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Der Israelit · 1879-11-26 · Heft 48 (26.11.1879) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 48 (26.11.1879)
Date
1879-11-26
Page
– (sequence 8)
Language
German
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1272 deutscher Ueberfetzung, herausgegeben von Di*. August Wünsche. Der Verfasser glaubt nicht bloS Theologen, Culturhistoriker und Literatoren, sondern auch daS gebildete Publikum in Wahrheit zu intereffiren, wenn er in seiner Bibliotheca rabbinica eine Reihe alter Midraschwerke in fließender, deutscher Uebersetzung vorführt. Zunächst wird er den Midrasch Rabboth bringen, welcher in sich die Midraschim 1) zu den fünf Büchern Moses und 2) zu den fünf Megilloth (Hohes Lied, Klagelieder Prediger SalomoniS, Ruth und Esther) enthält. Und zwar sollen zuerst erscheinen: Midrasch Bereschith, n»»6nattn-rs,d. i. die allegorisch moralische Auslegung zur Genesis, in ungefähr 5 und Midrasch Koheleth, nl.ip ttmo, d. i. die allegorisch moralische Auslegung, zum Pre-! diger Salomonis, in 2 Lieferungen, an die sich dann die übrigen Midraschim in ungefähr 12 Lieferungen reihen. Preis jeder Lieferung (deren alle 2 Monate eine in der Stärke von 6—7 Druckbogen erscheinen soll) ist 2 Mark. Der Synagogen-Borstand der Pommerschen Stadt Labes hatte sich beschwerdeführend j an die Königliche Regierung in Stettin gewandt, j weil der Conrector Herr Gentzke während des! Schulunterrichts die Juden mit Schmarotzerpflan-! zen verglichen hatte. Der Synagogen-Vorstand hat nun einen Bescheid von der Königlichen Behörde erhalten, in welchem eS heißt: „Der Vorgang ist dieser gewesen, daß — nicht in der Geschichtsstunde, wie die Beschwerde unrichtig behauptet, sondern in der Französischen Stunde im Anlaß einer Belehrung über den auf die Rechtschreibung im Französischen influirenden Unterschied zwischen den Juden als Volk und den Juden, welche dies nicht mehr sind, die Letzteren von dem Lehrer mit Schmarotzerpflanzen verglichen wurden, um den Schülern das äußere Sichansetzen statt des inneren Hervorwachsens deutlich zu machen. Der Conrector Gentzke stellt durchaus in Abrede, diesen Vergleich in einem gegen die Juden gehässigen Sinne gemacht zu haben und erklärt, daß, wenn er daran gedacht hätte, daß unter den Schülern ein jüdischer Knabe sei (Otto Simon), er sich aus pädagogischen Rücksichteu anders ausgedrückt haben würde. Derselbe hat auch sofort gegen diejenigen Schüler, welche in mißverständlicher Auffassung seiner Aeußerung sich zu Schimpfreden gegen jüdische Knaben hatten verleiten lassen, die gebührende Strafe eintreten lassen. Nach dieser Sachlage bedarf es selbst nicht mehr einer warnenden Belehrung des ConrectorS Gentzke und noch weniger kann von einer vorläufigen Entbindung desselben von seinem Amte die Rede sein. Eine Zurückhaltung jüdischer Knaben vom Schulbesuch hat sich übrigens bis heute nicht gezeigt. Wäre dies geschehen, oder geschähe es noch, so würden die gesetzlichen Schüleroersäumnißstrafen gegen die Thäter einzutreten haben. Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen. Wagner." . . . Wir gratuliren dem Herrn Conrector; bei dieser Auffassung der Sachlage von Seiten der Regierung ist der Herr Conrector reif zum — Avancement. — Oesterr.«Ungar. Monarchie. Karezag Sowohl ich als die orthod. Gemeinde Brezova hatten in einer Woche einen zweifachen Verlust erlitten, »iw \ai pwn mn Verfasser des »iw p, verschied nach längeren Leiden -}b p"v zum großen Schmerze seiner Gemeinde, zum tiefen Bedauern aller seiner Bekannten. Bei dem Leichenbegängnisse hielten die ehrw. Herren Rabbiner aus Miawa, Szenitz Zerbo , Witenz und Werbotz einen den großen Verdiensten des Heimgegangenen entsprechenden Heßped Alles war erschüttert, Alles war von dem herber Schmerz ergriffen, den das Dahinscheiden eine! pnyi in unserer Brust wachgerufen. 4 Tag! später verschied, inmitten ihrer regsten Wirksamkeil meine theure Mutter ino«, eine v'N nscw npis und vergrößerte den Schmerz sowohl in unseren Familienkreis als auch in dem Kreise der trauernd den Gemeinde, n»«n bj »j’yi pi nwtfj inDt* »nrv| Sie lebte nicht um Vergnügungen nachzugehen, sonI dern um nun? o»J2 rbim zu sein, und ihre np-nl ohne Unterschied der Religion, hatte keine Grenzen Salomon Schuck,j] Bezirks-Rabbiner. | Pesth. Jüngst wurde hier in der Sanitäts commission die Beschneidungsfrage behandelt. Nich etwa, ob es der Juden gestattet sei, auch fernerhi ihre männlichen Nachkömmlinge zu beschneiden ode nicht, sondern, wer dieselben zu beschneiden Hab das war die große Frage, die bisher noch niä entschieden ist Und das kam so: Bekanntlich leidet unsere Metropole an eine! Ueberfluß von Aerzten, wie kaum eine andei Hauptstadt. Daß bei einem solchen Embarras d richesses nicht alle derart beschäftigt sind und sei können, wie sie wollten. versteht sich wohl w selbst. Run verfielen einige solche allzuunbeschä tigte Aerzte auf die Idee, sich dadurch ein gut!

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