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Der Israelit · 1879-09-17 · Heft 38 (17.9.1879) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 38 (17.9.1879)
Date
1879-09-17
Page
– (sequence 31)
Language
German
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1051 en in er xc n, xie xxr t. el m eix »n?tt her oel m e, ze nlierrres id 't, er >n t- :n hl xr) te ts lg er Billigkeit gemäß bestimmen werden, nicht durch Vertrag mit den Rabbinern Jerusalems sich einen noch größeren Antheil im Voraus sichern, und dieses rügen auch wir. Es macht dem Kolel keine Ehre! Ziehen wir, aber das zu Gunsten anderer palästinensiichen Gemeinden Seitens ihrer speciellen Vertreter Geleistete in Betracht, so dürfen wir selbst die bedungenen 8 Procent, so unrecht diese Bedingung an sich auch sein mag, nicht mit Begehren des Löwenantheils" bezeichnen, müssen vielmehr in unserer Beurtheilung etwas nachsichtsvoller zu Werke gehen. Mit Bestimmtheit können wir mittheilen, daß mehrere der übrigen Kolelim aus ihrer Hetmath Naturalien erhalten haben; Herr Rabbiner Samuel Galant hat uns sogar mitgeiheilt, daß dem Kolel Ungarn von unserer ersten Waizensendung vor der Hand nichts verabreicht wurde, weil diesem Kolel aus dem Mutterlande ein ansehnliches Quantum Mehl zugegangen sei, welches, nach Angabe dieses Kolel, zwar an Stelle der ihm zufließenden gewöhnlichen Spenden getreten , ihn jedoch immerhin momentan den* Druck der Theuerung nur in geringerem Maaße empfinden läßt — und verband mit dieser Mittheilung gleichzeitig die Anfrage, ob dieser Kolel dennoch xus der Waizensendung betheiligt werden soll, worauf wir uns selbstverständlich zur Entscheidung dieser Frage incompetent erklärt und sie dem Ausspruche eines RabbinatscollegiumS in Jerusalem überwiesen haben. Spätere Nachrichten liegen uns über andere kolelim vor, die ebenfalls Nuturalien aus ihren heimathländern erhalten haben. Und was entfällt mn dem Kolel V'in von allen diesen Sendungen ms jenen Gegenden? Nichts, durchaus nichts. Ist es nun diesem Kolel so sehr zu verargen, wenn derselbe Angesichts dieser Sendungen und m Bewußtsein, daß von den anßergewöhnlichen LSpenden aus Holland und Deutschland — wo ■nan dem besseren Principe huldigt, nicht ausschließlich die der eigenen Heimath entstammten vbewohner des heiligen Landes, sondern vielmehr Wie Gesammtbevölkerung desselben zu unterstützen — Mämmtliche Kolelim bedacht werden, wodurch seine Mitglieder in ihrem einzigen Existenzmittel geschädigt werden, eine Entschädigung zu erlangen wünscht? Kann man es dieser Gemeinde verdenken, wenn sie, für deren Mitglieder ja die „außerordentliche Lage" eben so schwer drückende Calamitäten in ihrem Gefolge hat, wie für Andere, sich nicht dazu verstehen konnte, auf ihren Antheil an den für die Hungersnoth eingehenden Gaben ganz zu verzichten? Zum Schluffe dieses Punktes glauben wir noch Aufklärung geben zu müssen über die wahrheitsgemäße Mittheilung, „daß auch der Säugling für eine Person gerechnet werde". In den meisten Fällen wird der Säugling dort nicht von der Mutterbrust genährt, und am Allerwenigsten bei den meist schwächlichen, den Culturstaaten entstammenden Frauen. Und ist man genöthigt, eine Amme zu nehmen, so wird man, selbst bei dem verhältnißmäßig großen Antheil an den Spenden, mit einer Schuldenlast beladen, die auf lange Zeit hinaus ihren schweren Druck übt. In Bezug auf den von den Rabbinern Jerusalems beliebten Modus der Waizenvertheilung gestehen wir, daß auch uns dieser nicht genehm war, und haben wir für eine zweite Sendung die Befolgung unserer Vorschrift, denVerkaif um billigen Preis, und zwar ausschließlich an Arme, durch Vermittelung einer aus sämmtlichen Kolelim zu berufenden Commission vornehmen zu lassen, eingeschärft; wir zweifeln nicht, daß man in Jerusalem jetzt wohl die Ueberzeugung gewonnen haben wird, daß diese unsere Verordnung den Intentionen der Sammler und Spender entspreche. Schließlich dem hochverehrten Verfasser des in Rede stehenden Leitartikels den besten Dank für die Mittheilung seiner Ansicht, Alexandrien zum Ausgangspunkte der Getreidesendungen zu wählen, wir geben ihm aber die Versicherung, daß gleich Anfangs., und neuerdings wieder in den letzten Tagen, unser Streben dahin gerichtet war, die Naturalien an diesem, dem heiligen Lande zunächst gelegenen Hafen einzuthun, von competenter Seite jedoch uns dieses wiederholt auf das Entschiedenste aus dem Grunde entrathen wurde, weil

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