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Der Israelit · 1881-03-23 · Heft 12 (23.3.1881) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 12 (23.3.1881)
Date
1881-03-23
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXII. Jahrgang. Erste Beilage zu tlr. 12 des Israelit. Leitender Artikel rege Interesse der talmudisch gebildeten Kreise ihnen zugewendet und mau kann wohl sagen, daß die richtige Würdigung dieses wahrhaft großen Mannes, erst durch das Erscheinen seines Werkes in weiteren Kreisen Platz gegriffen hat. Die Klarheit und Sicherheit seiner Entscheidungen, gestützt auf die gründlichste und umfassendste Kenntniß der Quellenlitera- ■fitv otnrtvt f\f(Vtfw\v»V\Av» Jv* av* Literarischer Bericht. -2JHC ,wun rpy» min» 2“s tnpjn e«"nne naitpn Dw-)n rur j-vü Die wahre Bedeutung großer Männer liegt nicyr ausschließlich, ja nicht einmal vorwiegend, in dem, was sie selbst geschaffen, was sie als ihre 'peciellen Geistcsproducte der Nachwelt hinterlassen haben, ihre eigentli.be Bedeutung liegt in den Anregungen, die sie gegeben; in der Förderung des Wahren, Guten und Edlen, die sie während ihres Lebens angestrebt und erreicht haben. Das leuchtende Beispiel eines großen Mannes; die Anregungen und Antriebe, die von ihm ausgehen; der Keim der Empfänglichkeit für das Wahre und Gute, den er in die Herzen ff einer Mitmenschen gepflanzt und der oft_ auf Generationen hinaus fortwirkt und immer auf's Neue feine Keimkraft bewährt: das sind Leitungen, die oft dasjenige überwiegen, was man seine Werke nennt. Ein solcher Mann war auch »Vf 9ipvfnffpv hm’Tti>rr<>nSf>rr SJÜf'vfpS ♦ nllir\ v.sm-i -,->71 Entscheidungen in zweifelhaften Fällen öder bei solchen Vorkommnissen, die erst in unserer Zeit aufgetaucht sind, für welche daher in den Werken früherer Autoren kein Analogien sich findet, werden mit Autorität genannt und sind auch allgemein angenommen worden. Es ist daher sehr anzuerkennen, daß der gelehrte Sohn des Verfassers, sein Nachfolger im Rabbinatc, sich der Mühe unterzogen hat. den zweiten Theil des Werkes herauszugeben. Derselbe umfaßt die Responsen zum Schulchan Aruch o'*iro -ipn p«, zweihundert und dreiundachtzig an der Zahl; von diesen sind nur einige als Nachtrag zum ersten Theil hinzugekommen. Wenn man nicht wüßte, wer der der Verfasser des vorliegenden Werkes: pson mn '"äT ”indn em\ Verfasser war und welche Stellung er im Judenthum eingenommen hat, dieses Werk würde es auf's Deutma^renb )emer langial^rtgen, orrent= Itdjfic sagen. Wir sehen hier, daß die größten lichen Laufbahn jo überaus segensreich gewirkt und; Männer seiner Zeit in schwierigen Fällen seinen bereit mit Wort und That dort wo * Rath eingeholt haben, daß er mit jenen Männern, es nothig war, für die höchsten Guter des ^uden-; auf die das Judenthum stolz ist, wie R. Mordechai ihuniv einzutreten, daß es nur die Nennung seines Benet T"piyi — dessen pr.zno imbn der Verfasser Samens braucht, um alle diese Verdienste in Erwar — und R. Mosche Sofer in regem innerung zu bringen. Briefverkehr gestanden hat. Es ist daran gar nicht Die Förderung der heiligen Lehre, das höchste; zu zweifeln, daß auch dieser Theil, wie der erste, Gut des Judenthums und dessen Lebenselement,! sich allgemeine Anerkennung erringen wird. Dem batte er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Seine; Herausgeber gebührt der ä)ank aller Freunde der nach Tausenden zählenden Schüler, die sich aus j talmudischen Wissenschaft, daß er weder Mühe noch weiter Ferne um ihn geschaart haben, um an dem! Kosten gescheut hat, um dieses Denkmal dem Anreichen Vorne seiner Gelehrsamkeit ihren Wissensi denken seines Vaters — ein wahres moniimentum dürft zu befriedigen, bilden den sprechendsten Beweis J aere perennius — zu errichten. Auch hat sich der dafür. Die Responsen eines solchen Mannes müssen j Herausgeber, an den auch sehr viele Responsen genatürlich bei allen Freunden der talmudischen Wissenj richtet sind, durch die mannigfachen Zusätze um das schaft hochgespannte Erwartungen erregen. Soll doch < Werk selbst verdient gemacht, hier ein Gesammtbild der Leistungen des Mannes! Nur einen geringen Mangel hätten wir an dem aufgerollt werden, der Jahre hindurch der Berather; Werke zu rügen, der dem Herausgeber zur Last fällt: in schwierigen rituellen Fragen für ganze Länder! das häufige Fehlen der Seitenzahl bei den Stellen, gewesen ist. Und diese Erwartungen wurden nicht! die aus dem Tollmud angeführt werden. Man könnte getäuscht. Gleich beim Erscheinen des ersten Theiles in dieser Beziehung sagen, das Werk wäre viel feiner Responsen vor einigen Jahren, hat sich das kürzer, wenn es darin nicht so kurz wäre; die Zeit,

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