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Der Israelit · 1879-11-12 · Heft 46 (12.11.1879) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 46 (12.11.1879)
Date
1879-11-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1226 8"r Dwsnn B’Jiwn mawni Q»tcmo , vorfinden. Trotz der knappen Form dieses Commentars, die der Vers, aus ökonomischen Rücksichten wählte, wirft derselbe ein ganz neues Licht auf den seltenen Werth des \n:n sojn. Die überraschende Fülle von Stellennachweisen, die treffende Richtigstellung corrumpirter Lesarten, zeugen aber andererseits auch von der genialen Bedeutsamkeit des Commentators. die übrigens aus früher edirten Schriften desselben allen talmudisch gelehrten Kreisen längst bekannt ist. Auch sind Druck und Ausstattung des Buches so überaus ansprechend, daß sich alle Vorzüge vereinigen, um dem großartigen Werke eine recht beifällige Ausnahme und Verbreitung zu sichern. E. Zeitungsnachrichten und Corresponvenzen. D e n t s ch l a n d. Aus Württemberg. Der Staatsauzeiger vom 15. Okt. c. enthält eine B kanntmachung k>er k. isr. Oberkirchendehörde, betreffend das Rechnungsergebniß der isr. Centralkirchenkasse Pr. 187 r 78. Hienach betragen die laufenden Einnahmen dieser Lande-cultuseasse an Capitalzins, Landesumlage. Beiträgen der Gemeinden zu den Rabbinatsgehalten, Cassenvorrath und freiwilligen Beiträgen größerer Gemeinden für arme Gemeinden zusammen Ri. 41024. 35 Pf., wozu die k. Staatshauprcasse M. 25323. 27 Pf. znschießt, die Summe aller Einnahmen zuzüglich fremder Gelder beträgt M. 82195. 24 Pf. — Die Ausgaben betragen für Aufsichts- und Verwaltungskosten M. 7934. 46 Pf. Rabbinatsbesoldungen und Quiescentengehalte M- 24402. 28 Pf. Gehaltsaufbesserungen für Zehrer und Vorsänger M. 9847. 7lPf. Turnus- und Kirchenkosten M. 3937. 12 Pf. Unterstützung an Schulamtszöglinge und Gewerbslehrlinge M. 1029. 86 Pf. und Sonstiges M. 16641. 21 Pf. Die Gefammtausgabe fummirt sich auf M- 74309. 56 Pf. und das Vermögen beträgt einschließlich der Pensionscasse für die Rabbiner und Vorsänger auf 30. Juni 1878 M. 163400. 40 Pf. Cassel. In der hier erscheinenden „Hessischen Schulzeitung" wird in einem Aufrufe an die isr. Lehrer Hessens, in voraussichtlich sehr erfolgreicher Weise für den „Israelit" Propaganda gemacht, indem ihnen von der Lectüre des „Israelit" abgerathen wird. Da verbotene Früchte süß schmecken,; so werden die Herren Lehrer, welche bis jetzt den j „Israelit" nicht gelesen haben, ohne Zweifel so-! fort das ihrige thun um dieses gefährliche Blatt! kennen zu lernen. Der „Israelit" ist zwar in unj serer Provinz so gut vertreten, daß es thatfächlich i keine noch so kleine Landgemeinde gibt, in welcher j er nicht gelesen wird. Aber eine solche Aufforderung wird sicherlich nicht verfehlen, den Leserkreis , des „Israelit" noch weiter auszudehnen. — Dem „Israelit" wird in jener Aufforderung zum Vorwurf gemacht, daß er dem Caffeler Seminar nicht hold fei. Das mag richtig sein. Aber daran ist nicht der „Israelit", sondern das hiesige Seminar! schuld. Wenn das Seminar noch viele solcher netten Pflänzchen ausgestellt har, wie es der ' Schreiber dieser verlogenen Aufforderung ist, so; wird man die Antipathie des „Israelit" gerecht- : fertigt finden. Als wertere Empfehlung für den „Israelit" wird auch noch der Wunsch des Herrn Landrab-! biners Er. Adler angeführt, der denselben gern! aus der Provinz verbannt und durch ein Reform-; Blatt ersetzt wissen will. Aus demselben Grund,! aus dem der Herr Landrabbiner dem „Israelit" I gram ist, sind die Gemeinden der Provinz dem „Israelit" hold. Wir können übrigens im Ernste necht glauben, daß der Herr Landrabbiner ein Blatt verdrängt wissen mochte, das so viel dazu beigetragen hat, ihn erst recht bei seinen Gemeinden bekannt zu machen. - Jedenfalls halten wir ihn für zu vernünftig, einen solchen Wunsch zu äußern, da er alle Ursache hat, mit dem „Israelit" nicht anzubinden. Es ist uns zwar bekannt, daß Herr Er. Adler vor längerer Zeit hie und da einzelne Lehrer nach ' der jüdischen Zeitung gefragt hat, welche sie lesen und dann für die Philippson'sche „Allgemeine"! Propaganda machte, der „Israelit" habe so viele Annoncen rc., daß er schon deshalb langweilig fein müsse. Die vernünftigen hessischen Lehrer, wissen aber gerade in den vielen Insertionen des „Israelit" einen Vorzug zu würdigen, den sie in den angepriesenen Reformblättern vergeblich suchen, und es fällt ihnen übrigens nicht schwer, noch andere Motive für diese Adler'schen Antipathien gegen den „Israelit" zu finden. Der „Israelit" ist übrigens, wie bereits erwähnt, hier und in der Umgegend so vielfach vertreten, daß auch ohne derartige Aufforderungen und Wünsche dessen Verbreitung hinlänglich gesichert ist; doch ziemt es jedenfalls das Bestreben des Herrn Er. Adler und des Lehrer A. — der Verf. der famosen Aufforderung an die hessischen Lehrer — hiermit die gebührende Anerkennung auszusprechen.

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