Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 34 (20.8.1879)
- Date
- 1879-08-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2447797-2447831--16556-2472576- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
XX. Jahrgang. Erste Anlage zu 11t. 34 des Israelit. Seiten»« Artikel. Literarisches. Anknüpfend an unser „Literarisches" in Nr. 31 werden wir von höchst geehrter Seite aufmerksam gemacht, daß unter mcp Pa wpn der gelehrte R. I. Berlin wohl mehr als seine Glossen zum Talmud verstand, was aus dessen eigenen Worte Anfangs des ubv hervvrgrhi, woselbst er einer „Erläuterung" aus ‘v 'a 'n Erwähnung macht, die sich in den Glossen des Talmuds nicht vorfindet; ebe.-.so sein Citat in *b'v Seite aa, Buchstabe tcbj?, so wie die längere Abhandlung, welche Rabb. Joseph Mai in der Vorrede zum aus 'a ”n angeführt, ist in den Glossen nicht zu finden. Hiergegen haben wir zu erinnern, daß wohl unter 'w *d 'n nicht blos die Glossen des Talmuds des R. I. B. verstanden werden dürften, ist begründet, daß aber auch die Glossen darunter verstanden sind, scheint ebenso begründet, denn in der Grabschrift des R. I. B., wo dessen 12 Werkte erwähnt werden, geschieht der Glossen keiner Erwähnung, folglich werden solche mit zu den •v ‘2 'n gerechnet. Die Bl. 'a zu »ae*to *v erwähnte Erklärung über tm findet sich vollständig am Schluffe des zweiten TheilS des 'nya^ '»bsn. Die in ‘y2v Art. pü erwähnte Bemerkung aus 'v *2 'n ist ebenfalls in der Glosse des Talmuds deS R. I. B. in Tractat Brochos fol. 45 nachzulesen. Anläßlich unserer weitern Bemerkung, als seien die zwei Theile des 'y2& 'sPsn ohne jegliche Sichtung der Oeffentlichkeit übergeben worden, wollen wir hier nur ein Beispiel zur Begründung unserer Behauptung anführen. Im Anfänge zum zweiten Theile des 'paar '«Psn gibt R. I. B. eine Uebersichtstabelle der, in Aruch angeführten, zeitgenössischen und älteren Gelehrten. In dieser Tabelle heißt es nun auch: „na -pya jna 'an". Ein auch nur flüchtiger Blick in Art. na bei Aruch überzeugt uns schon, daß dort pa an aus dem Talmud Tractat Berachoth fol. 59 angeführt wird, aber keineswegs ein nachtalmudischer Gelehrter. Rabbiner Bamberger, Lengnau. Entgegen der von uns in Nr. 28 dieser gesch. Blätter nach einer Schrift des Herrn Dr. Berliner gebrachten Annahme, wonach das von dem berühmten R. Jesaia Berlin verfaßte und öfters erwähnte Werk mar 'Ta ’apn, nie im Druck erschienen sei; schreibt Herr Rabb. Bamberger in Nr. 31 derselben: Nach unserem Dafürhalten ist dies ein Jrrthum, denn gerade dieses *p"an ist bas weitverbreitetste Werk R. I. Berlins. Dieser bedeutende Talmudforscher hatte nämlich die eigenthümliche Manier seinen sämmtlichen Werken recht pikante Namen beizulegen rc. und so nannte er zweifelsohne feine Glossen zum Talmud va"c>» da das Wort mp keine anderweitige Bedeutung hat, als eine Abbreviatur zu sein von den Worten "Din 'w"n über diese drei erstrecken sich bekanntlich die Glossen des Talmud des R. I. Berlin. — Wir erlauben uns demgegenüber die Bemerkung, daß auch wir anfangs dieser Meinung waren, wurden aber bald von der Unrichtigkeit derselben überzeugt, was wir hier durch wenige Beispiele klarzulegen versuchen wollen. Kehren wir zuvörderst zu der von uns in besagtem Artikel erwähnte Note R. Jesajas zum 'a«bs n> zurück. Daselbst gibt R. I. an in seinem Werke Bo*n auf einen oa"icn in Bezug der Erklärung deS Wortes «p« verwiesen zu haben. Wir haben an den acht bezeichneten Stellen P «dt n"s a"2 D"a n'Pp nat?) (n"p D"O nrnna P pnnaD vergebens nacy einer belehrenden Anmerkung R. I. gesucht, wo bliebe demnach nach Herrn Rabb. Bamberger die Richtigkeit der Worte tcr"ana 'npnym da eS in den Noten auf d"w , welche doch unter diesen Namen verstanden sein sollen nicht zu finden? Ganz ähnlich verhält es sich mit andern Stellen, wo R. I» auf den ff"an verweist, so z. B. anfangs seines Scheltot-Commentars, wo R. I. auf verschiedene Abweichungen in der Lesart eines nD«D (in Schabbot 113 a. entgegen der zu Sanhedrin 94a.) aufmerksam macht, und in der ihm eigenen Schreibart mit den Worten schließt ,n«ntpo moy n«nr, .n«’ nn’D«a ms? Pa ’apna ’nn«’ai ,'«pns nv«'i Auch hier sucht der Lernende vergebens durch seine Glossen auf den Talmud seine Neugierde nach diesem n«' «n'D« zu befriedigen. Dort findet er absolut nichts, als daß R. I. wiederholt diese Varianten vormerkt. Wir glauben demnach die Annahme ganz gerechtfertigt. daß der verdienstvolle Verf. unter dem Werke lv"ari eine besondere Schrift versteht, in welcher er die Begründung