Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 44 (29.10.1879)
- Date
- 1879-10-29
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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1178 „darüber bereits mehrfach Abhandlungen (oergl. „nsio Dnn Orach Chajim 72, uud Israel Lipp- „schütz im nacn nPsbs), die der Herr Rabbiner des „orthodoxen Rabbinerseminars zu ignoriren beliebte, „weil sie ihm nicht paßten." Welcher Schwindel, welche Unwissenheit, welche Pfäfferei! Zuerst der Schwindel. — In dem Hildesheirner'schen Gutachten ist von den Herren Breslauern nur behauptet, daß sie den pVa npo-taa Pwbü -mx übertreten, vom n"na hd\x ist nirgends die Rede. Ob es heute n~i gibt oder nicht, blieb ganz außer Discussion, wohl deßhalb, weil in der That die m e i st e n Decisoren diese Frage verneinen. Was nun n^cna bedeutet, ist so einfach, daß es selbst Breslauer wissen können, die nur den folgenden § 14 des Cap 845 im Schulchan Aruch Orach Chajim zu übersetzen verstehen. n>pm □’ r«» oipo? n^ona 'i nam nvh n"na Dnicyri reavLrei n"-n ,n"np naiCDn nwi ppi /' ny 'jd nojo wnip pnn pi ma: 'i by 'n la rtr>w Pm ,mpo .mtpy pioy u’xi 'n py "i Was in aller Welt haben diese Bestimmungen mit Magistraten und Kreisbehörden, mit Eisenbahnen, Flüssen und anderen Zeichen zu schaffen? Weil die Umgrenzungen durch Flüsse kenntlich sind, deßhalb soll' heute 'kein nPvna p Platz greifen können? Als ob es in jener Zeit, aus welcher der rw6 nntno ruxsin t,d\x stammt, keine Flüsse gegeben hatte! Man weiß wahrlich nicht, ob man mehr diese Unwissenheit anstaunen soll oder den Unsinn, in den sie sich kleidet, oder die Zumuthung, welche von einem Di'. Hildesheimer verlangt, bei nur einigem Nachdenken auf diesen Blödsinn zu verfallen. Aber es existiren doch darüber bereits mehrfach Abhandlungen, die dem Direktor des orthodoxen Radbinerseminars nicht passen und die er deßhalb ignorirt! Wir bitten und beschwören den Herrn Seminardirector Di-. Hildesheimer, wenn dem wirklich so ist. die bislang ignorirten Abhandlungen hujus generis doch sofort bekannt zu geben. Wenn sie auch wegen ihres Unverstandes ihm nicht passen sollten, ohne Zweifel haben sie dann einen Rabbiner der Breslauer Schule zum Verfasser, denn ein anderer bekömmt so etwas nicht fertig. Eine solche Abhandlung nach dem Schnitte, wie sie ihr Magdeburger Wortführer da liefert, setzte die Fähigkeit der Herren zur Bekleidung des Rabbineramtes in ein viel helleres Licht, als es die trefflichlten Gutachten vermöchten. Aber der Verf. des neio nnn und des rvwsn d PfcDKP! T Es hieße sich an den Manen dieser beiden s t>*rw Hin versündigen, wenn man solchen Nonsens nur bei ihnen suchen wollte. — Trotz des coller gialischen Tones, mit welchem von letzterem Herr n Dr. Rahmer per Israel Lippschütz spricht, glauben s wir so lange nicht an die Vertrautheit mit ihm £ bis er dessen Worte wörtlich citirt. Wir halten * es, wie gesagt, für ein Unrecht, deßhalb im nPs^a i nacpetjl nackzusuchen. Bis dieses Citat erbracht ist, mögen aber die r gesch. Leser aus der citirten a"y n"«isiDDnn ‘wn t> sich ein Urtheil über die Zuverlässigkeit Rahmeri scher Citate bilden. v Also, der Verf. des -isid Dnn soll der Gewährse mann für die Sabbatentweihenden Rabbiner der Breslauer Schule sein, er soll erklären, es gäbe heute kein n’Vana p mehr, ihm soll die Vaterschaft " der Thorbeit aufoctroyirt werden, daß in der gan- 8 jj zen tausendjährigen Vergangenheit keine Obrigkeit I das Recht gehabt habe, öffentliche Straßen beliebig 8 zu verbieten, das wäre erst ein Privilegium unsrer 8 Magistrate und Kreisbehörden geworden rc. rc und 8 was sagt die citirte naircn in Wirklichkeit? 8 ( Sie erörtert die Frage, ob es erlaubt sei, an 1 V einem Orte, an dem es am Sabbat | i m-ptf yt zu tragen gestattet ist, sich eines 8 s> von einem Nichtjuden geöffneten Regenschirms zu 8 bedienen, und hat demgemäß auch nicht durch ein 8 n einziges Wörtchen Veranlassung, von V'm und s npo-o oder auch nur vomn.xLrn ->id\x zu sprechen!! e Die Frage wird in der betr. naicrn zwar be- G jaht, dennoch aber leitet der Verf. diese Entscheiz düng mit den Worten ein: düvj pin \vyn nnm l D’TDn naipa bno& n-rs nipp ’äoo ’jx noix S .i’Dd prrp wdj neun irn fc Zst das citirt oder „angeführt"? — Wie schief t muß es um die Sache des Breslauer Rabbiner- 2 thums stehen, wenn man sie citiren muß, um den d Schein wenigstens zu retten! 1 l Und wenn selbst der Schein erst gestattet wäre, b bliebe doch noch eine große Erbärmlichkeit zurück.! n von der die Herren nicht einmal eine Ahnung zu k e haben scheinen. j f Der Verfasser des -ibid cnn war der Allers 3 erste, der den Begründer des Breslauer Seminars, fi den Direktor Frankel, durchschaut, erkannt und — d um auch einmal in der Sprache der „Jsr. Wochen-? v schrift" zu sprechen — „geassert" hat. Die Mänj u ner, die im Geiste des >"Li nsiv ntpo nan fortle- I Q den und wirken, die Hirsch, Hildesheimer und Leh- | 3 mann, haben die von Frankel inaugurirte Richtung, f d wie sie sich in dem Breslauer Seminar kundgibt, s '! bekämpft; welche Rolle spielen da Frankels Jünger, r