Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 20 (14.5.1879)
- Date
- 1879-05-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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509 wackern Herrn Vorsteher Freudenthal (Firma Freudenthal und Stern) oder an den würdigen isr. Lehrer Herrn Hecht dort zu übermittelu. Wir schließen unfern heutigen Bericht mit derjüd. Sentenz: „p oty jn'ömo ninan by omon bo Dnwn!" H. Blaut. Aus Westphalen. von ’dj« mwa «v. Ich bin heute kein Verkünder froher Botschaft; denn ich erfülle die überaus schmerzliche und traurige Pflicht, den Tod eines der besten und edelsten Männer in Israel zu melden, njmojn nom n"n"n jmao'to y"j ist am Mittwoch den 23. v. M. in ein besseres Jenseits hinübergegangen und vor einigen Tagen haben wir seine sterblichen Reste zur letzten Ruhestätte geleitet. Eine Fülle von Tugenden und Vorzügen sind mit dem Verstorbenen eingesargt worden!?aa mm am« mn -nj/rw o'jro» omao va wö3 ^>aai iaap. Alle, die ihn kannten, wissen, daß große Belesenheit in unseren heiligen Schriften, Eifer für die Erhaltung des orthodoxen Judenthums, eine grenzenlose Bescheidenheit — mjmuyi mpna ton — allen seinen übrigen edlen Vorzügen die Krone aufsetzten, nipp rosoa pnpna mn ön&ai m«o iwoa nmonai. Die Gemeinde Limburg hat an dem Heimgegangenen eines ihrer edelsten und ältesten Mitglieder — er hat ein Alter von 75 Jahren erreicht — verloren und kann dieselbe mit Recht sagen: ms ,nmn n:s onPmpD nmn mn 'in mm njö noi! Die seltene Liebe und Achtung, die der Verblichene im Leben genoß, zeigte sich auch bei der Bestatttung; es war ein stattlicher Leichenzug , der dem allverehrten Verstorbenen die letzte Ehre erwies. Ich rufe dem theuren Freunde hier noch das letzte Lebewohl zu. Möge sein Geist, der jetzt würdig und fähig ist, ,bana -ipa^i *i oyua nnnP, zu schauen die Freundlichkeit Gottes und einzukehren in seinem Heiligthume, in jenen lichten Höhen der ewigen Seligkeit theilhaftig werden, die der Heilige n"a allen Frommen verheißen, und möge sein Andenken ein gesegnetes bleiben. n"a'V'j"n. Oestrich. M. Rosenwald, Lehrer. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Sie haben schon oft über das segensreiche und großartige Wirken des in den weitesten Kreisen berühmten k. k. Hofwechslers, Herrn Ignatz Deutsch dahier, zu Gunsten unserer Glaubensgenossen berichtet. So beeile ich mich, Ihnen die Mittheilung zu machen, daß alle von demselben bei Gelegenheit der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares eingereichten Majestätsgesuche, vom Kaiser mit der großen Signatur versehen wurden. In Folge dieses ist der größte Theil der Verurtheilten, die durch Concourse und'ähnliche Vergehen zu Strafen verurtheilt worden waren, gänzlich frei gekommen, für Andere sind wesentliche Milderungen verfügt worden. Wien. Der Statthalter von Niederösterreich hat auf Grund eines ihm vom Obersthofmeister der Kaiserin übermittelten Schreibens das Curatorium des israelitischen Blinden-Instituts verständigt, daß die Kaiserin anläßlich ihres letzten Besuches dieser Anstalt mit höchster Befriedigung Einsicht von der mustergiltigen Leitung und Einrichtung derselben, sowie von der vortrefflichen Pflege und Erziehung der daselbst untergebrachten Zöglinge nahm, und daß er beauftragt sei, dem Curatorium aus dem erwähnten Antasse die vollste Anerkennung der Kaiserin auszusprechen. England. Liverpool, 2. Mai. Unser hochgeehrter Ober- Rabbiner vr. Adler welcher durch längere Zeit wegen eines hartnäckigen Leidens das Zimmer hüten mußte, ist auf dem Wege der Besserung' Er begab sich diese Woche nach Brighton zur Seeseite, von wo er kurz vor nij/at? mit Gottes Hilfe gesund wieder zurückkehren wird. Er hat die n"ai, an diesem heiligen Feste heuer fein fünfzigjähriges Amtsjubiläum zu feiern. Es steht zu erwarten, daß die seiner geistlichen Leitung unterstehenden Gemeinden diese Gelegenheit freudig ergreifen werden, um ihre herzlichsten Glückwünsche darzubringeu. In England amtirt derselbe seit Juli 1845. Möge es ihm von der Vorsehung vergönnt sein, noch lange zum Heile seiner Heerde und zum Segen des wahren, orthodoxen Judenthums zu wirken. Am 1. d. M. starb Herr Professor D. M. Jsaacs, Prediger der israel. CultuSgemeinde in Manchester. Der Verblichene gehörte der guten alten Schule an und verfolgte eine streng orthodoxe Richtung. Er kam noch sehr jung mit seinen Eltern von Holland nach England und war ein Schüler des verstorbenen Oberrabbiners Her sch e l in London. Professor I. war der erste jüdische Geistliche in England, der das Wort Gottes in englischer Sprache verkündete. Er bekleidete das Predigeramt in Liverpool 20, und in Manchester über 15 Jahre lang. Außerdem war er Professor der hebräischen Sprache sowohl am College zu Liverpool als auch zu Manchester. Die Tagesblätter beider Städte gaben ihm einen warmen Nachruf und schildern ihn als einen beredten Prediger, einen Mann von ehrenhaftem und liebenswürdigem Charakter, dem die Sympathien von Juden und Christen im hohen Maße zu Theil wurden. Er erreichte ein Alter von 74 Jahren. Der vor Kurzem in New-Aork verstorbene „Senior Minister“ und Redacteur des „Jewish Messenger", Herr S. M. Jsaacs. war sein Bruder.