Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 48 (26.11.1879)
- Date
- 1879-11-26
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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4282 leinen Ort gebunden ist, und sich überall in Mähre», auch in einer Stadt niederlassen kann. Ich beabsichtige nämlch nicht," der Kaiser wandte sich mit einem ironischen Lächeln an den Baron, „Ihnen Concurrenz zu machen, und Ihre Judenfamilen im Preis herabzusetzen. Die Hofkanzlei soll es sofort dem mährischen Landesgubernium inlimiren und diesen meinen Befehl in geeignetem Wege zur Ausführung gelangen lassen. Auf eines muffen Sie sich doch gefaßt machen, lieber Leipnik! einige Wochen wird es immerhin dauern, denn meine Entschließung hat einen weiten Bogen zu beschreiben bis sie, wie man sich im langweiligen Amtsstyl ausdrückt, zu Ihnen herablangt, und es ist mir noch immer nicht gelungen, meinen Herren Staatsbeamten jene Raschheit bei E:ledigung der Geschäfte zu verleihen, die mir und dem Staatswohle so wünschcnswerth ist." Leipnik stand wie eingewurzelt, die .uährchenhafte Plötzlichkeit mit der das heiß ersehnte Glück durch Gottes Allgüte über ihn gekommen, machte ihn einen Moment sprachlos, dann aber brach er in überströmendem Enthusiasmus los. „Majestät! Allerhöchdieselben sind mehr, weit mehr noch als ein Kaiser und der mächtigste Monarch der Erde! Allerhöchstdieselben sind ein gottgesandter Engel, die Menschen zu beglücken, die Gebeugten aufzurichten, die Bedrückten zu erlösen!" Das Lob des Juden schien dem Kaiser wohl berechtigt, ein aufrichtiges, und erfreute ihn mehr als tausend Weihrauchwolken, die täglich von feilen Hofschrarzen zu ihm aufstiegen, und er sprach einen wohlwollenden Blick auf Leipnik werfend: „Das ist in der That mein Bestreben, Gott der Allschauende weiß es; — möge er mir gnädigst Kraft verleihen, mein vor;estecktes Ziel zu erreichen. Leipnik gehen Sie zu Ihrer Familie, die wohl heute durch Ihre Abreise in Trauer versitzt wurde, und durch die Wendung der Dinge derselben entnssen werden wird.' Leipink eilte mit sprachlosem Entzücken hinweg. (Fortsitzung folgt.) A N Z E I G E R Für den folgenden Theil ist die Reduction nicht verantwortlich. Jnseraten-Annahme für Frankfurt a.M. bei <M. Kauffmann, Buchhand" lung, für Hamburg bei A. Golflschmidt, Buchhandlung in Hamburg, Kohlhöfen 35, und für Cöltt bei Leo JFrank, Steinfeldergasse 7. Ein Wittwer in Hamburg, ohne Kinder, im kräftigsten Mannesalter, aus sehr feiner Familie, der von seinem Zinseinkommen lebt, wünscht sich mit einer älteren Dame oder Wittwe in ähnlichen Verhältnissen wieder zu verheiratherr Hierauf bezügliche Mittheilungen wolle man vertrauensvoll der Exped. d. Bl. unter Nr. 3416 zur Beförderung franco übersenden. Stelle gesucht. Ein junger Mann, im Besitze des Einjährigen- Zeugniffes, sucht in einem am Sonnabend und an Feiertagen geschloffenen Bank- oder Metallge'chäft einer großen Stadt Süddeutschlands sofort Stelle als Lehrling. Gef. Offerten sind zu richten an Salomon Fuld I., Sickenhofen bei Babenhausen. Den geehrten Reisenden bringe ich meine koschere Restauration in empfehlende Erinnerung; auch zur Abhaltung von Hochzeiten halte ich mich bestens empfohlen. Leopold Fleischer, IN m a. d. D. 3530s Weinhof, in der Nähe der -Lynagogs._ ertt'rtuen können Kranke nur zu einem solchen Heilverfahren fassen, welches thatslichlilhe Erfolge für sich bat. Die bereits in ‘2 Auflage erschienene» §pceiall>ücher: ..Die Gicht" und „Die Brust- „ttd Luttgc««krantl>eilcn" geben allen Jene», die au Gic'lt, till6Nlnatism«8, Gliederreissen etc. leiden, ooctr aber an einer H r n s t - oder L n n y e n k r a 11 li li e i t, loic Schwindsucht :c. datnnsiechen , neue Kosfnung» denn die darin enthaltenen Dankesänßcrungen über glückliche Heilungen bcircisen, daß selbst Schwcrtranke oder anscheinend hossNMIgslos Darniederlieaende noch die crjebntc Hilfe failäkN. Kein Honorar, ärztlicher Bcirath viclmebr unentgeltlich i ^cdco der obigen Bücher tostet 5?f-*— Brospect oratis nnd franco durch Th. Hohenleitner, Leipzig und Basel.