Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1879-08-20 · Heft 34 (20.8.1879) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 34 (20.8.1879)
Date
1879-08-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2447797-2447831--16557-2472577
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

906 vieler Emendationen in 'Din ’"&n D"n nachgewiesen, dessen Verlust sehr zu bedauern. Wir hätten vielleicht obige Argumente noch um einige vermehren können, wenn wir im Besitze der andern Schriften R. I. wie des ,uttn'D nwp nropn u. drgl. gewesen wären, wo der Vers, ebenfalls auf den ao"n Bezug nimmt. ’ S. H. Deutsch, Rawitsch. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Griechenland. Athen Wir lesen im „Correr. Israelit." über eine Audienz, welcher der Großrabbiner aus Corfu beim König von Griechenland hatte, wie folgt: Donnerstag den 17./29. Juni bald nach 6 Uhr Morgens verkündete ein Trompetenstoß die Ankunft des Monarchen, und als wir uns den gegenüberliegenden Balkon näherten. bemerkten wir an den Zimmern des königlichen Palais das Nationalbanner flattern. Gegen 9 Uhr erhielten wir ein Schreiben von einem der königl. Adjutanten, welches uns mittheilte, daß Se. Majestät uns gegen 4 Uhr Nachmittag zu einer Privataudienz, erwarte. Ich legte mein schwarz - violettes Priefterkleid (?) an und wir begaben uns ins königliche Palais. Die Soldaten der Wache bezeigten uns die militärische Ehre und wir wurden von zwei dienstthuenden Adjutanten und vom königlichen Hof- Ceremonienmeister empfangen und in einen Wartesalon geleitet. Se. Majestät, benachrichtigt von unserer Ankunft, ließ mich befragen, ob ich wünsche, allein empfangen zu werden, worauf ich erwiederte, wenn Se. Majestät nichts dagegen hat, so hege ich kein Bedenken von meinem Freunde, welcher mit mir von Corfu kam, begleitet zu werden. Wir wurden allsogleich ohne jedwedes Cermoniell ins Privatkabinet Se. Majestät des König Georgs I. eingeführt, welcher uns mit einem holden Lächeln empfing und mit jener ihm eigenthümlich edelmüthigen Leutseligkeit uns entgegenkam. Kaum eingetreten drückte Se. Majestät mir die Hand. Ich sprach ungefähr folgendes: „Indem ich mich „in Athen befinde, schätze ich mich glücklich, meinen „Segen Euer Majestät persönlich ertheilen zu „dürfen, welchen Segen ich mit höchster Inbrunst „auch über Ihre Majestät die Königin und höchst „deren glorreichen Fam'lie erflehe und erneuere „unterthänigst Ew. Majestät die Versicherung meiner „Gefühle der Ergebenheit und Treue, wie ich „schon diese hohe Ehre hatte, sie in Corfu auszu- „drücken." Se. Majestät dankte mir und war so huldvoll mir nicht verhehlen zu wollen, daßHöchstderselbe diesen Tag nach Athen kam, eigens um mich zu empfangen. Diese Erklärung der Gewogenheit hatte mich in höchstem Maße gerührt. Der König fragt mich sodann, ob ich zum ersten Male in Athen sei und ob ich blos zum Vergnügen hieherkam. Ich erwiederte, bis nun die berühmte Hauptstadt Griechenlands wohl noch nicht gesehen zu haben. Aber eine wichtige Cultusfrage nöthigte mich, meine Beschwerde dem Ministerium persönlich vorzubringen. Der König befragte mich um den Gegenstand meiner Beschwerde, was ich in kurzen Worten abthat, und als ich des schmeichelhaften Empfanges seitens der Minister und anderer Behörden erwähnte, konnte der König seinen Gefallen darüber nicht verbergen und gab während meiner Ansprache zum wiederholten Male Zeichen der Zustimmung. Er sprach auch unter anderen von der respectiv genügenden Anzahl der Juden, die in der Armee dienen, und sagte, er sei erfreut, daß unter ihnen einige im Range vorrückten. Er versicherte, daß nie mehr in Griechenland ein Unterschied zwischen Bürger und Bürger aus confessionellen Gründen existiren werde, seine Regierung habe immer die isr. Bevölkerung, die er dem Vaterland und der Monarchie treu ergeben weiß, begünstigt, unddaß es einer der schönsten Tage seiner Regierung sein wird, an welchem er Juden Sitze im Parlamente einnehmen sehen wird. Se. Majestät richtete auch mehrmals das Wort an meinen Begleiter, Herrn Josua, in der griechischen Nationalsprache. Um die königliche Gunst nicht zu*viel zu mißbrauchen, empfahl ich mich, ein Gebet*für das Wohlergehen Sr. Majestät des Königs, der Königin und der königlichen Familie und für die künftigen Geschicke Griechenlands verrichtend. Se. Majestät drückte mir nochmals die Hand, und ich zog mich nach halbstündiger Unterredung zurück.' Kaum sind wir in unser Gasthaus zurückgekehrt, als ein neuer Trompetenstoß die Abreise des Königs nach seinem Lustschlosse Decelea verkündete. Ich erfuhr nachträglich, daß Se. Majestät einen Befehl erließ, mir auf meinen Wunsch, alle Gemächer des königlichen Palais zu zeigen, von welchem neuen Beweis königlicher Huld ich aber wegen der kurzen Frist meines Aufenthaltes keinen Gebrauch machen konnte. blei will ohn sind ein sein zur glei es ] er t gese mich zu i Frei dalt gesp die und ihre Ant! ohm grat entd Verl dem jatt, Lest ich chüt ame Äoti Vod )ern latte acht Vun zebei

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.