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Der Israelit · 1881-02-23 · Heft 8 (23.2.1881) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 8 (23.2.1881)
Date
1881-02-23
Page
– (sequence 10)
Language
German
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186 gesch. Blättern (Jsr. Nr. 18, XV. Jhrg.) ausgesprochene Ansicht wiederholen: „Das Werk in und getheilt, enthält geistreiche agadische Erörterungen und exegetische Erklärungen schwieriger Thora und Midraschstellen und obwohl der Vers, im a-tps.-i yn, die schwierigsten Stellen in der einfachsten Weise zu lösen, besonders Rü.tsicht genommen, hat er es auch nicht unterlassen dem n~rpnn -yn Rechnung zu tragen. indem er zur Erleuchtung und lcichterm Verständnisse bibl. Verse, hie und da, eine Betrachtung aus dem o’inu rmo ,nio ,“i’py u. dgl. citirt. Mit voller Zuversicht kann daher auch dieser Theil auf volle Würdigung und Anerkennung hoffen. S. H. Deutsch in Nawitsch. ZeL1ungsnachriÄ)ten und Korrespondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M., 11. Febr. In einem Artikel aus Bayern in Nr. 5 dieser Blätter wird darüber geklagt, daß mmn -so? und namentlich die Vorbereitung für den Nabbinerberuf so abgenommcn, daß die in Bayern vacanten Rabbinatssitze seit zehn Jahren häufig mit Ausländern besetzt werden mußten, während früher gerade dort viele Rabbinatscandidaten vorhanden waren. Es wird darauf eingedenk des Grundsatzes yyv ana nynpn die Discussion über diesen wichtigen Gegenstand eröffnet und um Mittheilung von Ansichten in diesen Blättern gebeten. Dieser Artikel ist so partieularistisch bayrisch gehalten, daß wir uns nicht veranlaßt gesehen hätten, uns an der Discussion zu bctheiligcn, wenn nicht löbliche Nedaction durch eine 'Nachbemerkung die Beschränkung ans Bayern ausgehoben und unter Hinweisung aus das von Herrn Rabbiner Dr. Hildesheimer in Berlin geleitete Nabbiucrscminar auf die Dringlichkeit der Errichtung von Anstalten zur Vorbereitung für das letztere hingewicsen. Wir verkennen nicht die Bedeutung des Rabbinerberufs namentlich in unserer Zeit, wir wissen wohl, daß der jetzige Verfall zum großen Theil durch irreligiöse Rabbiner oder durch solche, die ihres Amtes nicht gewachsen waren, verschuldet wurde, allein deshalb sind wir doch nicht der Ansicht, daß Rabbiner- Pflanzungen wie Baumschulen angelegt werden können und daß jedes Pflänzchen zum Versandt herangezogen werden könne. Es bedarf eines gar edlen Reises, das dieser Bestimmung zugeführt werden kann. Es ist selbstredend, daß jeder Rabbiner n und hn-p vereinigen müsse, allein damit ist es nicht abgemacht, zur gedeihlichen Wirksamkeit bedarf es auch des profanen Wissens und zwar nicht eines solchen, das man von jedem die Schule verlassenden Primaner verlange, sondern eines so umfangreichen,; daß es nicht von einzelnen Gemeindemitgliedern, die akademische Studien gemacht haben, wie z B. Arzt oder Anwalt, in den Schatten gestellt werden kann, j Solche Herren pflegen ohnedies eine große Rolle in ' der Gemeinde zu spielen, stehen nicht selten an der; Spitze des Vorstands und haben dann die materielle j Leitung in der Hand; ist ihnen der Rabbiner nicht > mindestens auf allen Gebieten des profanen Wissens i ebenbürtig, so geht auch die geistige Leitung auf sie über und für das Religionsgesetz ist häufig die Gej meinde, zum Mindesten aber die Jugend verloren, der Rabbiner wird mehr oder weniger geduldet, er ist höchstens im Stande die Gemeindeinstitutionen noch auf rcligionsgesetzlichem Fuße zu erhalten, man zollt ihm, wenn er bejahrt ist, eine gewisse äußerliche Achtung, von einer erfolgreichen Wirksamkeit, Don einem Einflüsse auf die Jugend kann aber nicht mehr die Rede sein. Diese Jugend aber reift allmählich zu Männern heran, die alten religiösen Männer gehen den Weg alles Fleisches, ist zu ihrem Ersatz kein Nachwuchs vorhanden, so ist die treue Anhänglichkeit an das göttliche Wort im Aussterbeu begriffen und kann durch die -nin und nx-o des Rabbiners nicht erhalten werden. Er vereinsamt immer mehr, und wenn er selbst abberufen wird, so ist ein neues Geschlecht vorhanden ra jjt eo -ucw das seine Verdienste nicht anerkennt. So ist cs leider in der Gegenwart; früher war das anders und leichter. Schon das Haus war die Stätte der rrn und n*n\ Alles war bestrebt, sich im -n;n= ©hibutm zu vervollkommnen, die Jugend wallte zu dem gelehrten ai und so entstanden die rra’tr, die damals die einzigen Stätten der rein geistigen Bestrebungen, die Quelle der Herzens¬ und ' Geistesbildung waren. Andere Bildungs- Anstalten waren den Juden verschlossen, geistige Anregung war ihnen Bedürfnis;. und so vereinigten die rna'E" nicht allein die Jünglinge, die sich später dem RabbinatSberufe widmen wollten, sondern alle Diejenigen, die strebsam und lernbegierig waren; nur der allerkleinste Theil derselben wurde Die nw'M waren demnach keine Rabbinerschnlen, sondern dem damaligen Bedürfnisse entsprechende Bildungsailstalten, die aber den jetzigen Anforderungen nicht mehr genügen, nicht mehr genügen können, weil sie nur einseitige Bildung erstreben. Die Juden wollen gegen ihre christlichen Mitbürger nicht in Bildung zurückstehen, sie besuchen daher diejenigen Anstalten, in welchen sie profanes; Wissen erlangen, die nw'2" aber, an welchen dies nicht möglich ist, sind von selbst eingegangen und selbst die größten c’noS vermochten keine Schüler mehr anzuziehen und zu erhalten. Soll das nwn-

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