Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 18 (30.4.1879)
- Date
- 1879-04-30
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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ä s 'lii'wjy lUMRyiei 459 ihnen erhalten und starken könnte, so hätte er dasjenige gethan, was eines jüdischen Gemeindebundes erste, unabweisbare Pflicht wäre. Man braucht diese wunde Stelle, den eigentlichen Sitz des ganzen Nebels, an dem unsere jüdischen Verhältnisse kranken, nur zu berühren, um sich sofort zu überzeugen, wie wenig Leute von der sattsam gezeichneten religiösen Richtung geeignet sind, Klagen über religiösen Verfall zu erheben. (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten Af Correspondenzerr« Deutschland. Höchberg- Es sind schon über 2' 2 Jahre verflossen, seitdem Ihr gesch. Blatt von der hiesigen nun H2bn-Schule berichtete. Da sich aber unter den verehrt. Lesern d. Bl. gar Manche befinden, die sich für diese vom weltberühmten V'st begründete Anstalt interessiren dürften, erlaube ich mir in Folgendem Einiges über dieselbe zu berichten. Die Anstalt — von der h. kgl. Regierung den'übrigen Präparandenschulen des Landes gleichgestellt — wird gegenwärtig von 3'., Jünglingen •"n aus verschiedenen Gegenden Deutschlands besucht. Der Unterricht derselben umfaßt in den Religionsgegenständen, .cwu: /‘zn cy »o*n p-ipi fN-ica ,njpo (di« vn, in den profanen Fächern alle Diejenigen, welche für eine bayer. Präparandenschule vorgeschrieben sind. Derselbe wurde bisher von 2 ständigen Lehrern und einem Hilfs-! lehrer ertheilt. Ta sich jedoch in den letzten! Jahren sowohl die Schülerzahl als auch der Un-! terrichtsstofs vermehrte, so zeigte sich das Bej dürfniß eines dritten ständigen Lehrers und ist es! nun dem geehrten Vorstände gelungen, für diesen ' Posten einen bewährten Lehrer in der Person des Hrn. Eldod in Kleinerdlingen zu gewinnen. j Während die jüngste Jahresprüfung — wie j in den Vorjahren — ein recht gutes Resultat erj gab, traten mit Beginn des jüngsten Semesters 6 Zöglinge in die Israel. Lehrerbildungsanstalt zu Würzburg über. Für die Leistungen der Anstalt mag folgende Thatsache sprechen, daß sämmtliche jüdischen Lehrer, die seit dem Jahre 1872 die Austrittsprüfung am kgl. Schullehrerseminare zu Würzburg mit der Hauptnote I bestanden, an hiesiger Anstalt ihre Vorbereitung erhielten. Seit ihrem Bestehen erhalten sämmtliche Zöglinge unentgeltlichen Unterricht, ebenso auch freie Beheizung und Beleuchtung, wie auch theilweise unentgeltliches Logis und freie Bücherbenützung, wogegen die ärmeren Zöglinge eine monatliche Unterstützung von M. 200 aus der Anstaltskasse erhalten. Seit seiner Gründung sind dem schon über 100 Stiftungen theils zu 100, 200 und 500 fl. zugewandt worden, wogegen es die Verpflichtung übernommen, am „Jahrzeitstage" der Stifter Schiur, Kadisch re. zu besorgen. Auch wurde der Anstalt in den jüngsten Jahren eine reichhaltige Bibliothek zugewandt und besitzt sie nun eine sehr große Büchersammlung jüdischer, wie auch eine angehende profaner Literatur. Auch Lehrmittel für Naturgeschichte und Geographie, als Skelette, Abbildungen, Globen, T»lluium rc. sind ahlreich vorhanden. Am 29. Januar c. unterwarf der königl. Seminarinspector undKreisscholarch.Hr. I. N. Huber, die Anstalt einer außerordentlichen Visitation, wohnte dem Unterrichte während zweier Stunden bei und sprach^ sich infolge seiner Wahnehmungen dahin aus, daß die Anstalt in Höchberg allen Anforderungen entspricht, welche an eine bayerische Präparandenschule gestellt werden. Stratzbierg In der 10. Sitzung des Landesausschusses von Elsaß-Lothringen wurde die zweite Lesung des Cultusetat vorgenommen. (Fortsetzung aus Nr. 16.) Mitglied Klein: Ich bin gerne bereit, den Antrag der Herren Mieg-Köchlin und Goguel zu unterstützen. Aber vorher möchte ich darüber aufgeklärt sein, in welcher Weise der Betrag von 8'00 M. Verwendung finden soll. Ich glaube, daß man in dieser Angelegenheit noch immer nicht dazu gekommen ist, sich einen bestimmten Plan zu entwerfen, der zur künftigen Richtschnur für das Ganze dienen soll. Wie es scheint, haben die Vertreter der Consistorien selbst noch kein bestimmtes Ziel im Auge. Ich glaube daher für meinen Theil, daß, wenn wirklich das Bedürfnis zur Gründung einer Schule vorliegt, es vielleicht besser wäre, zu diesem Zwecke einen einmaligen, wenn auch weit stärkern Credit zu votiren. Wie Sie gehört haben, ist der bisher in unserem Budget für Stipendien ausgeworfene Betrag von 1920 M. nicht in Anspruch genommen worden, also ein Beweis , daß sich keine Bewerber um solche Stipendien finden. Dadurch, daß wir den Credit sauf 8000 M. erhöhen, wird die Sache um kein Haar breit weiter gefördert; also sehe ich vorläufig den Zweck einer solchen Erhöhung nicht ein. Hierbei