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Der Israelit · 1879-10-22 · Heft 43 (22.10.1879) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 43 (22.10.1879)
Date
1879-10-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1143 zu Jerusalem dieselbe Bitte an die Alliance gerichtet. Diesem anzustellenden Talmid Chacham soll es obliegen, für den religiösen Unterricht der Knaben und für die Beobachtung der göttlichen Gebote Sorge zu tragen und soll dieser T. CH. nicht dem Director der Anstalt, sondern lediglich dem Central Comitä der Alliance unterstehen. — Hoffen wir, daß die Alliar.ce Angesichts der erwähnten Thatsachen sich dieser so berechtigten Bitte nicht verschließen möge. Es ist ja nicht die Absicht der All., unsere heilige Religion zu zerstören, sie will ja nur die Knaben zu tüchtigen, arbeitskräftigen, fleißigen Menschen erziehen. Das läßt sich mit der strikten Beobachtung der israelitischen Religions- Gesetze ganz gut vereinen. Der anzustellende T. Ch. wird jedoch aber so tüchtig wie energisch sein müssen — er wird eine Augias-Stelle zu reinigen haben. Nachschrift: Nachdem wir Obiges bereits dem Drucke übergeben, erhalten wir die erfreuliche Miltheilung, daß die All. Jsr. Univ. den würdigen und gelehrten Rabbi Eliahu Sassun, aus Äle.'ppo gebürtig und bisher in Jerusalem wohnhaft, zum Leiter der religiösen Angelegenheiten der Ackerbauschule zu Jaffa ernannt hat. Ganz dem Wunsche der Rabbiner zu Jerusalem entsprechend, wird derselbe dem Director der Anstalt nicht untergeordnet sein, dagegen die Pflicht haben, für die Erfüllung aller religiösen Vorschriften, für den Thora. Unterricht der Knaben, für die Beobachtung der Sabbathe und Feiertage, für das Kaschruß der Speisen, für Handhabung von O'rr-2 nntpyoi nionn rc. einzustehen. Wir beglückwünschen das Central- ComitH der Alliance zu diesem ruhmwürdigen Schritte. Die Israelitischen Armen- und Pilger- Wohnungen in Jerusalem. (Schluß.) Aber noch zu einer anderen uns nicht weniger unerläßlichen und nicht weniger ersprießlichen Ergänzung des Besitzthumes hat uns der himmlische Vater, „der die Thore ZionS und die Wohnungen JeruscholajimS liebt", in letzterer Zeit begnadet, indem ein sich schon jahrelang hinziehender Grenzstreit mit zwei Sephardim mit einem Geldaufwande von im Ganzen 35 Lire lürk. vollständig beigelegt werden konnte. — Durch die diversen Bauten wurde auch Platz zur Einrichtung separater Küchen, welche in einigen Wohnungen fehlen, gewonnen, und bei einer aus zwei Zimmern bestehenden, die der Lage nach nur für einzeln stehende Personen, denen ein Zimmer genügen würde, geeignet, ward es durch Anlegung einer zweiten Separatküche ermöglicht, die Wohnungen zu theilen, wodurch also noch eine Wohnung mehr zur Vertheilung kommen kann. — Wie sollen wir Worte des Dankes gegen finden, der uns in Seiner großen Gnade in den Stand gesetzt, in so ergiebiger Weise den Ausbau der nain fortzusetzen! Ja nn -ip TiDn a*?) ycm umy und zu Ihm steigt unser inbrünstigstes Gebet auf: naj1? mn'rN 'n lj’sc'ün — Endlich ist ohne unser Hinzuthun durch den unerforschlichen Rathschluß Gottes noch eine Wohnung verfügbar geworden. Einer derer, welcher sich auf dem Grundstücke der mono tü nach den im Statut derselben festgestellten Modalitäten aus eigenen Mitteln zweier Häuser erbaut hatte, starb im verflossenen Jahre, und da er seiner Frau vor seinem Tode einen absoluten Scheidebrief gegeben hatte, so verlor dieselbe ganz das Anrecht, welches sie als Wittwe noch an diesen Wohnungen gehabt hätte. Jndeß kam es zum Ausgleiche mit derselben, so daß ihr eine der Wohnungen, so lange sie dieselbe factisch persönlich benutzen werde, gelassen, die zweite aber den Seitens des Localcomitäs zur Vertheilung kommenden einverleibt wurde. Nach Aufzählungen der besonders vielen Erweiterungen und Verbesserungen der Bauten während der 3—4 Jahren ist es tiefempfundenes Bedürfniß den Männern den Tribut des innigsten DankeS zu zollen, denen wir nächst Duvn und unfern hochherzigen Brüdern und Schwestern, die uns mit den Geldmitteln zur Ausführung alles Obigen versehen, ganz besonders das Erreichte verdanken. Es sind dies die Mitglieder des Localcomites in DGtcn-)', die Herren Jochanan Schönlank (Marcus), Meyer Schönbaum und M. I. Goldschmidt. Wer die unsäglichen Schwierigkeiten kennt, die sich im Orient solcher Ausführung noch weit mehr als im Occident entgegenstellen; die fast underhältnißmäßig größere Kraft der Hitze und des Regens, den niederen Culurstand der Arbeiter, und auch in normalen Zeiten der Verwaltung die Geduld mit der fo leicht aufgeregten verhältnißmäßig so wenig an Ordnung gewöhnten Bevölkerung zu beurtheilen weiß, der weiß die Selbstlosigkeit dieser unermüdlich im Interesse der heiligen Sache thä- Ligen Männer zu beurtheilen. Die Werke verdanken ihrer umsichtigen und gewissenhaften Ver-

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