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Der Israelit · 1879-12-10 · Heft 50 (10.12.1879) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 50 (10.12.1879)
Date
1879-12-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1322 diese Sprößlinge unserer frommen Vater erfahren, daß sie durch die Geburt dem auserwählten Volke Gottes angehören. Was soll daraus werden? Immer mehr nehmen der Abfall und die Religionslosigkeit überhand, immer mehr scheint Israel seinen höchsten Schatz, sein kostbarstes Gut, seine heilige Religion aufgeben zu wollen. Dasjenige, um was unsere Väter so viel gelitten und erduldet — es war kaum jemals so gefährdet wie heutzutage. Aber wir verzweifeln nicht. Wir leben der festen Ueberzeugung, daß das Judenthum uns und wir dem Judenthum erhalten bleiben. Mögen auch Tausende abfallen wie die welken Blätter unter den Stürmen des Herbstes — der Stamm bleibt ewiglich. Ueberall regt es sich in jüdischen Kreisen, fromme Religionsgesellschaften erstehen, die sich zum Zweck und zur Aufgabe stellen. Gottes Gebote ganz und voll zu beachten. Und diese Religionsgesellschaften erstarken und erblühen sichtlich "unter dem Segen und dem Beistände Gottes. Und ein neues Geschlecht wächst heran, welches gestählt und gekräftigt ist gegen die Gefahren der Neuzeit. niöpix vvn »pyi mp nns mirp 'n ab i’kitdi tfnnynfc* -prutw NnnPi annynzn ntt'ND ,*<nnP |to-o prantfü “D nPn 'rontpo »rvonpa nnP ’JN ,mpii2T\ nnP -i"n"n /hdij; .lnpupn ’py irabi Rabbi Jehuda erklärte: was bedeutet der Ausspruch der heiligen Schrift: Ich gehöre meinem Freunde an und nach mir ist sein Verlangen? Das Hinftreben zu Gott muß erst von uns ausgehcn; dann sendet uns Gott seine Hilfe und der Segen Gottes fördert nur das, was sich in uns zum Empfange dieses Segens vorbereitet hat. So finden wir auch bei der Wittwe des Obadjas, daß erst das Krüglein Oel La sein mußte, ehe Gott es durch seinen Segen vermehrte. Und so heißt es auch: Ich gehöre meinem Freunde an, und nach mir ist sein Verlangen — erst muß ich mich meinem Gotte weihen, und nachher wird Er mich zu sich erheben. Mögen doch Alle, die diese Zeilen lesen, sich diese herrlichen Worten unserer Weisen zu Herzen nehmen! Es bedarf nur des ernstlichen Willens unsererseits, und Gott hilft uns alle Schwierigkeiten überwinden. Wohl sind diese Schwierigkeiten oft sehr groß. Sie treten uns entgegen in unserer Erwerbsthätigkeit, bei der Erziehung der Kinder, bei der Schließung der Ehen, in Bezug auf Speise und Trank, im Gemeindenleben, im staatlichen Leben und bei tausend andern Gelegenheiten. Aber der ernstliche Wille, diese Schwierigkeiten zu überwinden, sichert uns des Allmächtigen unüberwindlichen Beistand. Er läßt das Kleine zu Großem sich gestalten, Er verleihet dem Schwachen Kraft, Er stählt die Ausdauer und gestaltet die Verhältnisse günstig. Vertrauen wir auf Ihn und Er wird unser Wollen und Wirken zum herrlichen Gedeihen führen .msoy 'n “dn *nra dn o ,ri33 b»rn nP Nicht durch Heeresmacht und nicht durch Gewalt, sondern durch meinen Geist. So hat es der Herr Zeaaoth verheißen. Literarischer Aericht. Geschichte der Juden in Köln und Umgebung in ältester Zeit bis auf die Gegenwart. — Nach handschriftlichen und gedruckten Quellen bearbeitet von Carl Drisch, Lehrer. Bd. I. Preis 2 M. Mülheim am Rhein. Carl Meyer. Das Studium und die Darstellung der allgemeinen Geschichte der Juden bat in den jüngsten Decennien einen Aufschwung erfahren, der mit der Behandlung specieller Th'ile der jüdischen Geschichte noch immer in einem ungleichartigen Verhältniß steht. Erst seit wenigen Jahren mehren sich auch historische Monographien, die nur einen mehr oder weniger bedeutenden Theil des großen Gebietes herausgreifen, um ihn dafür um so gründlicher und ergiebiger zu behandeln. Eine solche Arbeit liegt uns in dem soeben erschienenen ersten Bande der Geschichte der Juden von Cöln von einem Verfasser vor, der schon vorher vielfach in jüdischen Zeitschriften dieses Thema behandelt und sich ihm als vollständig gewachsen gezeigt hat. — Es liegt in der Natur der Sache, daß die Darstellung .rgend eines Gegenstandes der jüdischen Geschichte sich nicht auf diesen beschränkt, sondern die anstoßenden Gebiete mehr oder weniger mit in Betracht ziehen muß. Dies ist auch in dem vorliegenden Werke geschehen, das sich durch eine fleißige Benutzung sämmtlicher einschlägiger Quellen, gedruckter wie ungedruckter (unter' letzteren sehr werthvolle Memmorbücher) und durch eine sachgemäße, fließende Diction auszeichnet. Daß mehrere Daten und Zahlen bei Darstellung der Epoche, welche der erste Band behandelt, discutirbar erscheinen, ist selbstverständlich. Dieselben sind jedoch so untergeordneter Natur, daß wir sie unerwähnt lassen können. — Nur auf einen Punkt möge es gestattet sein die Aufmerksamkeit zu lenken, da es sich dabei um eine Annahme handelt, der wir schon häufig begegnet sind, die r Der wähl wem zwis cher diese durä Sch, fach daß hat. 45 - Nan 34. z fache nttfö beim chem Gebt Soft Werk die n und ] jahr niede sicht Welt« deres die i fahre mit Jsra« der \ Dies beson dem e sich < Softl 'Di rr außer große Bibel Draft chen l denn ften \ selbe zu wü

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