Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1879)
- Date
- 1879-03-12
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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283 obigen Satzes bildete. Ueber 52 Jahre lang bekleidete er das Vorsteheramt in hiesiger Gemeinde. Von den zahlreichen Einrichtungen, die seiner Mühe und Sorge für das allgemeine Wohl ihre Entstehung zu verdanken haben, nenne ich das nu und mpo, welch letztereswohl selten in einer Landgemeinde zweckmäßiger und schöner getroffen werden kann. Mehr als 50 Jahre bekleidete er an den n\y-o: d-C1 das Amt eines und förderte durch feinen ebenso angenehmen als verständnißinnigen Vortrag nicht wenig die Andacht und Erbauung. Selbst ein rmn p und besonders in i"jn sehr gut bewandert, wußte er wohl, was unserer Zeit noth thut, und legte vor 21 Jahren mit dem auch für seine Verhältnisse bedeutenden Opfer von fl. 500 den Grund zu der dahier bestehenden Stiftung P'O.r1 ij2 vfr’2 mui welche den Zweck verfolgt, außer der hiezu bestimmten Schulzeit in 5—6 weiteren Wochenflundeu in y*jn mit ’ien u. s. w. einen ausgiebigeren Religionsunterricht zu erzielen. Durch göttl. Beistand hat sich diese Anstalt durch anderweitige Stiftungen (namentlich auch aus der Familie ihres Begründers) derart vergrößert, daß ihr Bestand für alle Zerren gesichert erscheint. r;* r,vy 2-a er ir2\ Zu den bereits erwähnten Eigenschaften des Verstorbenen gesellte sich noch die strengste Rechtlichkeit und Uneigennützigkeit. co konnte es nicht fehlen, daß der Verblichene allgemeine Hochachtung genoß, welche sich durch die ungewöhnlich große Betheiligung aller Confefsionen an seinem Leichenbegängnisse bethätigte. So lange die hiesige isracl. Gemeinde besteht, wird auch das Andenken an jJNseu pr\s* P niemals erlöschen! LH? I|,0' P2n. E. M. Oestcrreichisch - Ungarische Monarchie. Lemberg. D'e vor Kurzem dahier versammelten gauz. Rabbinen haben einen Aufruf an ihre Glaubensgenossen in Galizien ergehen lassen, worin sie dieselben vor den Beschlüssen des „füdischgalizischen Gemeindetages" warnen und zur Gründung von pp-?2-Vereinen auffordern. ES sollen ür die galtz. Gemeinden Musterstatuten ausfearbeitet werden. Der Aufruf ist von 19 Radbinen und Gelehrten unterschrieben. (W. Jsr.) Italic n. Trevrso. Ein urp ländlich er Fall der Intoleranz rst neulich dahier vvrgekommen. In einer hiesigen Mädchenschule befinden sich auch mehrere israel. Mädchen. Der Bischof Zinelli, davon benachrichtigt, befahl, diese Mädchen sofort zu entlassen. Auf die Weigerung der Direction ordnete der Bischof an, daß alle k'athol. Schülerinnen, die diese Schule besuchen, an den kirchlichen Ceremonien nicht mehr Theil nehmen dürfen. (Jew. World.) Feuilleton. Zakobine. Ein Lebensbild. Von Kriedrich Flott. XXI. „Das ist es, Excellenz;" stimmte der Priester bei, „aber was ich mir noch zu bemerken erlauben möchte, ich glaube es wäre wohlgethan, wenn die Kleine heute und in den nächsten Tagen keinerlei Speise erhielte, die die Juden für unerlaubt halten. Ich weiß zwar nicht, ob sie sich sehr dagegen sträuben würde, aber in einigen Tagen, namentlich wenn Excellenz diese Gegend verlassen haben werden und das Mädchen sich auch räumlich weiter von rhren Angehörigen entfernt fühlen wird, da könnte es möglicherweise ganz ohne Schwierigkeiten —“ „Hochwürden sind im Rechte, und will ich diesen Rath befolgen. Aber das Kind ist von so wunderbarer Schönheit und sieht in den modernen Kleidern so nobel aus, kein Mensch würde sie erkennen, ich glaube, ich könnte es beinahe riskiren und könnte hier mit ihr bleiben.-' Der Geistliche zuckte die Achseln. „Excellenz, wenn ich zu rathen mir erlauben dürfte, so würde ich doch dringend darum ersuchen, das fromme Werk ganz und vollkommen zu vollbringen, so wie Sie es gelobt. Zwar halte auch ich es nicht für wahrscheinlich, daß sie hier erkannt werden würde, denn Excellenz haben alle Vorbereitungen mit solcher Vorsicht, solch' unvergleichlicher Umsicht getroffen, daß man sich in der That verleiten lassen könnte, fick vollkommen sicher zu halten. Indessen Excellenz" — fuhr er salbungsvoll fort, „wir sind Menschen, und auch der Scharfblick des Weisesten unter uns ist kurzsichtig im Lerhältniß zu Dem, der die Geschicke lenk: und dessen Weisheit dem Sterblichen den Blick in die Zukunft verhüllt. Darum Excellenz sind wir verpflichtet, in wichtigen Fällen, wie dieser, wo es sich um Sein oder Nichtsein handelt, auch dort Gefahren zu