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Der Israelit · 1879-09-17 · Heft 38 (17.9.1879) · page 29

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 38 (17.9.1879)
Date
1879-09-17
Page
– (sequence 29)
Language
German
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r- 7« vaß g' le- M ^ir halten uns verpflichtet, zu dem Leitartikel der Nummer 36 dieses geschätzten Blattes hiermit in erster Reihe folgende Berichtigungen zu geben. Der Erlös des Weizens in Jerusalem belief sich erstens nicht, wie daselbst angegeben, auf 4400 Francs, sondern auf 6424 Francs; für die nach der heil. Stadt gesandten 40,000 Kilogramm wurde in Marseille verausgabt 10049 Francs 95 Centimes, der Erlös ergab also nicht Ein sondern zwei Drittel des Kaufschillings. Bei Ankunft der Sendung an Ort und Stelle stand Waizen derselben Qualität dort 35 türkische Piaster das Seah, unser Getreide wurde zu 22 Piaster per Seah verkauft, also auch ungefähr zwei Drittel des Marktpreises; höheren Preis dafür zu erlangen, wurde nicht rathsam erachtet, weil es den, durch die seit langer Zeit anhaltende Theuerung erschöpften Armen zu sehr an Geld mangelt, um hohe Preise bezahlen zu können, wofür schon in de m Umstande der Beweis zu erblicken ist, daß verschiedene Kolelim (Gemeinden) selbst zu dem Seitens der Rabbiner normirten Preise den Kaufschilling aus der Gemeindecasse erlegten und ihren Armen den Waizen umsonst verabfolgen ließen; bei geringem Unterschiede wurde überdies mancher Arme es vorziehen, sich ein kleines Opfer gefallen zu lassen, um nach seinem Belieben kaufen zu können und nicht bei ihm die Pflicht der Dankbarkeit auferlegender, Liebesgaben ihr Entstehen verdankender Verkaufsstelle ankommen zu müssen. Die beanstandete Angabe des erzielten Erlöses mit 4400 Francs entstammt zwar einer hiesigerseits, auf Grund drathlicher Angabe des Agenten Herrn Valero, gemachten Mittheilung, diese — abschriftlich mltgetheilte — Depesche fügt aber hinzu „äsäulsant tou8 frais“, unter welchen Kosten die Auslagen für Fracht und Affecuranz von Marseille nach Jaffa und Löschen am letzteren Orte im Betrage von 1161 Francs 75 Centimes, sowie für den Transport nach Jerusalem auf 200 Kameelen rc. (genauer Aufgabe deS Valero wird noch entgegengesehen) zu verstehen sind, welche Auslagen von dem Erlöse zur Höhe von 6424 Francs in Abzug gebracht worden sind. Allerdings betrugen „die Auslagen für die übersandten 40,000 Kilo Alles in Allem 12,500 Francs", doch erst nach Hinzufügung sämmtlicher Unkosten bis zur Vertheilung in Jerusalem; wir glaubten aber, daß. wenn dem Koruwucher ernstlich die Spitze gebrochen werden soll, nicht so sehr der Auslage, als vielmehr dem Marktpreise in Jerusalem Rechnung getragen werden müsse, und von diesem wurde, wie oben mitgetheiltß, nur etwa ein Drittel nachgelassen. Daß es besser gewesen wäre, „den Waizen gleich unentgeltlich zur Vertheilung zu bringen", wer würde dem nicht beipflichten? Auch unser Wunsch war und ist dieses, wir bringen jedoch in Erinnerung, daß die erste Sendung noch vor Eingang von Spenden vorschußweise vorgenommen, wurde und es daher angezeigt erschien, nicht zu viel zu wagen, wie denn auch jetzt, nachdem, laut unserer Spendenliste, von vielen Seiten beigesteuert wird, bei Abfertigung der Sendung ab Odessa noch ein Theil der Auslage vorgelegt werden muß. Nur wenn die Gaben ganz ausnahmsweise reichlich fließen, kann zur Gratisvertheilung der Naturalien geschritten »erden, will man anders

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