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Der Israelit · 1879-02-19 · Heft 8 (19.2.1879) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 8 (19.2.1879)
Date
1879-02-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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191 lems religiöser Antipode), sich noch eine Anzahl treuer Anhänger der unveränderten israel. Religion, vom besten Geiste beseelt, zusammengeschaart, um unte,. allen Umständen die angestammte Religion in ihrer vollen Reinheit, in ihrem ganzen Umsange, ohne jede Nachäffung anderer confessionellen Gebräuche auszuüben. Sämmtliche religiösen Institutionen, darunter auch die nD'n», sind nach strengster ritueller Vorschrift bereits eingeführt und auch eineMikwah wird in nächster Zeit hergestellt werden, sowie eine Restauration in gleichem religiösen Sinne. Jetzt schon können die Fremden religiöser Richtung Beköstigung erhalten, so daß auch der strenggläubigste Jsraelite sich behaglich und wohlgemuth da aufhalten und niederlassen kann. Solche Erscheinungen wären recht herzerhebend und erquickend, wenn nicht denselben der große Kummer zu Grund läge, daß nur der schrankenlose Abfall vom dreitausendjährigen Glauben sie hervorgerufen, so daß überall dem wahren Israeliten keine Wahl bleibt, als das Wort der heiligen Schrift zu befolgen: „rwn myn “hd l^nan," sondert Euch von dieser Gemeinde. Es ist unmöglich, daß derjenige, welcher den Namen hi."p auch nur in der schwächsten Bedeutung des Wortes noch verdient, sich in religiöser Uebereinstimmung oder in wohlthuender Zusammengehörigkeit mit demjenigen befinden kann, der wöchentlich sieben Arbeitstage und jährlich 365 Eßtage hat, für den es nur polizeiliche Verbote und bürgerliche und staatliche Gebote gibt. Den schlimmsten Standpunkt haben diejenigen, welche dem Herzen nach noch dem alten Judenthume angehören, aber nicht Muth und Kraft genug haben, sich loszuwinden und offen Farbe zu bekennen. Sie sollten die Gefahr für sich, aber hauptsächlich für ihre Nachkommen, ernstlich in's Auge fassen, ehe noch ihre Sonne untergegangen, ehe sie noch vor den Richterstuhl Gottes geladen werden, wo weder Orgelklang noch Predigtenschaum sie beruhigt und einschläfert, und wo sie nicht nur über ihre eigenen Thaten sich zu verantworten haben, sondern auch über die ihrer Kinder, besonders über die Art und Weise der religiösen Erziehung, des Religlonsunterrichts rc., des ->yj- *]un njöD "iiD’ ab pp?' o dj um 'S by. Gewöhne den Knaben nach Seiner (göttlichen) Weise, auch wenn er alt wird, weicht er nicht davon. H. R— Kürth. Vor Kurzem (Anfangs Schcwat) habe ich als erste Sendung cnb ombb nenn mu? D'Dy-i1? ca. Rm. 1000 nach Amsterdam für unsre nothleidenden Brüder ntempn pN3 abgesandt. Von einem speciellen Verzeichniß glaube um so mehr absehen zu dürfen, als man hier von jeher gerne den jüdischen Grundsatz bethätigte: nsa» nnDa jno, und soll dieser Bericht nur den Zweck haben, nnemp nip'np n«» ncp’i lyoten;yoP, Menki Zimmer. Berlin. Am I7. Dec. v. I. starb dahier im Alter von 44 Jahren Herr Salomon Steinh ardt aus Jerusalem. Der Verstorbene, ein Nachkomme des berühmten 'u» *jdt» 'i, fyidt sich seit mehreren Jahren in Deutschland auf, woselbst er wegen seiner zerrütteten Gesundheit verschiedene Bäder besuchen mußte. Die vielen Freunde in Deutschland, die er sich durch seine Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit erworben hatte, gaben ihm die Mittel hierzu. Er hinterläßt eine Wittwe und zwei noch unversorgte Söhne (einer derselben ist im Jewish College in London) in den dürftigsten Verhältnissen. Wir zweifeln nicht daran, daß die vielen Freunde des Verstorbenen ihr Wohlwollen auf die Wittwe und deren Söhne übertragen werden. Reichensachsen, im Regierungsbezirk Cassel. Unsere Gemeinde hat einen herben Verlust erlitten. Am verfioffenen nPea nens rot? starb einer ihrer gesetzestreuestenManner, derVorsänger Herz S t e r n, in einem Alter von nahe 86 Jahren. Er war Geschäftsmann, bekleidete aber das Vorsängeramt in hiesiger Gemeinde länger als 50 Jahre; eine lange Reihe von Jahren ganz unentgeltlich und dann gegen ein sehr mäßiges Honorar. Die Vorsehung hatte ihn mit einem oyi bip und einer ausgezeichneten muten mro ns» begabt und er hat Ihr zum Danke erfüllt die Pflicht -pmo 'i na -dd. Sein Vortrag der Gebete war herzerhebend und andachterregend , so daß man mit Recht anwenden kann pmn»D ab) pnasn by bsn. Der Verstorbene war auch in den Jahren 1814—1815 als Soldat im Befreiungskrieg mit in Frankreich und es wurde ihm dafür die Ehre, daß sämmtliche hiesige Krieger seine Leiche begleiteten. Ueberhaupt war die Leichenbegleitung eine sehr zahlreiche. Herr Rabbiner Goldmann aus Eschwege hielt eine ergreifende Leichenrede; der Lehrer zu Reichensachsen, welcher zum Halten der Trauerrede verlangt wurde, mußte dieß wegen Körperschwäche und Lungenleiden ablehncn. Die Beerdigung fand am 10. Februar statt, n"a"s"j"n. Halberstadt. Die hiesige Gemeinde hat einen schmerzlichen Verlust erlitten. Herr Meyer Rüben ist im Alter von beinahe 80 Jahren gestorben und am 25. roD begraben worden. Der Verstorbene hatte eine vielseitige und unermüdliche Thätigkeit für unsere Gemeinde u. Gemeindeinstitutionen entfaltet, so daß die Lücke, die durch seinen Tod

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