Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1879)
- Date
- 1879-12-17
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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n die a fiel i di »eiber ließe iufcr , zur fönen h zu chers gute l hat 'acht, Zins, ierig tabbi falls istet, tämihm ft es und flicht darf. lgeni^ube das sind XX. Jahrgang. Erste Beilage )u llt. 51 des Israelit. ^eitungSnacbricbten und (Korrespondenzen. Deutschland. MniltZ, 10. Dec. Wir haben heute an das Central-Comit« zu Amsterdam zum Besten der Armen, Nothleidenden im heiligen Lande 4055 M- SO Pf. abgesendet. Die Summe der von uns für obige Zwecke in diesem Jahre gesammelten nnd überschickten Gelder beträgt nunmehr 40665 M. 79 Pf- — Alle Berichte aus Palästina stimmen darin überein, daß die Noth dort noch immer sehr groß und ausreichende Hilfe sehr wünschenswerth sei. — Paderborn. Dem zwanzigsten Jahresbericht über die israelitische Waisen - Erziehungs-Anstalt üt Knaben und Mädchen aus Westphalen und Rheinland entnehmen wir: Die werthen Freunde unserer Anstalt, die unern Bestrebungen mit freundlichem uge gefolgt, werden gern in den folgenden bescheidenen Mittheilungen den Beweis finden, daß es uns auch in dem vergangenen Jahre gelungen, die Anstalt rüstig vorwärts zu führen und auf geistigem, wie materiellem Gebiet Erfolge zu erzielen. Wir haben nicht geruht auf den Lorbeeren früherer Jahre, wie waren vielmehr von dem eifrigen Wunsche beseelt, zu dem Ruhme der Vergangenheit neue Resultate zu fügen. Auf dieser Bahn hat uns der himmlische Segen nicht gefehlt. Trotz der schweren Zeiten hat unsere Anstalt an pecuniären Mitteln in bescheidenem Maße zugenommen, wodurch wir wieder in den Stand gesetzt waren, die Zahl unserer Schützlinge bedeutend zu vermehren. Niemand möge uns den Vorwurf machen, daß wir unfern Wirkungskreis zu sehr ausgedehnt und zu viele Waisen ausgenommen; unser Rechenschaftsbericht legt es dar, wie sehr wir das streben haben, durch Vermehrung unserer Fonds unscrm Hause eine feste Basis zu verleihen, aber es ist und bleibt doch unser höchstes Ziel, nach allen Richtungen helfend und fördernd zu wirken. So ist die Anstalt ein Mittelpunkt der Wohlthätigkeit für beide Provinzen geworden, denn aus den entferntesten Dörfern und Winkeln kommen uns die Anmeldungen, hier einer bedrängten Wittwe die Sorgen in etwas zu erleichtern, dort einem gänzlich verwaisten Kinde Vater und Mutter zu ersetzen. Das Waisenhaus, das am 1. März 1856 mit! 2 Waisenknaben eröffnet wurde, zählte imabgelaunen Jahre 46 Zöglinge und zwar: 30 Knaben und 16 Mädchen. Seit deyr dreiundzwanzigjährigen Bestehen der Anstalt haben 146 Waisen Pflege und Erziehung gefunden. Vier Knaben wurden im verflossenen Jahre entlassen. Die Kinder erhalten bei ihrer Entlassung eine Ausstattung, wie diese in guten Bürgerhäusern üblich, wenn der Sohn das Elternhaus mit der Fremde vertauscht. Gute Leibwäsche, für eine längere Reihe von Jahren berechnet, Schuhwerk, Winter- und Sommeranzüge rc., auch können sie sich zu jeder Zeit an uns, wenn die Umstände es wünschenswerth machen, wenden. Unser Haus übt nach wie vor seine Elternrechte über sie aus, so laß die Kinder von dem Bewußtsein gehoben und getragen werden, daß sie zu keiner Zeit allein und verlassen sind. Unsere Grundsätze bei der Erziehung haben sich so bewährt, daß wir dieselben fesihalten und auf diesem Fundamente mit Gott weiter bauen. Gewöhnung zu Thätigkeit, Fleiß und Ordnung, zur Anhänglichkeit an unsere altehrwürdige, heilige Religion, sind das Fundament, auf dem eine jede Erziehung, wenn nicht ganz widerstrebende Elemente vorhanden, gedeihen muß. Die Anstalt zählt 411 Jahrzeit-Stiftungen. Die Einnahmen betrugen 29,486 Mk., die Ausgaben 28,446 Mk. An Werthpapieren besitzt das Waisenhaus 124,078 Mk. Viersen, im Dec. Herr Jacob Hornemann dahier hat wiederholt an das Haus der Abgeordneten eine Petition in Betreff der Zusammensetzung des Curatoriums der hiesigen Simultanschule eingereicht, deren wesentlicher Inhalt Folgendes ist: Seit langer, langer Zeit bestand dahier eine katholische, s. g. lateinische Schule, die in den letzten Jahrzehnt«: zur höheren Bürgerschule umgemodelt wurde. Die hiesige evangelische Gemeinde errichtete, nachdem sie im Verlauf der Zeit an Bedeutung zugenommen hatte, ebenfalls eine