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Der Israelit · 1879-11-05 · Heft 45 (5.11.1879) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 45 (5.11.1879)
Date
1879-11-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1197 reihen sich in günstiger Weise denjenigen an. die jetzt Nu8iea sacra genannt werden. Eines ist es besonders, in diesen Compositionen, waS guten Eindruck auf uns macht, nämlich, daß der Verfasser es sorgfältig vermieden hat, denselben den Charakter einer Öpernmusik aufzudrücken — ein Fehler, in welchen jüdische Musik im Allgemeinen nur zu leicht verfällt. Der Verfasser sagt in seiner Vorrede zu dem Werke, dasselbe sei sowohl für die Synagoge als für den allgemeinen Gebrauch bestimmt und nach einem höchst einfachen, dem hebräischen Text und der musikalischen Correktheit gehöriger Rechnung tragenden Plane arrangirt, während die meisten früher erschienen Werke dieser Art bloß wahren Musikkennern zugänglich seien. — Dies ist in der That eine bedeutende Verbesserung, indem weniger musikalisch gebildete Vorbeter ohne große Mühe sich diese Arien zu eigen machen und dadurch eine Abwechslung in ihren Vorträgen machen können. Der Verfasser betrachtet es als sehr wichtig unsere Jugend in das Studium unserer nationalen Melodien einzuführen, die ebenfalls gleichsam ein Glied zur Verbindung mit einer Religion bilden, welche gleich anderen Confessionen so sehr von den Gefühlen abhängt, die in der Jugend eingeprägt werden. Der Autor spricht ferner die Hoffnung aus, er habe den Grund zu einem wahrhaft nationalen System jüdischer Musik gelegt. In den beiden ersten Bänden, bestehend aus Musik für den Sabbat, nimmt unserer Meinung rach der ym w mit verschiedenen Compositionen des intsHiT (S. 141—156) den ersten Rang ein, sowohl was die Schönheit der Melodie als den heiligen Charakter betrifft. — Unter mehreren nn nu1?, heben wir besonders den ersten für die rrp£D wegen seiner rührenden Musik hervor. Der „Jigdav (Seite 102) für drei Stimmen ist schön, wiewohl schwierig; ein anderer (S. 1<»9) ist wahrhaftig großartig. Der D^y px (S. 121) ist sehr kunstvoll, aber fast zu sehr ausgearbeitet für den Synagogen-Gebrauch. Der zweite Band enthält festtägliche Gesänge, vorzüglich alte, vortrefflich arrangirte Weisen. Die feinste Nummer in diesem Bande dürfte das noKO (S. 26) sein. Auch die Piecen nra 'n *pa und nmor o’yjN (alte Weisen) verdienen rühmenswerthe Erwähnung. Der dritte Band umfaßt Original - Compositionen von Psalmen. DaS melodische und charakteristische "ppa« *irw muß man nur hören, um es gehörig zu würdigen. -pmJDtPD hitt no (S. 50) ist ebenfalls sehr schön. Das rrnr6 -nona ist bemerkenswerth wegen der Einfachheit der Melodie und der hübschen Harmonie. Das -ison p (S. 105—128) wird gewiß von allen Liebhabern der künstlichen Schule bewundert werden. Solo, Chor finden alle eine Stelle in dieser Nummer. — Wir mögen noch hinzufügen, daß jede Nummer mit Piano-Forte-Begleitung und einem Texte in hebräischer, deutscher und englicher Sprache versehen ist. Wir wünschen dem Herrn Verfasser den besten Erfolg und hoffen, er wird den Lohn ernten, den seine Bemühungen und Unternehmungen vollständig verdienen. vr. W. Stern. ZeitrrsgSttackrichten und Correspondenzen. Deutschland. Schlimm (Provinz Posen), 23. Oct. Auf den Artikel aus Schrimm in Nr. 42 des „Israelit", fühle i<* mich, um falsche Auffassung unserer Verhältnisse zu vermeiden, verpflichtet, Folgendes zu erklären: Ad 1. Die Berufung des nicht einstimmig, sondern von 138 Stimmberechtigten mit 49 Stimmen gewählten Herrn vr. Ehrmann ist nicht wegen untergeordneter Punkte unterblieben, vielmehr aus schwerwiegenden Gründen, welche Vorstand und Repräsentanten zu einem einstimmigen Beschluß führten, den Gewählten nicht zu berufen. Die Gründe bestanden darin, daß die in dem Vertrage demselben auferlegten Pflichten von ihm in Rechte verwandelt wurden, er besonders aber das alleinige Recht beanspruchte, Cultusbeamte anzuftellen. — Ad 2. Es ist unwahr, daß die Vacanz hinausgeschoben wurde um vr. E. wi-der wählen zu können; es ist ferner unwahr, daß die Amtszeit zweier Vorstandsmitglieder abgelaufen ist; wahr ist nur, daß ich als Vorsitzender sofort nach Beendigung der Synagogenreparatur eine neue Vacanz eröffnete, daß die Wahl unter den vorgeschlagenen Candidaten von mir nicht vorgenommen worden ist, weil auch vr. E. unter denselben sich befand, ich aber, so wie noch ein Vorstandsmitglied nach Vorangegangenem diesen nicht empfehlen konnten. Es wurde mir, da die Zeit der Führung des Vorsitzes im Vorstande abgelaufen war. die Alternative gestellt als Vorsteher nicht wiedergewählt zu werden oder die Candidatur Ehrmann zuzulassen. Ich zog Ersteres vor, um meiner Ueberzeugung treu zu bleiben. Ad 3. Es ist unwahr, daß ich mich für einen Frankelianer begeistert hätte. Die vo« mir vorgeschlagenen Candidaten besaßen nnnn vom

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