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Der Israelit · 1879-02-19 · Heft 8 (19.2.1879) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
20 (1879)
Issue
Heft 8 (19.2.1879)
Date
1879-02-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
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190 Sein GoiteS ähyMf, ein vernunftbegabtes Wesen Unsre Weisen deuten das Alles in einem wunde zllen Midrasch an, den wir hier mittheilen wi. .sn: uni »jns oon Pn-ib^ n"3pn D,nt> idn ,snpo wy\ -hmop nyn uni , uns»* ojon iDNJtff uns»* oon ,nyn ddon nyi’i Ni3’ty nynb “in wy , nriNn nyn nitas 'n D1D n “idnjip d-d don ,“ivi^ uni d-d oon *6i DU’ -rd run ionj» non? uni , ^nok” nn ,D30N niDtfin Nl3’ttf IQWb 031D 11PJ7 /JNHP’ 1DW 'lb DON DU3 “IDNJB' U3 DON , D3’3N UNI U3 DON ,3Nb bNNL" 0'3p 'n".n '3 “>0N^ D3'3N UNI ,D3“lUN ^>LN N10V3 3N3 “11331 D.T3N PS»*N DHBO DU3H “I'33 DU3 H“lNSm DU3 U3 Dupt niDy ODIN N17I pl ,1U3 Nin Nbn D3U’3 0“>V'1 N13'p 3N1? 0’3 VBy ,D013N .03103 ’PJ35P1 BHpD n HPJ/1 3'031 „Es sprach der Heilige, gelobt sei Er, zu Israel: Ihr seid Meine Heerde und Ich bin Euer Hirt; ihr seid Meine Heerde, denn so heißt es: Ihr seid Meine Lämmer, die Heerde Meiner Weide (Jecheskel 34). Und Ich bin euer Hirt; denn so heißt es: Hirt Israels, vernimm! (Psalm 80.) So bereitet eine Hürde für den Hirten, daß er komme und euch weide. — Ihr seid Mein Weinberg, denn so heißt es: denn ein Weinberg des Gottes Zebaoth ist das Haus Israel (Jesaias 5). Und Ach bin euer Wächter, wie es heißt: Siehe, eS schläft und schlummert nicht der Wächter Israels (Psalm 121); so bauet eine Hütte dem Wächter, daß er komme und euch bewache. — Ihr seid Meine Kinder, und Ich bin euer Vater. Ihr seid Meine Kinder, wie es heißt: Kinder seid ihr dem Ewigen, eurem Gotte. (V. B. M 14.) Und Ich bin euer Vater, wie es heißt: denn Ich bin dem Hause Israels ein Vater (Jeremias 31). Eine Ehre ist es für die Kinder, wenn sie bei ihrem Vater sind, und eine Ehre ist es für den Vater, wenn er bei seinen Kindern ist, und so heißt es auch: Eine Krone der Alten sind Kindes - Kinder, und der Ruhm der Kinder find ihre Eltern (Sprüche Salomonis 17). So bauet denn ein Haus dem Vater, daß er komme und unter euch weile. Das ist's, was die heilige Schrift befiehlt: Und sie sollen machen ein Heiligthum, und Ich werde wohnen in ihrer Mitte." Wir sehen also, daß das Heiligthum zu einer Wächterhütte im Weinberge, zu einer Hürde inmitten der He erden und zu einem Hause, der Wohnung von Menschen, verglichen wird. Der Weinberg entspricht der O'nvsrn ipeu, dem Wachsthume, das der Mensch mit den Pflanzen, mit den Bäumen gemein hat; die Heerden entsprechen der numn jpbj, der Kraft der Bewegung, die der Mensch mit den Thieren gemeinsam hat, und das Haus ist der Wohnort vernunftbegabter Menschen 'bswn ws3. Wie und in welcher Weise das Heiligthum diesen Vergleichen entspricht, und wie der Mensch sich bemühen soll, in sich und aus sich dem allmächtigen Gott ein Heiliglhum zu bereiten, das wollen wir in den folgenden Kapiteln darzuleoen uns bestreben. (Fortsetzung folgt.) Zeiturrgsnachrichten und Corresporrdenzerr. Schweiz. Mainz. Wir beehren uns hiermit das gelehrte jüdische Publikum auf ein demnächst erscheinendes Werk aufmerksam zu machen, das epochemachend werden wird. Herr Rabbiner Jsak Jakob Reines in Swinzan, Gouv. Wilna (Rußland) hat seit einer Reihe von Jahren mit größter Ausdauer eine Encyclopädie der ganzen jüdischen Literatur in 36 Bänden, 12,0ü0 Druckbogen umfassend, niedergeschrieben. In derselben ist nach allgemeinen logischen und historischen Grundsätzen der innige Zusammenhang zwischen der schriftlichen und mündlichen Lehre auf's Klarste dargelegt-find ferner allgemeine Regeln über Halachah und Hagadah ausgestellt, und dieß in einer Weise, daß jeder jüdische Gelehrte in seinem speciellen Fach Nutzen daraus ziehen kann. Da der Verfasser aber außer Stande ist, ein solches Riesenwerk aus Mangel an Mitteln im Druck erscheinen zu lassen, so veröffentlicht er vorläufig unter dem Titel „duidn “>'L" einen Auszug dieses Werkes, welcher auch 80 Druckbogen, in 5 Theile eingetheilt, stark sein wird. Der erste Theil enthält einen Ueberblick über die jüdische Geschichte; der zweite die Verbindung der traditionellen mit der schriftlichen Lehre; der dritte nmtcni rn^Niff über Vorkommnisse im praktischen jüdischen Leben, gegründet auf Logik und den Talmud; der vierte allgemeine Regeln in der Halachah und der fünfte allgemeine Regeln in der Hagadah. Das ganze Werk wird nur 6 Mark kosten. Stuttgart. In den schweren Tagen, in welchen die Anhänger des traditionellen Judenthums über die herben Verluste so vieler bewährter Führer, im heiligen Thorastudium ergrauter Männer von Trauer und Wehmuth erfüllt sind, wird es dieselben gewiß mit Trost und Hoffnung erfüllen, wenn sie vernehmen, daß selbst an dem Platze, wo der Reformkrater am frühesten und heftigsten seine Lava über die friedlichen israelitischen Religionsgefilde ausgegossen, nämlich in Stuttgart (Jerusa-

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