Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1879)
- Date
- 1879-08-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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873 fern Jahre gesammelten und überschickten Spenden i beträgt nunmehr 25,586 M. 30 Pf. — j Die erste Getreidesendung wird jetzt bereits j in Palästina angekommen sein und dazu beigetragen haben, das große Elend zu vermindern. Wie wir vernehmen, wird das löbliche Central-Comits zu Amsterdam demnächst eine zweite Sendung von ähnlicher Größe (40,000 Kilo) dorthin abgehen i lassen. Mögen die edlen Spender nicht ermüden, damit in der begonnenen Weise der Hungersnoth auch ferner i"d":i erfolgreichst entgegengearbeitet werden könne.! Berlin, 30. Juli. Die „Nordd. Allg. Z." bringt einen geharnischten Artikel gegen die rumänische Regierung wegen ihrer Haltung in der Judenfrage und schreibt: Es wäre vielleicht nicht unberechtigt gewesen und hätte von Seiten der > große Mächte gewiß eine unbefangene Würdigung! gefunden, wenn über die Details der Ausführung j des Congreßbeschlusses angesichts der obwaltenden j besonderen Verhältnisse in den rumänischen Kammern und vom dortigen Regierungstische aus ein-! gehendere Erörterungen sich ergeben hätten. Aber j die principielle Unterwerfung unter den Willen? des vereinigten Europas mußte jedenfalls vorher § außer aller Frage stehen und bleiben. Verwöhnt durch die bisherige Gunst der Verhältnisse hatte Rumänien sich dieser principiellen Unterwerfung entziehen zu dürfen geglaubt, und noch jüngst trat I ein neuer Versuch der amtlich rumänischen Sphä-; ren in die Oeffemlichkeit, mit den europäischen Großmächten in eine Art von Controverse über j die auf Rumänien bezüglichen Congreß-Beschlüsse j einzutreten. Die Würde dieser Entscheidungen muß j eine solche nachträgliche Auseinandersetzung unter j allen Umständen als unzulässig erscheinen lassen. : Die rumänische Regierung in ihrer neuen Zusam- > mensetzung hat sich jetzt mit einem Programm an ) die Kammern gewandt, in welchem der Bereitwilligkeit zu einer Lösung der Judenfrage im Sinne der Berliner Congreßbeschlüsse Ausdruck gegeben j ist. Das eigene Interesse Rumäniens läßt es geboten erscheinen, daß die Ausführung dieser Ab-! sicht nicht etwa wieder in parlamentarischen Intriguen und Fraktionsmanövern wie gewöhnlich ein unüberwindliches Hinderniß finde. Man sollte an! der Dumbowitza sich nicht mit der Ausflucht trösten, : daß von einem Zwange für die Ausführung der Congreßbeschlüsse nicht die Rede sein könne und; daß Rumänien es demnach wohl wagen dürfe; seinen Widerstand fortzusetzen. Es ist die erste Lebensbedingung für den modernen Staat, sich den Gesetzen des internationalen Rechtes zu beugen. Rumänien würde seine Gegenwart gefährden und seine Zukunft preisgeben, wenn dort in unbegreiflicher Ueberhebung im Ernst daran gedacht werden sollte, sich selbst' dauernd außerhalb der normalen internationalen Beziehungen zu stellen. Trier. Vorigen Mittwoch 38 traf unser verehrter Rabbiner, Herr vr. Ehrmann aus Cassel, hier ein. Da derselbe sich alle Empfangsfeierlichkeiten verbeten hatte, so fand der Empfang in höchst einfacher, aber desto herzlicherer Weise Statt. Einige Herren aus der Commission unsrer Religionsgesellschaft fuhren zum Bahnhofe. Die übrigen Commissionsmitglieder hatten sich in der Wohnung des Herrn Rabbiners versammelt, wo ihm die Ueberraschung bereitet war. als Ehrengeschenk das vollständige Ameublement eines Zimmers vorzufinden. Im Aufträge der Gesellschaft begrüßte Herr Michel Levy, Cantor der neuen Religionsgesellschaft , den Herrn Rabbiner mit einer Ansprache, die etwa folgender Maßen lautete: „Geehrter Herr Doctorl Von der werthgeschätzten Commission unsrer Religionsgesellschaft mit dem ehrenvollen Aufträge betraut, «ie beim Eintritte in Ihren hiesigen Wirkungskreis im Namen aller Mitglieder unsrer Gesellschaft mit einem herzlichen Willkommen zu begrüßen, thue ich dieses in der alten, üblichen Weise mit den Worten: „diPif DD'bp!" iniDi um -pdp cito! „Friede, Heil und Segen komme auf Dich, unser Rabbi, unser Meister und Lehrer!" ruft Ihnen Ihre neue Gemeinde entgegen. Der ersehnte Friede, Heil und Segen werden durch Ihre Amtsthätigkeit auch bei uns Allen, die wir seit Jahren eines geistlichen Führers und Berathers bedurften, nun mit Gottes Hilfe einkehren! So wie wir den lieben temp ddp, der uns geistige Erhebung und einen höheren Seelenaufschwung zu gewähren bestimmt ist mit den Worten empfangen: nnDtca □: npjn nmy DiPtta hPjd Dy uiD8 iin rftnsoi. Sie werden durch Ihre anregenden Worte der Belehrung dahin zu wirken streben, daß es von uns heißen wird: D^ru nyi DJüpoP 'n n8 ijn» dP:> Sie werden durch Ihr segensreiches Wirken und durch Ihre ernstlichen Bemühungen um Förderungen des echt jüdischen Sinnes uns werden ist? noN jnun nn6tff nP’8 ’Pnej. An Ihnen hat es sich bewährt: ’nPnsJ D’pP8 'nbd' dj darum 'n PZTÜ 8PD1 ]1S"I yszr ’PPEJ 128 ’pDEJPl