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Der Israelit · 1879-10-22 · Heft 43 (22.10.1879) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 43 (22.10.1879)
Date
1879-10-22
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1151 muß, wie diese wüthigen Hetzereien die ganze Schule discreditiren und entwürdigen. Wird dieser Fanatismus von den eigenen Parteigenossen nicht desavouirt, wird er getheilt und gebilligt, dann schädigt diese Billigung den letzten Rest von Achtung, den diese Anstalt noch genießt, viel empfindlicher , als ein ganzes Dutzend Gutachten es vermocht hätten. Dann bedarf es keiner Gutachten rabbinischer Autoritäten mehr, dann wird jeder vorurtheilsfreie, sittliche, gebildete Mensch, dann muß jede von diesem Treiben unterrichtete Gemeinde den Stab brechen über eine Partei, die mit solchen Mitteln fick erhält, und das wäre denn ein nicht zu unterschätzender indirecter Erfolg dieser Gutachten, den wir noch eingehend erörtern wollen. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 14. Oct. Von Herrn E. Chaim. Rabbiner zu Znin, gehen uns einige Berichtigungen in Bezug auf den Lebenslauf des Oberrabbiners Malbim zu. Der Vater desselben hieß nicht ntPD rmrr, sondern -ü'v ‘pfrrrp; die in Triest verhandelte Streitfrage wird in isid onn d'V'e/ ic-d O"li miN verhandelt, daselbst wird auch der Namen des sei. Malbim erwähnt. — Das Werk L"ki.-> niLin hat Mpublicirt, bevor er das Rabbinat in Wreschen übernahm. Als er in genanntem Orte Rabbiner wurde, zählte er bereits 28 Jah^e. — Wir benutzen diese Gelegenheit, um unsre Bitte um Unterstützung der Hinterbliebenen des großen Mannes edlen Glaubensgenossen wiederholt recht warm an'sHerz zu legen. Oesterreichisch - Ungarische Monarchie. Prag, 1. Oct. In der gestrigen Sitzung der Cultusgemeinde-Repräsentanz wurde endlich nach einem langjährigen Provisorium die Stelle des Prager Oderrabbiners besetzt. Die aus acht Mitgliedern zusammengesetzte Vorberathungscommission, welche seit Ende März l. I. thätig war, hatte nach sorgfältigster Prüfung und eingehendsten Erhebungen unter mehr als 30 Candidaten, welche zum Theile sich selbst beworben, zum Theile von den hervorragendensten Autoritäten empfohlen waren, Herrn Marcus Hirsch, d. Z. Oberrabbiner in Altofen einstimmig in Vorschlag gebracht. Diesem Anträge ist die Repräsentanz nach Vorlesung des motivirten Berichtes einstimmig beigetreten. Ueber den bisherigen Lebenslauf und die bisherige Wirksamkeit des Herrn Oberrabbiners Hirsch können wir Folgendes mittheilen. Derselbe steht im besten Mannesalter und machte seine theologischen Studien auf mehreren der bedeutendsten Talmud-Hochschulen Ungarns, besuchte in den ersten fünfziger Jahren die hiesige Universität und gleichzeitig die Vorträge des berühmten Oberrabbiners Rappoport. Im Jahre 1855 wurde er als Bezirksrabbiner nach Karczag, im Jahre 1861 als Oberrabbiner nach Altofen berufen, welche Stelle er noch heute nach 18 Jahren bekleidet. Berufungen nach Raab (1871) nach Papa (1873) lehnte ertrotz der ihm gebotenen glänzenden Bedingungen aus dem Grunde ab, weil in diesen Gemeinden jene Streitigkeiten bereits begonnen hatten, welche zur Trennung in zwei feindlich enlgegenstehende Parteien führten. Anfangs der sechsziger Jahre berief ihn das ungarische Cultusministerium in jenes Comit4, welches mit der Ausarbeitung des Organisationsstatuts für die ungarische Rabbinerschule, sowie mit dem jüdischen Schulreferate betraut war. Cultusminifter Eötves verwendete ihn als Referenten in allen jüdischen Angelegenheiten und entsendete ihn 1867 speciell als Regierungscommissär nach Kaschau, wo im Schooße der Cultusgemeinde zwischen den Orthodoxen und Reformern Streitigkeiten ausgebrochen waren. Sein hierüber abgefaßtes Gutachten gibt ein klares Bild seiner religiösen Richtung. Zur Zeit der Errichtung des ungarischen LandeSrabbiner-Seminars wurde ihm die Directorstelle und die Professur der talmudischen Fächer angetragen, welche er jedoch aus dem Grunde ablehnte, weil er die Verantwortlichkeit für den Erfolg nicht übernehmen wollte. Feuilleton. Der neue Höeramtmann. Erzählung aus dem dritten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts von S. Kohlt, Verfasser von „Gabriel". (Fortsetzung.) „Was war das?" frug Anna. ,,Vor einigen Monaten brach, wie den Herrschaften bekannt ist, in der Judcngasse unseres

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