Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 20 (14.5.1879)
- Date
- 1879-05-14
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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517 —" flüsterte sie, „doch Sie wünschen den Schlüffel —" Hastig zog sie ihn hervor und bot ihn ihm dar. „Hier, nehmen Sie — öffnen Sie — durchsuchen Sie Alles nach Belieben. — Die Tasche enthält allerdings werthvolle Effecten, aber sie sind fämmtlich Geschenke der seligen Gräfin — mein Eigenthum — Sie werden sich selbst davon überzeugen." Der Commissär nahm den Schlüssel nnd öffnete die Tasche; eine nicht unbeträchtliche Anzahl kleiner Schachteln und Etuis zeigte sich seinen Blicken. Die Gräfin hatte ihren Liebling gern geschmückt. „Da, sehen Sie, auf jedem Etui befindet sich mein Name Jakobine." ES verhielt sich in der That so. Trotzdem öffnete der Commissär ein Jedes und überzeugte sich von dem Inhalt. Es waren zierliche, aber durchaus nicht übermäßig werthvolle Schmuckgegenstände, ihr Gesammtwerh überstieg schwerlich wenige hundert Thaler. Noch immer verächtlich lächelnd folgten JakobinenS Blicke den Bewegungen des CommiffärS. Die Tasche war beinahe geleert, als er nochmals hineinlaugte und zwei Etuis hervorzog, die von den übrigen in Form und Farbe wesentlich verschieden waren. DaS Lächeln wich von den Lippen des unglücklichen Mädchens, angstvoll blickte sie auf die alterthümlichen Kapseln. „DaS ist nicht mein!" stammelte sie und beugte sich vor, eS näher in Augenschein zu nehmen, „eS ist mir unbegreiflich, wie diese Etuis unter meine Sachen gekommen sind." Der Commissär zuckte die Achseln und drückte an die Feder des einen Kästchens, der Deckel sprang auf, ein Schrei des Entsetzens entrang sich der Brust der Unglücklichen, die Familien-Diamanten der verstorbenen Gräfin Waldenser strahlten ihr entgegen. „Ich weiß nicht, wer sie in meine Tasche gelegt hat!" rief sie, in ein wildes konvulsivisches Schluchzen ausbrechend, „ich bin unschuldig! ich bin unschuldig!" und kraftlos brach sie zusammen. (Fortsetzung folgt.) A N ZJH^G E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Apollinaris NATÜRLICH KOHLENSAUR. MINERAL- WASSER. Apollinaris-Brunnen, Ahrthal, Rhein-Preussen. Gen.-Stabsarzt K. Univ.-Prof. Dr. von Nussbaum, München: “Ausseyst erquickendes und auch nützliches Getränk, weshalb ick es bestens empfehlen kann." Geh. Med.-Rath Prof. Dr. Virchow, Berlin: “Sein angenehmer Geschmack und sein hoher Gehalt an reiner Kohlensäure seichnen es vor den anderen ähnlichen zum Versandt kommenden Mineralwassern vortheilhaft aus. 24. Dezember 1878." Geh. Med.-Rath Prof. Dr. F. W. Beneke, Marburg: “Eins der erfrischendsten Getränke und sein Gebrauch, insonderheit bei Schwäche der Magenverdatiung, sehr cmpfeltlcnswerth. 23. März 187p.” Käuflich bei allen Mineralwasser-Händlern, Apothekern etc. und waggonweise zu beziehen von den General-Agenten. Die Apollinaris Company Limited Zweig-Comptoir Remagen a. Rhein. n der Synagogen-Gemeinde zu Witlich ist per 1. November cr. die Stelle eines Cantors und! Elementar-LehrerS vacant.! Das Gehalt beträgt pro Jahr 1000 bis 1200 M. mit einem Nebeneinkommen, resp. Sche-! chite, von ca. 400 Mark. Reflectanten belieben ihre Offerten unter Beii fügung der Zeugnisse an den Unterzeichneten Bor-! steher zu richten. 1350s_I. Frank. Geisenheimer s Restauration L Weinhandlung, Ringen am Rhein, hält sich dem reisenden Publikum bestens empfohlen. Salons für größere Gesellschaften und Hochzeiten zur Verfügung. Gleichzeitig empfehle selbstgekelterte^ reingelialtene ~it£0 Weine. Referenzen ertheilt Sr. Ehrw. Dr. H. Sänger.