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Der Israelit · 1881-03-16 · Heft 11 (16.3.1881) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 11 (16.3.1881)
Date
1881-03-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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256 bei den betreffenden Landesbehörden deßfallsige Ge-! nehmigung zu erholen. j 10) Möchten Sie, geehrter Herr Redacteur, die Constituirung eines deßfallsigen Comitbs recht bald veranlassen. Sicherlich wird sich auch hier wie schon so oft bei hochwichtigen jüdischen Interessen der Satz bewähren: bx-w' \Qbx jo ’D, und werden wir zum erwünschten Ziele gelangen! Literarischer Bericht. Am 15. vorigen Monats waren es hundert Jahre, daß derjenige Mann, welcher Deutschland durch einen lebenslangen Kampf aus seiner geistigen Verkommenheit herausriß, die Augen schloß. Es ist bekannt, wieviel speciell wir Juden Lessiug, der unsere Vaterlandsgenossen zur Toleranz und Menschlichkeit führte, zu danken haben, deshalb haben wir es auch mit Freude begrüßt, daß die Verlagsbuchhandlung von Sigmund Bensingcr in Wien es unternommen hat, zum Andenken an den Todestag dieses großen und edlen Dichters, eine illustrirte Prachtausgabe seiner gesammtcu Werke herzustellen. Die erste Lieferung, die Sinngedichte enthaltend, liegt uns vor, und dieselbe läßt sowohl in Bezug aus die Illustrationen als auch auf Druck und Papier nichts zu wünschen übrig. Erstere sind fein durchdacht und lassen die Absichten des Dichters, die in diesen oft kaum zwei Zeilen, umfassenden Sprüchen, zuweilen sehr versteckt sind, klarer hervortreteu. Zwar wäre es vielleicht am Platze gewesen, daß btejcnige Epigramme, die seinem Weiberhasse entsprungen, einer schwachen Seite seiner Jünglingsjahre, besser ohne Illustrationen geblieben wären, doch verzeiht man diesen kleinen Fehler gern im Hinblick auf die große Sorgfalt, die fast alle anderen in dieser Lieferung vorhandenen Dichtungen mit Illustrationen versieht. Da unseres Wissens noch keine Ausgabe der Lessing'scheu Werke exiftirt, die eine des Inhalts so würdige Ausstattung besitzt, so hoffen wir, daß dieses neue Prachtwerk dazu beitragen wird, den Geist Lessings mehr und mehr zum Gemeingut des des deutschen Volkes werden zu lassen. — Das in Rede stehende Werk wird in ungefähr 50 Lieferungen erscheinen und ist der Preis für eine Lieferung nur 50 Pfennig. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Wnrzburg, w m Ist es schon in unserm ':o unsrer thoraarmen Zeit befriedigend, wenn das Interesse für Thoralernen wachgehalten, so mußte die in Ihrem gesch. Blatte seit Kurzem gesührte Korrespondenz, in welcher die Frage der Vorbereitung zum Rabbinerberufe im orthodoxen Sinne ventilirt wird, jedes jüdische Herz erfreuen und ihm die Beruhigung gewähren, daß die mm trotz der trüben Verhältnisse „nicht weichen werde vomMundeIsraels"; sie wird stets ihre Annehmer, ihre Stätten finden. Möge diese Frage vor ihrer endgiltigen gedeihlichen Lösung nicht wieder von der Tagesordnung schwinden. Aber, handelt es sich blos um Rabbinerbildung? Ist die min nicht ein Gemein- und Erbgut für ganz t>«nzn und ist nicht jeder Einzelne verpflichtet, sie zu lernen und ihre Kenntnis; sich zu erwerben? Und doch steht es damit in der Jetztzeit so traurig bei uns, und trifft man es so selten, daß omn 'byi sich damit beschäftigen und hat das di?, die Thoraunkcnntniß, einen noch nie dagewesenen Grad erlangt. Auch da sollte Abhilfe geschehen, solle Jeder, der'berufen,, der die Fähigkeit besitzt, darauf hinwirken, daß auch Privaten' Gelegenheit zum Lernen geboten werde. In Gemeinden wie Frankfurt a. M., Hamburg, Mainz u. a. m. sind diese Gelegenheiten nicht so selten; die Einrichtungen, die diesem Zwecke dienenden nrcn, sind neueren und älteren Datums. Aber auch auf kleineren und kleinsten Plätzen sollte man bestrebt sein, diese Quelle des Lebens Jedem zu erschließen. Wenn nun auch anl hiesigen Platze in dieser Beziehung noch viel zu thun übrig bleibt und auch hier das Lernen nicht in dem Grade wie ehemals und wie wünschenswerth allgemein gefunden wird, so ist doch inimerhin dem mm mw mehrfach Gelegenheit gegeben, seinem Verlangen zu genügen. Herr Rabbinats - Verweser -j?:nj?3D«o in: ’m trägt nach Art seines sel. Vaters ""st :n"umn täglich my-p vor; jd".“ü3 wird jeden Morgen von einigen--mn 'n ioo: und Abends m':»D gelernt; besonders aber verdient ein Verein, unter dem Namen nvr< n-on, hervorgehobcn zu werden, der sich zur Aufgabe geft' ECt, rn^-Kenntniß und religiösen Sinn besonders unter jungen Leuten zu verbreiten, beziehungsweise zu erwecken. Zu diesem Zwecke wird allabendlich abwechselnd von zwei tüchtigen Lehrern (anerkannten crn r) ''wn ,*oo: ,nnjxrc und otn "D vorgetragen und am n:ur über die wöchentliche emD ein freier Vortrag gehalten; außerdem besitzt der Verein eine Bibliothek an onso, an deutschen Schriften und

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