Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1879-09-17 · Heft 38 (17.9.1879) · page 30

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 38 (17.9.1879)
Date
1879-09-17
Page
– (sequence 30)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2447797-2447835--16696-2472690
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1050 nicht zu deren sofortiger Einstellung sich gezwungen sehen. Zweitens ist der Kolel V'in (holländischdeutsche Gemeinde) zwar eine kleine Gemeinde, derselbe besteht jedoch nicht, wie in erwähntem Leitartiket angegeben, aus circa 80, jsondern aus hundertzehn Personen. Es kann allerdings nicht in Abrede gestellt werden, daß der genannte Kolel von den durch unsere Vermittelung nach dem heiligen Lande gelangenden gewöhnlichen Spenden px dod) einen verhältnißmäßig großen Antheil erhält, daraus folgt aber nicht, daß die Mitglieder dieser Gemeinde von allen Bewohnern der heiligen Stadt am Besten gestelltjsiiid, da es mehrere kleine Kolelim von geringer Seelenzahl gibt, die neben ihrem kleinen Antheile an den durch uns übermittelten Spenden, noch obendrein die aus ihren Heimathländern fließende Unterstützung nicht allein etwa vorzugsweise zum größten Theile, sondern in ihrem ganzen Umfange erhalten, wie z. B der aus nur 450 Personen bestehende Kolel Ungarn außer seinem Antheil an der hiesigerseits übermachten Unterstützung die aus dem Mutterlande desselben eingehenden Gaben in ihrer Gesammtheit absorbirte, und die — von uns nicht verbürgte — Behauptung aufgestellt wird, dieser Kolel stehe sich besser, als der holländisch-deutsche Kolel. Und nun, zu den Beleuchtungen gelangeno, wollen wir, im Anschlüsse an vorstehende Berichtigung betreffs des Kolel V'in, nicht verhehlen, daß die Art und Weise der Bedingung eines Extraantheils an dem Waizen von 8 Proc. auch von uns mißbilligt wird, wie wir denn den Rabbinern Jerusalems unsere Unzufriedenheit darüber zu erkennen gaben, daß sie, ohne uns zu Rath zu ziehen, vor der Verbreitung des y kst »d überschriebenen Aufrufs einen derartigen Vertrag mit Kolel n"n abgeschlossen haben, und an die Mitglieder des letzteren die Mittheilung ergehen ließen, daß sie, nach solchem Verfahren, von dem Ertrage der Extrafammlung diesmal unserseits nichts zu erwarten und sich über ihren Antheil an derselben mit den Ausstellern des beregten Vertrags auseinanderzusetzen hätten. — Bei früheren außergewöhnlichen Sammlungen! ch- W wurde nämlich nach Ueberlegung mit dem seligen Distriktsrabbiner zu Würzburg diesem Kolel ein! Antheil von sieben Procent vom Nettobeträge der j Gesammteinnahme zuerkannt, und dieses kann nur I als billig bezeichnet werden, indem der Schaden,! welcher dem genannten Kolel aus jeder Extrasammlung erwächst, ein sehr empfindlicher ist, da, wie jahrelange Erfahrung uns gelehrt, jede Extrasammlung den Betrag der gewöhnlichen Spenden für das laufende Quartal ganz bedeutend reducirt, und hiervon wird der holländisch - deutsche Kolel in erster Reihe betroffen, weil sein Antheil an ganz gewöhnlichen Spenden das einzigeExistenzmittel seinen Mitglieder bildet, da sie von anderen Kolelim, und flössen die Spenden aus ihrer Heimath noch so reichlich, nichts zu erwarten haben. Diese Erwägung liegt auch dem von den seligen Rabbinern zu Altona, Würzburg und Höchberg und D"nn dem Herrn Distriktsrabbiner zu Aschaffenburg ’"j festgesetzten Vertheilungsmodus der px dhd Spenden, der dem Kolel "i"in „einen verhältnißmäßig großen Antheil an der Spendenvertheilung" einräumt, zu Grunde, und trägt der letzte, noch jetzt in Kraft befindliche „nws" (Spendenvertheilungs-Statut) die eigenhändige Approbation des Oberrab biners Ettling er V'i, welche alle in demselben enthaltenen Bestimmungen als „"wrm pisn mix ohdpd erklärt. — P Auf den am Schluffe des Quartals zu erwartenden Antheil an den über hier gehenden gewöhnlichen Spenden borgen die Mitglieder des . Kolel V'in das ganze Vierteljahr hindurch, und wenn dieser Antheil einen geringen Ausfall bietet, so sind sie auf lange Zeit hinaus großem Kummers und drückendster Sorge Preis gegeben; wir können deßhalb der Ansicht nicht beitreten, daß die Mit- Dvk glieder dieses Kolel besser gethan hätten, auf ihren Dm Antheil auf den Waizen ganz zu verzichten. Wohl hätten sie, deren einzige Vorstandschoft, im Gegen-Duc satze zu anderen Kolelim, die ihre (Vorsteher) Ach im heiligen Lande haben, das gefertigte Comite bildet, sich von ihrer Erfahrung, daß wir stets«,, ihre Interesse vertreten, leiten lassen und ruhig Ach abwarten sollen, welchen Antheil wir ihnen der iu wc )i( ub

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.