf von Butter, beim Genüsse derselben in j nichtjüdischen Gasthöfen, die größte Vorsicht anzuj wenden. Wir können uns nicht versagen, aus dem mehrerwähnten Prospecte den nachstehenden Satz ani zuführen: „Dem Bäcker gibt sie (die Sparbutter) die ' Möglichkeit in Zeiten theuren Schweinefettes die Bäckerwaaren ebenso mürbe zu liefern wie früher." Mögen doch alle diejenigen, welche gesetzestreue Juden zu sein vermeinen und demnach Kuchen rc. beim nichtjüdischen Bäcker oder Conditor genießen, sich diesen Satz;in's Gedächtniß prägen! Wir wollen noch der Sabbat-Lampe erwähnen, welche Herr Fabrikant Philipp Wenzel aus Mainz (Gruppe 7a Nr. 374) ausgestellt hat. Es ist dies eine ganz neue, vom Kaiserlichen Patent- Amt patentirte Erfindung- Es ist eine Petroleum- Lampe mit einem Brennzeitregulator und Sicherheitsmechanismus; dieser Mechanismus ermöglicht es, die Lampe beim Füllen und Anzünden so zu richten, daß sie zu einer bestimmten Stunde erlischt, ohne daß sie, wie sonst, üblen Geruch und Dunst verbreitet. Der Erfinder, ein Nichtjude, hat sie deßhalb „Sabbatlampe" genannt, weil sie zum Anzünden am Freitag-Abende sehr bequem ist. — Man kann sie natürlich auch zu jeder anderen Zeit benutzen. Der Sicherheitsapparat verhindert die Explosion und bewirkt, daß die Lampe, wenn sie umfällt, sofot erlischt. Für die nächste Nummer hoffe ich, jJhnen noch einiges Interessante mittheilen zu können. (Fortsetzung folgt.) ANZEIC}£9r. Für den folgenden Thcil ist die Redaction nicht verantwortlich. Cgiit eine gewandte Verkäuferin, in der O Putz-. Mode- und Manusacturwaarenbranche, welche mit der Landkundschaft umzugehen weiß, wird pr. sofort in einem solchen Geschäft eine Stelle gesucht, welches Samstag und Feiertage geschlossen ist. Offerten beliebe man unter A. J. Nr. 2095 an die Exped. d. Bl. zu richten. /lLin netter, kräftiger Junge, von 15 bis vJ' 17 Jahren. der zu aller Arbeit willig ist und die nöthigen Schulkenntnisse hat, wird in ein Detailgeschäft in Frankfurt a. M., welches Samstag und Feiertage streng geschlossen, gesucht. Kost und Logis im Hause. Offerten an die Exped. d. Bl. unter Chiffre F. 2092. /2?m Bäckergeselle und ein Lehrling zum v? sofortigen Eintritt gesucht. Samstag und Feiertage geschlossen. I. Wolff, Aachen, 2181) Harskampstraße Nr. 72. altes silbernes Tas wird zu kaufen vi' gesucht. Offerten mit Preisangabe an I. Kausfmann in F r a n k f u r t a. M. erbeten. (2176 /Z^etzöfen für Sabbat nebst buchene Kohlen. Chanukah-Leuchter u. prachtvolle Sabbatlampen neuester Construction empfehlen Dreysuß & Ettlinger, Eisen- und Metall-Handlung. 2177) Rastatt. (gesucht per 1. Oktober — wenn thUNlich, auch eher — ein braves, religiöses Mädchen, das gut kochen und etwas Hausarbeit mit übernehmen kann. Offerten unter Hc. 1181a. befördern die Herren HaasenfteinL Bögler, Hannover. (2179 Sür einen sehr kräftigen Jungeu wird eine Stelle als Bäckerlehrling gesucht. Off. unter M. 86 an die Annoncen-Exped. von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. (2173 Ein seit 1837 bestehendes, altrenommirtes KMen-Kenjimat (Israel.) in Frankfurt a. M. ist Sterbefalls wegen sofort unter günstigen Bedingungen zu übertragen. Wegen näheren Bedingungen beliebe man sich an Frau Fleischman«, Sternstr. Nr. 18, zu wenden. (2148 ied Holl., Schw.- und Limb. Käse en gros und en detail und neue Jager Matjes-Heringe in Tönnchen, 10, 15, 20 und 25 rc., empfiehlt M. E. Bloch Nslgr., 2170) Hamburg. 3um 1. Sept. d. I. suche ich eine gewandte, erfahrene, jüdische Köchin. Meldungen sind zu richten an David Mayer in Prenzlau. 2143) Firma: Ascher Mayer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.