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Der Israelit · 1881-02-09 · Heft 6 (9.2.1881) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
22 (1881)
Issue
Heft 6 (9.2.1881)
Date
1881-02-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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134 hört man das dumpfe Getöse des heraufziehenden J Unwetters, welches der Haß und das Vorurtheil auf's Neue den Juden bereiten, und einzelne falbe Blitzstrahlen beleuchten den Abgrund, an welchem die Juden den Traum des Glückes sorglos träumten, p non n:nx mcx --ter« nr:xm hjeji :’3r.6«3 '7 nnj Israels Glück auf deutschem Boden, seim Freiheit, seine Ehre, sein Reichthum, von welchen es fälschlich glaubte, daß sie der Lohn seiner Untreue gegen Gott, seines Abfalls von dem ewigen Gottesgesetze seien, welchen seine Freunde, denen es sich durch Vcrrath an seiner eigensten heiligsten Bestimmung anzuschließcn vermeinte-, ihm gewährt hätten, wird aus's Neue in Frage gestellt. O, das; wir Gottes Mahnruf verständen in den Ereignissen der Gegenwart, daß wir spachen: nryo i» '7 31D P :nrx-»n ’zwt 7x rour«! n37x ich will zu Gott zurückkehren, der mich beschützt und behütet hat während der ganzen Zeit meines Daseins, von Anbeginn an bis zu diesem Augenblick, — nur in der Verbindung mit Ihm winkt 'mir das Glück, nur bei Ihm finde ich das Heil, — seit ich Ihn verlassen habe, bin ich unglücklich, trotz des äußern Glanzes, seit ich Sein vergessen, habe ich keine Ruhe, — ich lebe nur durch Ihn, nur Ihm gehöre ich an!!-— Wenn Israel also das Trübe der Gegenwart als Gottes Warnung, als göttliche Erziehung begreifen wird, dann wird die Schule des Leids, die es heute durchznmachen hat, zu seinem Heile, zu seinem wahren Glücke werden. Dann' reift aus dieser schwerzensreichcn Zeit die herrlichste Zukunft, in welcher das, Gott und seinem Gesetze treue Israel die Gunst und die Achtung und die Liebe der Brndermenschheit dauernd finden tvird, in welcher das alte Vorurtheil und der alte Haß gänzlich und für immer aus der Brust der Menschen geschwunden sein wird, und sie Israel die Palme reichen werden. Das ist die schöne Zukunft, von welcher Gott durch seinen Propheten Secharjah verkünden ließ: 7x~iz" rv3i mirr r\'i ovjd nV7p on,,n iitjo rrm :n:rü □ni,m dddn ynptx P „Wie ihr bis dahin als ein Fluch unter den Völkern betrachtet seid, Haus Juda und Israel, — so werde Ich euch das Heil senden, und ihr werdet als ein Segen dastehen auf Erden!" Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 4. Februar. Wir haben soeben für die Armen, Rothleidenden re. des heiligen Landes 2917 Mark 61 Pf. an das Central - Comittz nach Amsterdam übersendet. Die Berichte aus dem heiligen Lande lauten wiederum sehr betrübend. Namentlich möchten wir unsre wohlthätigen Brüder und Schwestern bitten, in Bezug auf das herannahende Peßachfcst Extra-Spenden für xnoci xnop für die Armen des heiligen Landes zu bestimmen. England. London. In der Synagoge in Great Portlandstreet (London) fand Mittwoch Nachmittag die Trauung des Herrn Leopold von Rothschild, jüngster! Sohn des verstorbenen Barons Lionel von Roth- : schild, mit Frln. Marie Perugia, Tochter des verstorbenen Bankiers Perugia in Triest, nach mosaischem! Ritus statt. Trotz der schlechten Witterung hatte! sich eine äußerst zahlreiche und distinguirte Gcsell-! schaft eingesunden, um der feierlichen Handlung beizuwohnen. Unter den Anwesenden befänden sich der Prinz von Wales, Lord Rosebery und dessen Gemahlin, der österreichische Botschafter, Lord Dorchester, Earl Cadogan, Lord Beaconssield und verschiedene andere Mitglieder der hohen britischen Aristokratie, fast sämmtliche Mitglieder der Familien Rothschild und Perugia, sowie die Elite der jüdischen Kolonie in London. Die Synagoge war eigens für die Gelegenheit festlich geschmückt worden. Der Rabbiner Green vollzog den Trauungsakt. Die Braut war von vier Brautjungfern, worunter sich Fräulein Beatrice de Rothschild und Frln. Luna Sassoon befanden, begleitet. Der Trauung schloß sich die Unterzeichnung des Eheregisters an, wobei der Prinz von Wales und Lord Rosebery als Zeugen fungirten. Bei beut Frühstück, welches sich der Trauung anschloß, trank der Prinz von Wales auf das Wohl des Neuvermählten Paares und Lord Beaconssield toastirte ans die Gesundheit des Thronfolgers. Die Flitterwochen wird das Neuvermählte Paar in Askott, denl Lattdgute von Sir Nathaniel de Rothschild, znbringcn. Feuilleton. U k i b a. VI. In der kleinen Stadt Gimso, in der Nähe von Lydda, lebte und lehrte einer der bedeutendsten Gelehrten Israels, Nachum hieß er, Nachum aus Gimso, oder wie inan später sagte Gamsu, denn Nachums Grundsatz war, bei Allem, was sich ihm ereignete, zu sagen: Garn su let-olm! das heißt: Auch dieses zum Guten! Nachum hatte das felsenfeste Vertrauen, daß Alles, was der allmächtige Gott dem Menschen

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