Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 47 (19.11.1879)
- Date
- 1879-11-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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garn, dann auch in Deutschland ist wiederum hinzugetreten, so daß auch in diesem Jahre nicht nur die Lücken ausgeglichen, sondern von den hinzugekommenen Beitragen übertroffen wurden. Zwei und zwanzig Jünglinge haben im abgelaufenen Jahre das Seminar besucht, die sich nicht nur aus Deutschland sondern auch aus außerdeutschen Ländern, zum Theil sogar aus Holland und England recrutiren. — Die Einnahmen des verflossenen Jahres belaufen sich auf circa 40000 M., während die Ausgaben circa 27oOO M. ergeben, mithin ist ein Ueberschuß von circa 13uC0 M zu verzeichnen. Der Bestand am 1. September 1879 hat die ansehnliche Summe von 1350oO M. erreicht. —■ Diese Zahlen lassen jedes weitere Wort über die günstige Fortentwicklung des Rabbiner- Seminars, überflüssig erscheinen. Durch die dem Brichte vorangehende Programmarbeit des Herrn vr. A. Berline', hat dieser wackere Gelehrte eine seinen zahlreichen, gediegenen Leistungen auf dem Gebiete der jüdischen Wissenschaft ebenbürtige Abhandlung geliefert, die dessen staunenswerthe Belesenheil in der talmudischen Literatur und besonders im Talmud Jeruschalmi und den Midraschim aufs Neue bekundet. Einige wenige Bemerkungen, die wir uns an einzelne Punkte dieser Arbeit zu knüpfen gestatten, sollen weniger als eine Kritik, wie als ein Beweis für das anregende Interesse gelten, das eine auch nur flüchtige Lectüre dieser Abhandlung, bietet. S. 14 werden mehrere Fälle aufgezählt, in welchen das w'n n'K Alphabet Anwendung findet. Hier wäre nach Midrasch Jalkut zu Samuel I. 1, nachzutragen, wo Rabbi Jochanan inn«c)DN im pn8 j'p'-vOa, wie daselbst das tw n« Alphabet bezeichnet wird, erklärt. S. 22 heißt es: „Die phonetische Aehnlichkeit zwischen d und r wird im Jeruschalmi Berachoth II. 4 hervorgehoben, um vorzuschreiben, daß das? in ran (Num. 15. 40.) uud das d in hdh (Ps. 118. 1.) recht nachdrucksvoll ausgestoßen werden. (rnn8 Es handelt sich hier jedoch nur, was das Wort non betrifft, um eine solche Verwechselung, während bei ran offenbar einer Verwechselung des i mit A vorgebeugt werden soll. S. 30 ist bei den 5 Versen yon nn8 noch als sechster 1. B. M. 34 7 jo iw upy^ ra oj/dbjo rnti'n nachzutragen, der im Jeruschalmi — citirt von inx 'J t"p 'om — als solcher erwähnt ist. S. 31 wird das nsi p’m in Baba Bathra 21 als sprachliche Correctheit bezeichnet, ohne daß dafür einen Beweis erbracht wird. Die gewöhnliche Auffassung, wie sie Raschi zur Stelle gibt, ist dagegen, da die sprachliche Eorrectheit noch durch Hinzufügung von ausgedrückt wird, wie z. Bin der auch vom Verf. citirten Stelle Erubin 53. 'pyj. S. 43 führt der Verf. Ewalds Ansicht über die Eiaerithümlichkeit an, die im Hebräischen bei den Zahlwörtern darin hervortritt, daß bei den Zahlen von 2—10 der zu zählende Gegenstand im Plural beigefügt wird, während bei den weiteren Zahlen der Singular zu stehen pflegt. — Bei dem häufigen Hinweisen auf Hirsch's Pentateuch. Commentar, die sich in dieser Arbeit vorfinden, mag es am Platze sein daran zn erinnern, daß Hirsch zu Gen. 47. 29. diese Eigenthümlichkeit ebenfalls in dem Ewald'schen Sinne erklärt, diese Erklärung aber in einer viel geistvolleren Weise motivirt als es in dem Citat von Ewald der Fall ist. (In Parenthese sei hier noch auf Hirsch's Pentateuch-Commentar zu Gen. 1. 28. verwiesen, wo die hebräische Spracheigenthümlichkeit das Zahlwort für weibliche Hauptwörter männlich und für männliche weiblich zu gestalten, eine treffliche Erklärung findet.) S. 41 heißt es: „Aus vnx v'yw folgert Sifre (Num. 11. 16.). daß alle diese Vertreter zusammen eine Körperschaft bildeten, in der Einer wie der Andere gleichen Rang einnahm." Aus dem Wortlaut der betr. Stelle: '8jn irptp □’^DEn O'P'N'U mi3J '8y neun dürfte eher die gleiche Befähigung als der gleiche Rang zu folgern sein. Daß dieser nickt gleich war. resultirt zudem aus der Mischnah Sanhedrin I. 1 und — nsox mvr ‘i poj 8p niffoi ijpin t£/\x wyo '8 .i"' p-nnjD D'jnty iöin Trier, 27. Cheschwan. Rabbiner Dr. Ehrmann. CH. D. Lippe's, Bibliographisches Lexicon der gesammten jüdischen Literatur der Gegenwart und Adreß - Anzeiger. Wien 1879. Verlag des Herausgebers. U. Herminengaffe Nr. 8. Es ist ein vorzügliches Handbuch, von welchem uns bis jetzt 3 Hefte, die ungefähr die Hälfte des Buches bilden werden, vorliegen. Der auf dem bibliographischen Gebiete rühmlichst bekannte Verfasser hat sich zur Aufgabe gestellt, das Nachfoljj gende zum Inhalte seines „Anzeigers" zu machen, i 1) Lexikalisch geordnetes Schema mit Adressen ij von Rabbinen, Predigern, Lehrern, Cantoren, ü Schriftstellern, Freunden und Förderern der jüdi- | schen Literatur, Bibliotheken und Bibliothekaren, |1 Rabbinen-Seminarien, rreren, Vereinen zur Förde- 8