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Der Israelit · 1881-02-23 · Heft 8 (23.2.1881) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 8 (23.2.1881)
Date
1881-02-23
Page
– (sequence 11)
Language
German
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187 Studium nicht vernachlässigt werden, so muß die nisse» anschlicßen und Talent und Geist werden Form gewählt werden, welche den jetzigen Verhältschon alle Schwierigkeiten besiegen, nissen entspricht und diese ist die jüdische Realschule. Daß in Frankfurt in dieser Beziehung noch Daß solche jüdische Realschulen ausführbar sind, benichts geschehen ist, daran trägt wohl der comweist die Schule der isr. Neligionsgesellschaft dahier, mcrciclle Charakter der Stadt die Schuld, allein Wenn solche auch grade noch keine Rabbiner heranvielleicht liegt in jenem Artikel ans Bayern und in gebildet hat, so hat sie doch eine rcspeetable Zahl jener Aufforderung der Rcdaction die Veranlassung, von hcrangezogen, die noch ihren der Sache näher zu treten und vielleicht doch im lernen und ein Blatt «ocj mit Eommentatoren wohl Laufe der Zeit, ein Resultat zu erzielen, verstehen, voll einer kleineren Zahl gar nicht zu Für Bayern dürfte wohl Fürth der geeignete sprechen, die ein ganz respectabtes jüdisches Wissen Platz sein, an welche^aiimknüpfcn wäre. Dort ist besitzen, zu dem sie in der Schule den Grundstein bereits eine jüdische schule, welche, wenn sie der gelegt. Gin solches Resultat muß wohl erzielt wer- Staat auch jetzt nur als Volksschule anerkennt, doch den, wenn, wie dies in der hiesigen Schule geschieht, ui der ^.hat eine Realschule ist. Der jüdische Geist der Talmud als Fachunterricht täglich von tüchtigen und die genügende Versorgung des jüdischen Unter- Lehrern gelehrt wird und die Schüler ohne Rücksicht richts wird durch R. Mcnco Zimmer ’% der an der ans ihre anderweitigen Kenntnisse, nach Befähigung Spitze der Schulverwaltung steht, garantirt. Schüler und Wissen in diesem Fache in besondere Klassen und Schwiegersohn des berühmten;H. Wolf Hamgetheilt sind, in welchen sie je nach ihren Fortschritten bcrger hat er doch die neuere Zeit und ihre aufrücken. Hier bestehen 10 Talmud-Klassen und Bedürfnisse erkannt und für seinen Kreis Großes beeinträchtigt ans diese Weise weder der profane geleistet, so daß erwartet werden darf, daß er auch Unterricht den jüdischen, noch der jüdische den prodie höhere Ausgabe, für künftige Rabbiuen zu sorgen, tauen. Auch in Bayern bestehen jüdische Realschulen, übernchmcu wird, wenn sich auch aus anderen Orten allein die betreffenden Städte sind nicht kräftig genug, > gleichgesinnte Männer mit ihm vereinigen. Die um selbstständig die Anstalt ans die Höhe zu bringen. Schule wird jetzt von einer kleinen Zahl opferwilliger welche zur Erlangung der Berechtigung der ftaat- Jehndim in Fürth unterhalten; wenn der hierdurch lichen Anerkennung nothwcndig ist. Wenn sich jeangeregte Gedanke in weiteren bayrischen Kreisen doch andere Städte dazuthun, dann können sie per- Anklang findet, kann mit derselben ein (5nrsus vereinigt das Ziel erreichen. Religionsschnlen haben : bnnden werden, durch welchen einige befähigte und dagegen keinen Werth, weil der gleichzeitige Besuch strebsame Schüler zum Eintritt in die Sekunda des der christlichen Simultanfchulen, in welchen die frei- Gymnasiums vorbereitet werden. Zugleich müßten i^eligiösen Ansichten zu herrschen pflegen, den religiösen dieselben einen umfassenderen jüdischen Unterricht er- Sinn zerstört und diena*-- untergrabt. Selbst, wenn halten und dagegen von einigen minder wichtigen cs nicht möglich sein sollte, die Schüler bis zuletzt; Tiseiplincn dispensirt werden; dieser Unterricht der Realschule zu erhalten imd sie noch ein oder - müßte auch für die Dauer des Besuchs des Gymzwei Jahre eine christliche schule besuchen müssen, i nasinms fortgesetzt und auf's (5'ifrigstc gepflegt wer-- so ist wenigstens ein jüd scher Grund gelegt, welcher, den. Auf diese Weise könnten diese Jünglinge da wenn das Haus damit harmonirt, für das ganze hin gebracht werden, daß sie ihre Studien in Berlin Leben von Wichtigkeit ist. | mit guten Borkcnntniffen beginnen und wenn sie; auch dort ihre Zeit gut benutzen und namentlich ge- Ans den Schülern der Realschulen können; nngcnde Ausdauer besitzen und nicht zu rasch reif dann die befähigtsten, welche Lust und Liebe dazu; und fertig sein wollen, sich ein so reiches jüdisches haben, herausgewählt und zu Rabbinern hcrange- ‘ und profanes Wissen erwerben, daß sie mit Ehren bildet werden. Es mag unter hundert Schülern j eine Nabbinatsstelle bekleiden und mit gutem Erfolge kaum einer sein, der sich dazu eignet, der gewillt! für unsere heilige Religion wirken können, und befähigt wäre, der doppelten Arbeit des jüdischen; Wir wollen gerne zugeben, daß auch dieser Plan nnd des wissenschaftlichen Studiums sich mit einiger j seine Schwierigkeiten haben wird, aber jedenfalls ist Aussicht auf Erfolg zu unterziehen, allein Einer; es besser an bereits Gegebenes anzuknüpfen, als auf je hundert Schüler würde schon genügen, um , etwas Neues zu gründen, das erst nach Jahren aus den erforderlichen Bedarf an Rabbinern zu erzielen, die Stufe gelangt, die das Bestehende bereits jetzt denn dieser Bedarf ist ein sehr geringer, leider wer-! erreicht hat. Allerdings wird dabei die Idee aufden nicht in vielen Städten fromme Rabbiner gc-; gegeben werden müssend daß ein jüdischer Bater sein sucht. Einen besonder» Lehrplan für solche beson-! in zartestem Alter stehendes Kind, dessen Anlagen ders befähigte Jünglinge im Voraus aufzustellen ist; nicht einmal mit Sicherheit erkannt werden können, unthunlich, derselbe muß sich den jeweiligen Verhältj bent Rabbinerberuf widmet, es in die Stadt bringt

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