Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 46 (12.11.1879)
- Date
- 1879-11-12
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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1220 Pflichten von ihm in Rechte verwandelt wurden, ' er besonders aber das alleinige Recht beanspruchte, ' Cultusbeamte anzustellen." Diese Darstellung entspricht nicht der Wirkj lichkeit. WaS das Stimmverhältniß betrifft, so ' bin ich allerdings nicht in der Lage dasselbe festj stellen zu können. Es ist dies füglich auch ein z untergeordneter Punkt. Thatsache jedoch ist, daß Herr Reisner selber mir am Tage der Wahl telegraphirte, daß ich fast einstimmig gewählt sei, und in einem dem Telegramm folgenden hebräischen Briefe ebenfalls wörtlich schrieb: mrDJ ins« ns öj/ödp uhn ")V y’TK rum Ich lege Telegramm und Brief hier bei und bitte eine geehrte Redaction die Einsichtnahme zu bestätigen*). Jedenfalls aber entspricht es nicht der Wahrheit, daß ich die Anstellung von Cultusbeamten als alleiniges Recht beansprucht hätte. Es wurde mir von dem dortigen Vorstand ein Vertrag zur Unterschrift zugestellt, den ich in mehreren, wesentlichen Punkten nicht billigen konnte. Das den Vertrag begleitende Schreiben des Vorstandes setzte selbst die Annahme voraus, daß der Vertrag meinen Erwartungen nicht entspreche, ersuchte mich aber dennoch ihn pure zu unterzeichnen. Ich schlug jedoch für die mir nicht convenirenden Paragraphen eine andere Fassung vor, die dann der Verwaltung der dortigen Gemeinde nicht entsprach. Die von mir verlangte Fassung betr. Anstellung von Beamten lautete wörtlich: „Der Rabbiner prüft die Lehrer und „Schächter, sowie alle für das Religionswesen „Angestellten und Anzustellenden, und können „solche Beamte zwar ohne seine Zustimmung entlassen, aber nicht angestellt „werden." Der Unterschied zwischen dem von mir Verlangten, und dem mir von Herrn Reisner Inst» nuirten ist offenkundig genug, um kein Wort weiter darüber zu verlieren. Gleichzeitig bemerke ich, daß auf etwaigweitere Correspondenzen des Herrn R. eine Entgegnung meinerseits nicht erfolaen wird. Rabbiner Dr. Ehrmann. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. D. Sz rdahelh. (Ungern verspätet.) Gestatten Sie mir von einem Manne zu berichten, i durch dessen Tod nicht nur seiner Familie, seiner j Gemeinde, sondern dem ganzen orthodoxen Judenj thum und speciell den Armen des heiligen Landes j *) Geschieht Hiermil. — Jicb. | eine tiefe Wunde geschlagen wurde. Herr MoseS Frey, der edelste, in unserer Gemeinde hervorragende, mit Glücksgütern gesegnete Mann wurde uns «an o '3 'n dv2 nach kurzem Krankenlager im Alter von 68 Jahren entrissen. — Alle seine edlen Thaten aufzuzählen, würden den Raum Ihres geschätzten Blattes zu sehr in Anspruch nehmen. Obwohl der Verstorbene stets an der Spitze stand, wo es galt, Gutes zu fördern, nahm er nie Ehrenstellen an, mit Ausnahme des Vorsteheramtes der °isn mm rron, die er zur Unterstützung der D’Gzm H’abn gegründet, und des Deputirtenmandates bei dem Congresse, in welchem er auf Seiten der mn non* stand, zu deren Gunsten er, nach der Aeußerung des hiesigen Rabbiners über 10-00 fl. opferte, und denen er auch durch seinen Connexionen in den höchsten Kreisen (so z. B. hatte er beim Exministerprästdenten Bitto freien Eintritt) viele Dienste leistete. Hunderte Rabbiner kleiner Gemeinden Ungarns subventionirte er jährlich anonym. Einen hiesigen pQd sammt Familie versorgte er mit muoi ]rr?w nom niro volle 26 Jahre. Die hier cursirenden Wechsel im Betrage von 2000 fl. eines andern min p, der dem materiellen Ruine nahe war, löste er ein und schickte sie ihm in's Haus. Jeden w‘'y ,n"nj/ und vertheilte er Geld an Armen. Der Gemeinde spendete er ein min 13D sammt itnp 'dv, ein rons und in der neuerbauten Synagoge ließ er ein prachtvolles itnpn auf eigene Kosten erbauen. Bei der welche Freitag unter großer Betheiligung selbst von Nichtjuden, stattfand, sprachen im Hause des Verstorbenen sein Sohn Jsak und sein Schwiegersohn Moses Bettelheim aus Preßburg. Im n"n'P, wohin sich sodann der Conduct bewegte, hielt Herr Rabb. Aßud eine tiefergreifende, kein Auge thränenleer lassende Trauerrede, in welcher der Redner, die kaum ihresgleichen findende nnDS npT*, die der Entseelte übte, uns enthüllte, und ihm die bei seinem Leben aus Bescheidenheit immer zurückgewiesene umo ertheilte. n'P'Wr, M. B. Rußland. Das in Rußland erscheinende Journal „Raffwet" bringt nachstehende Mittheilungen über die Zahl der ackerbautreibenden Juden in Rußland. Im Jahre 1858 zählte man im Königreiche Polen allein 28,391 jüdische Ackerbau-Kolonien mit einer jüdischen Bevölkerung von 26,396 Personen, die ein Areal von 205.603 Dessjatinen inne hatten. In den Gouvernements Kijew, Wo''ynien und Podolien bestanden im Jahre 1869 56 Kolonien mit e könnt« Halter der j Hand mag ' vorgel von j Zweck dischei im Kl das F bauer <2 § tigkeit lernen mann diger | und ai der gi als G bürg j gemeir Türkei bringe bischer daß si keinen Juden tete bi die L« Juden Unrect ziehen leiden sen jü zu bei war Gedar E welche