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Der Israelit · 1879-12-10 · Heft 50 (10.12.1879) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 50 (10.12.1879)
Date
1879-12-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1323 die uns jedoch irrig, mindestens unerwiesen erscheint. Der Vers, nimmt nämlich das Jebamoth. 115. erwähnte «obp für Cöln. — Scheint es in der That wenig wahrscheinlich, daß schon in damaliger Zeit zwischen Cöln und einer Stadt Babylons ein solcher Verkehr stattgefunden habe, so steigert sich diese Unwahrscheinlichkeit noch in hohem Grade durch den Umstand, daß wir ja im lateinischen Schrifthum colonia, sowie im Talmud N’Op mehr fach finden, wo es über allem Zweifel erhaben ist, daß diese Bezeichnung nichts mit Cöln zu ihun hat. — Man vergl. besonders Talmud babli Sucah. 45 — Auch ist über den sonst nicht vorkommenden Namen Androlinai und nmn zu Gittin 34. zu vergleichen, woselbst sich eine andere einfachere Lesart findet. fror -iöd n vn ij’Si 'oi minn -up D»ynn noxa 3inv nean^ja anoDyns P"pisn -idid Dnn tyn *isid Staunen und Verwunderung erfüllten uns beim Durchlesen vorliegenden Merkchens, in welchem der große Denker und Forscher auf dem Gebiete jüdischer Wissenschafft, Rabbi Moscheh Sofer, Verfasser des umfang- und inhaltsreichen Werks Chatam Sofer, sich der Arbeit unterzogen, die merkwürdigen Begebenheiten eines furchtbaren und gefahrdrohenden Jahres, wie es das Kriegsjahr 1809 war, in der Form eines Tagebuches niederzuschreiben. Da es durchaus nicht die Absicht dieses Gaon sein konnte, einen Beitrag zur Weltgeschichte zu liefern, hat ihn gewiß kein anderes Motiv geleitet als der moralische Zweck, die ihn und seine Umgebung bedrohenden Gefahren jener fturmbewegteu Zeit aufzuzeichnen, damit er sich stets der Dankesschuld dem Wächter Israels gegenüber erinnere, der ihn in der Zeit der Noth und Angst beschützt und beschirmt. — Dies leuchtet deutlich aus der ganzen Schrift und besonders aus der kurzen Einleitung hervor, indem er ausdrücklich betont, daß er selbe nur für sich geschrieben. An dieser Stelle sagt Rabbi M. Sofer ferner: 3"y 4<aPy3 anan niöD 40;yaP min nana naan nn itix^o und enthält daher außer den hochinteressanten Erzählungen noch eine große Anzahl geistreicher Erläuterungen, schwerer Bibel- und Talmudftellen und außerdem mehrere Draschoth. Es ist gewiß überflüssig dieses Merkchen anzupreisen oder zum Ankäufe zu empfehlen, denn der Name des Verfassers garantirt den stärksten Absatz und die weiteste Verbreitung. Dasselbe läßt auch in seiner äußern Ausstattung nichts zu wünschen übrig und ist um den Preis von 70 Pfennigen durch den Herausgeber Herrn Salomon Schreiber, Rabbiner zu Derecske (Ungarn) zu beziehen. —r onana hin von Rabbiner Dreifuß in Sulzburg (Baden). 2. Auflage. 5638. Dieses Werk, das in seiner ersten Auflage im Jahre 5618 erschien, verdient besondere Beachtung von Seiten der min nao. Die allzugroße Bescheidenheit des sehr gelehrten Verfassers sorgt zu wenig für die Verbreitung dieses so sehr gediegenen Werkes. Dasselbe kann sich allen Schöpfungen der Neuzeit auf diesem Gebiete würdig an die Seite stellen. Die Tendenz des nsa ist, wie der Verfasser in der Einleitung angibt, diejenigen msa, die nicht in den a'pais (außer aa"an) behandelt worden, die aber doch wegen ihrer Wichtigkeit in ethischer Beziehung allen andern maa nicht nachstehen , aus den Quellen zusammenzusuchen und hier systematisch zu ordnen. Es ist dieses meisterhaft gelungen. Die wahrlich erstaunlich reiche und gediegene Kenntniß von d"h7 und o»pDis ermöglichte nur die Vollendung dieses Werkes, und wir müssen dem gelehrten Verfasser besonders dankbar für die 2. Auflage dieses Werkes sein. Außer seinem hohen wissenschaftlichen Werthe kann das Werk als nsa myt? Rabbinern und Lehrern wohl zu statten kommen. Der Uneigennützigkeit des Verf. bei dieser Auflage, möge hier ebenfalls Erwähnung geschehen. Das ->2d kann nämlich Jedermann unentgeldlich vom Verf. erhalten, — er veranstaltete die 2. Auflage nur um die ethischen Wahrheiten des Judenthums möglichst zu verbreiten. So z. B. übergab der Verf. '"a dem Schreiber dieser Zeilen, der denselben zu seinen Freunden zu zählen das Glück hat, 50 Stück, um diese unter min nao namentlich junge Lehrer, mit denen er oft in Berührung zu kommen Gelegenheit hat, zu vertheilen. Der Allmächtige erhalte noch lange Jahre diesen frommen ehrwürdigen Greis. T. Zettttngsrmchrichtert und Correfpondenzerr. Deutschland. Dtainz, 1. December. Soeben empfangen wir den Rechenschafts-Bericht über die israelitische Lehrerbildungs-Anstalt in Würzburg für das fünfzehnte Jahr ihres Bestehens, von Nathan Bam-

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