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Der Israelit · 1881-06-22 · Heft 25 (22.6.1881) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 25 (22.6.1881)
Date
1881-06-22
Page
– (sequence 21)
Language
German
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625 Edelfingen. ->"N n"s p"iv"^. Wenn des Frühlings laue Lüfte wehen und der Frühlingssonne erste Strahlen auf dem Erdboden neues Leben wecken und verkünden, dann ist die sehnsuchtsvolle Zeit herangenaht, wo sich der Schooß der Erde öffnet. Auch heute sah ich denselben aufgethan; aber ach! nicht um junge Pflänzchen und Knospen und Blüthen uns hervorzubringen, sondern um die sterblichen Reste einer der besten und edelsten Frauen in Israel auszunehmen. Eine 7'r, ntPN im wahrsten Sinne des Wortes anjra pnsw mo maom nynsn nawnn niffNn hat ihre Augen für immer geschlossen. Es soll hier nicht meine Aufgabe sein, die edle und segensreiche Wirksamkeit dieser edlen Frauenseele auch nur annähernd zu schildern; wahrlich, dazu fühle ich mich zu gering. Nur Weniges soll von ihr hier mitgetheilt werden, denn Zeugniß möchte ich oblegen von dem, was meine Augen gesehen haben und die Gefühle meines Herzens ob des Hingangs der Verblichenen in einem Denkmal verwirklichen. Schon in der frühesten Jugend von ihren frommen Eltern in der Liebe zu Gott und Seinen hl. Geboten erzogen, vereinigte die Dahingeschiedene eine Fülle von Tugenden und Vorzügen in sich, welche Alle, die sie näher kannten, zu würdigen verstanden. Schön war das Leben dieser liebenswürdigen, gottergebenen, die ganze Menschheit mit heißer Liebe umfassenden Frauenseele; denn im Wohlthun fand sie des Lebens schönste Freuden! Gleichwie Abraham war ihr Haus jederzeit eine Zufluchtsstätte für arme Wanderer, an denen sie die bewährte Gastfreundschaft in hochherziger Weise ausübte. Wer bewunderte nicht die edelmüthige Weise, wie sie im Stillen fremdes Elend, verborgenes Leid — für die Bestergestaltung der Lage unsrer Brüder im hl. Lande hatte sie ohnehin stets ein offenes Auge — zu lindern vermochte. Wo es in ihrem Leben in ihrer Nähe einen Kranken zu pflegen, einen Schwachen zu stärken, einen Gebeugten zu trösten. einen Tobten zu bestatten gab, da war sie mit eifriger Dienstfertigkeit thätig, die Wohlthätigkeit zu üben, die unsre Weisen "JDJ1 nDN, „die rechte und wahre Wohlthätigkeit" nennen. Mit diesem Wohlthätigkeitssinn verband sie eine grenzenlose Bescheidenheit und eine seltene Friedensliebe. Ihre Geduld in den verschiedenen Lagen des Lebens und die Ergebung in den unerforschlichen Willen des Allgütigen?"3 wußten allen ihren übrigen edlen Vorzügen die Krone aufzusetzen. Unerwähnt darf nicht bleiben, daß sie eine lange Reihe von Jahren die Vorstandschaft des hiesigen israel. Frauenvereins führte und hat sie insbesondere den Frauenverein durch ihr unermüdliches Streben und Wohlthun zu einem lebenskräftigen gestaltet. Möge Sabbatruhe und Sabbatfeier, die im Gotteshause zu begrüßen wir jetzt bald gehen werden, jetzt in einer andern Welt in ihren Geist eintreten, nun} itorD 'n DJ/UD, zu schauen die Freundlichkeit Gottes und einzukehren in Seinem Heiligthume, bas der Heilige?"3 allen Frommen verheißen hat. 2142) F. Aufruf! Die aller Mittel entblößte Wittwe Taimenbaum hier, Mutter von fünf unmündigen Kindern, hat ihren Sohn, ihre einzige Stütze, als Bäcker lernen lassen. Derselbe will dieses Jahr sein Geschäft eröffnen und bedarf zur Herstellung eines neuen Backofens und Anschaffung der erforderlichen Geräthe mindestens 600 Mark. Unsre Gemeinde ist nicht in der Lage , die Wittwe Taimenbaum derartig zu unterstützen, daß wir an die Mildthätigkeit unsrer auswärtigen Glaubensgenossen nicht zu appelliren brauchten und ergeht daher an alle edlen Menschenfreunde die Bitte, durch Beiträge, die die Unterzeichneten sowie die Expedition d. Bl. entgegen nehmen, die Lage der armen Wittwe zu erleichtern, Mannsbach (Kreis Himfeld, Reg.-Be;. Kassel), den 6. Juni 1881. (2057 Synagogen-Aeltester Moses Tannenbaum. I. Boleg, Lehrer. Wir sind gern bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiterzubefördern. Die Expedition des „Israelit". /Lin isr. Bäckergeselle sucht bei einem jüd. Meister Stelle. Es wird mehr auf gute Behandlung als hohen Lohn gesehen. Derselbe kann sofort eintreten. Näheres bei Moses Hahn, Bäckermeister in Külsheim, Baden. (2024 CVtt hiesiger Synagogengemeinde ist von <\3 sofort oder pr. 1. September e. die Stelle eines Cantors, Schächters und geprüften Religionslehrers zu besetzen. Derselbe muß ein schönes, angenehmes Organ haben. Das feste Gehalt beträgt M. 1200, freie Wohnung wie auch ein Nebeneinkommen von mindestens M. 300 pr. anno. Qualificirte Bewerber wollen unter Beifügung ihrer Zeugnisse und Angabe von Referenzen sich beim Unterzeichneten bis zum 1. August melden. Bewerber, welche mit einer niOin mnn versehen sind, erhalten den Vorzug und kann das Gehalt nach Leistungsfähigkeit erhöht werden. Neumark in Westpreußen, im Juni 1881. Der Vorstand 2141) der Synagogengemeinde. ys”D um nur eigenes Fabrikat. Feinste ra Schmierseife in Kistchen a 1, 2 und 5 Psd., pr. Pfd. 35 Pf.,*) in größeren Gebinden billiger. Feste iss Cocosseife in Stücken und Stangen pr. Pfd. 75 Pf. Feinste iss Mandelseife in Stücken u. Stangen pr. Pfd. 80 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alfred Simon jun., 2068) Töngesgasse 5, Frankfurt a. M. *) Es hat in vor. Nummer irrthümlich (durch Versehen des Setzers) 25 st. LS Pf. geheißen. Flüssige Glycerin - Seife z. Waschen am pr. Flasche 50 Pf. pr. Dutzend Mk. 5. 50 Pf., empfiehlt Alfred Simon jun., 2080) Töngesgasse 5, Frankfurt a. M. E ine persecte reinliche Kvchm, vre auch Hausarbeit übernimmt, auf sofort gesucht.' Offerten »ab Nr. 2140 besorgt die Exped. d. Bl. (7>ür mein Kurz- und Wollwaaren-en gros= O Geschäft (Sonnabends und Feiertage geschlossen) suche pr. 1. Juli c. einen jungen Mann mit schöner Handschrift, der die Schule bis Secunda besucht hat, als Lehrling oder Dolontair. (1076 L. Struck, Frankfurt a. Oder.*) *) Hat in Nr. 23 irrthümlich Frankfurt a. M. geheißen.

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