Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 43 (22.10.1879)
- Date
- 1879-10-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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1144 Wallung sehr viel p£Pi cnP ncyn nrnpn px non nnb Dnpjn. -- Die ungeahnten neuen Errungenschaften haben von Neuem gezeigt, daß der himmlische Vater diese Wiederaufrichtung der Trümmer Seiner heiligen Stadt in Seinen besonderen Schutz genommen und den menschlichen Bestrebungen Seinen erweiternden und bereichernden Segen angedeihen läßt. Das aber muß uns umsomehr zum Sporn sein, immer rüstiger in diesem heiligen Werke vorzuschreiten. Denn ist auch G. s. D. schon ein großer Theil dieses schönsten, gesündesten und in nächster Nähe unserer heiligsten Stätte befindlichen Grundstückes bereits bebaut; so harret doch noch ein eben so großer dess lben der baulichen Ergänzung. Mögen sich daher recht viele unserer hoch herzigen edlen Brüder und Schwestern auch dieser Stätten erbarmen; und, wenn der Herr sie dazu in den Stand gesetzt, durch größere Widmungen einen schleunigen ferneren Fortschritt ermöglichen, aber auch diejenigen, die solches nur in kleinen Beträgen zu fördern im Stande, mögen diesen Tribut recht oft der heiligen Stadt zollen pipi nm’ t Pp, namentlich in p"~x in der größte Tribut groschenweis entstanden. Speciell aber richten wir auch die Bitte an unsere edlen Männer und Frauen, die hochherzigen Widmungen der Familie des Rabbiners Frenkel P"y* in Frankfurt a. Main mit nmn n£D oder sonstigen Schenkungen dafür .und Ausschmückung der Synagoge zu ergänzen. pnn ,0’p£D3 no^1 .cPem-v rum po nma.m .nooE ritr.ei npns» ww cnP mm □,ctpn nzm Berlin und Ungvür, p"sb -NL'pP xdd p. Das Central-Comitö für den Bau der Israel. Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. vr. I. Hildesheimer. H. Mannheimer. Berlin. UngvLr. G. Hirsch. Berlin. Zeitungsnachrichten ölf Cvrrefpondenzen. Deutschland. Bad Homburg» Mit dem letzten Sonnenstrahl des bereits Hingeschiedenen Jahres 5639 schied ein an Frömmigkeit und Tugend reiches Leben aus unserer Mitte, und brachte Trauer und Schmerz sowohl in den engeren Familienkreis desselben, als auch in den Kreis unserer ganzen Gemeinde, indem Frau Thekla Binge, die tugendhafte Gattin des Königlichen Regierungs-Anwalts Herrn S. Binge. das zeitige Leben verlassen, um in die reichen Gefilde des Jenseits einzu< treten. Dieselbe, der sehr würdigen und frommen Familie Vogel aus Sprendlingen in Rheinhesfin entstammend, war ein Pn new im wahrsten Sinm j des Wortes zu nennen.? Sie war es, die ihrem geehren Gatten rathenP; helfend und ermunternd zur Seite stand, darrst; dieser, trotz seiner großen Praxis, die heiliger du'l) e'D’i mrmj? in schönster Weise heiligen uni feiern konnte, ja es ihm möglich machte, täglich! Abends und Morgens die Synagoge zu besuchen, | sogar stets von den nunrio rnv'p zu sein, sein;; segensreiche Thätigkeit nnd einflußreiche Stellum l zu Gunsten der ungetrübten Entfaltung und Stär 1 kung der religiösen Interessen als Vorstand der * israelitischen Gemeinde zu verwenden. Frau Binge war es, die ihr Haus zu einen nox cmzsx Ptcf -no zu gestalten strebte; jeder! nrnn ]2, sowie überhaupt jeder Hilfsbedürftige fast! Platz an ihrem Tische, Unterstützung und di r freundlichste Aufnahme in ihrer Familie. Mit welcher innigen Hingebung sie ihre Pflichte! als Gattin übte, erlauben mir uns, nur ein Bei spiel mitzutheilen. Herr Regierungs-Anwalt Dinrr hatte sich durch den Besuch eines internirten Frem den, den er offiziell bei Gericht zu vertheidiger hatte, die Blatternkrankheit zugezogen, und erklär! der ihn behandelnde Arzt, daß solche eine äußer! gefährliche und höchst ansteckende sei und rieth zu strengsten Jsolirung der ganzen Familie und zu Annahme eines besonderen Wärters. Frau Bing lehnte sofort letzteren Vorschlag entschieden, ja mi Entrüstung ab und sie allein pflegte mit eigene * Lebensgefahr ihren treuen Gatten in sechswöchent > licher, unausgesetzter Thätigkeit und Hingebung. j Unmöglich ist es, die reiche Fülle ihrer Menschen! freundlichen Handlungen auch nur im kleinste!! Maaße anzudeuten, — da sie es besonders liebt; | -»nD3 (HO zu üben; jeder Arme und Unglücklich! hatte in ihrem reichen Herzen eine Stätte gesund; i — sie dachte und sorgte für ihn, wenn auch de: j selbe schon längst nicht mehr an sie dachte m j nicht mehr wähnen konnte, in ihrem Gedächtnis! i zu leben. 1 In den Stätten der Lust und Freude, in dc Kreisen der Vergnügungen sah man Frau Bin; äußerst selten, ja fast gar nicht — aber in bt i dunklen Hütten der Armuth. in den trüben Häusel der Roth und des Unglücks, dort erschien sie al leuchtender Engel der Hilfe und des Trostes. Insbesondere wendete sie ihre Aufmerksamke und Hilfe den verschämten, sowohl den israeli tischen als auch nichtisraelitischen Arrrir zu, und hat sogar, wie man vernommen, ihn