Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 40-41 (13.9.1879)
- Date
- 1879-09-13
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447797-2447837--16737-2472733- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1094 es nun: .peon by dx iox ,ojx ^xa dx o ">öx ~pb; 'oi SxA’ x^ff itüd #,n xS bXA' xb ix ^xa* ’^x dieser dazwischen geschobene aus hat nur Sinn, wenn wir es als den Eigennamen des näheren Verwandten der Ruth vom Vf. aufgefaßt denken; hier haben wir aber eine unzweifelhaft rabbanitische Erklärung des Ruth 3, 13 vorkommenden Wortes aus vor uns. S. Midr. Ruth, Abth. to nnjn. Die Wissenschaft ist den Herausgebern für ihre treffliche Arbeit zu großem Danke verpflichtet, möge das Publikum auch durch die That zeigen, daß es den redlichen Fleiß gewissenhafter Forscher zu würdigen weiß. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Berlin. Oie hiesige „Germania", die es stets yls einen Theil ihres Berufs betrachtet zu haben scheint, über die Juden herzufallen, feiert in den letzten Wochen förmlich Orgien der Judenfresserei. Possierlich ist es aber zu sehen, wie jene Herren der „Germania" sich gegen die Schriften verhalten, welche den Judenfeinden die Wahrheit ins Gesicht zu sagen wagen, die sachgemäß und besonnen alle die Beschuldigungen, welche der Judenhaß immer wieder aus allen abgestandenen Redensarten zusammenstellt — Neues weiß man ja nicht vorzubringen — in ihr Nichts aufzulösen. Da bringt nun Nr. 196 genannten Blattes einen Artikel, der die Wuth nicht zu verbergen versteht, gegen die jetzt in Broschürenform herausgegebenen Artikel des „Israelit,, „Rischuß" von Dr. A. Sulzbach, verlegt bei Skrzerzek in Löbau. Zu entgegnen weiß der Herr nichts, er weiß nur zu ironisiren und zu — entstellen. Werth aber ist jener Artikel, daß wir ihn „niedriger hängen", was wir hiermit thun. „Wir haben wiederholt auf die Empfindlichkeit der Juden hingewiesen, deren Organe in Wort und Bild Alles, was Christen heilig ist, begeifern, dabei aber nicht den mindesten Angriff, so gerechtfertigt er auch ist, vertragen können. Wir brauchen nur auf die Gassenhauer hinzuweisen, welche die drei jüdischen „Witzblätter" Berlins, die allerdings ihren Namen wie lueus a non luoonäo führen, in den letzten Wochen in Bezug auf den Culturkampf und das Centrum fabricirt haben. Indessen fühlt es das Hebräerthum instinktmäßig, daß dem deutschen Michel angesichts des jüdischen Treibens doch die Augen aufzugehen beginnen, und um das zu verhindern, sucht man die literarischen Aeußerungen, die in den letzten Monaten gegen die Verjudung erschienen, durch eine Unmasse von Broschüren zu überschreien, deren Quintessenz fast durchweg in dem Satze gipfelt: si keoissti, nega. Ein solches Opus ist bei dem Manne mit dem unaussprechlichen Namen in Loebau, Skrzeczek, dem Leibverleger des famosen Kolkmann, abgesetzt. Dort werden auch unsere Judenartikel nicht widerlegt, sondern als „fixe Ideen", als .bewußte Bosheit" hingestellt; Der aufgeklärte Treitschke wird wegen Verdächtigung der braven Rotsschilds abgekanzelt, den „Fliegenden Blattern" wird ein Verweis ertheilt, daß sie Judengesichter stets mit gebogener Nase abcontrefeien und jüdische Jungen nicht wohlerzogen finden. „Moderduft", das erfahren wir dort, weht dem Juden entgegen, wenn Christen ihm kein Lehramb übertragen wissen wollen, die „Brille des Hasses" nur kann unter den Wuchern einen verhaltnißmäßig größeren Procentsatz Juden erblicken als Christen; die Juden sind auch keine abge- , schlossene Kaste, keine Nation in der Nation, sondern kernfeste Germanen, und wenn ihr Reichthum,! was überdies bestritten wird, so colossal sich mehrt, so verdanken sie das nur ihrem „größeren Wissen", ihrer „allgemeinen'Bildung' und ihrer „Energie." Ja das sind Glaubenssätze welche jeder Christ anerkennen muß, und thut ers nicht, so leidet er an — Judenidiosynkrasie! Nun Bangemachen vor! dieser Krankheit gilt bei uns nicht, wir werden den Juden, nicht ihrer Religion — denn die bleibt für uns ex nexu — sondern ihrem Treiben auch ferner die gebührende Aufmerksamkeit schenken und benutzen die Gelegenheit nur, um an das schamlose Bild des Juden Liebermann zu erinnern, der den Stifter der chr. Religion als einen schmutzigen, abgefeimten Judenbengel darftellte. Und dieses Bild wurde — auch ein Zeichen der Verjudung der Christen — in München zur Kunstausstellung gelassen, und der hiesige „Börsen-Courier" brachte dann noch zum Hohne eine Apologie dieses jüdischen Spott- und Verhöhnungswerkes, die ihm allerdings eine Klage eingebracht hat. Ebenso ist, aller Wahrscheinlichkeit nach im jüdischen Berlage und von einem jüdischen Autor, unlängst ein Machwerk erschienen, das die Marpinger Vorgänge in ganz gemeiner Weise bespricht, christliche Dogmen in Bildern verhöhnt und dem öffentlichen Leben angehörige Männer in rohester Weise insultirt. Und das sollen wir Christen uns Alles stillschweigend gefallen lassen!" Die Wuth die aus jeder Zeile spricht, beweist am besten, wie tief jene Herren sich geiroffen fühlen. Zu erwiedern wissen sie nichts, aber sie können die Worte verdrehen. Wenn der Artikel an ein Bild des „Juden Liebermann" anknüpft, so bemerken wir, daß wir das Bild nicht kennen; ist