Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 20 (1879)
- Issue
- Heft 5 (29.1.1879)
- Date
- 1879-01-29
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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109 ponirt, welch letztere Summe durch Antrag ander Versammlung auf 1800 M. erhöht wurde. Um dem Rechtsverhältnisse der Stadtgemeinde gegen die Landgemeinden mehr Rechnung zu tragen, wurde beantragt, daß die Vertretung in allen RabbinatS-Fragen sich nicht nach den Gemeinden, ob groß oder klein, sondern nach Berhältniß der Familienhäupter, die sie zählen, richte, wodurch der hiesigen Gemeinde, als die meistzählige, das Schwergewicht zufalle. Die übrigen Punkte bezogen sich auf die Repartirung des Gehaltes und waren von untergeordneter Natur. Das Wichtigste dabei war, daß fämmtliche Punkte, wie sie einzeln zur Abstimmung gelangten, fast einstimmig und zwar per Acclamation nach Vorschlag der Verwaltung angenommen wurden und somit derselben ein Vertrauensvotum gegeben wurde, das sie wohl von Neuem anspornen dürfte, das geistige und materielle Wohl der Gemeinde energisch zu wahren und zu vertreten. Dtp O.ivp D’picny -iiasn oy D'penyn hm .Drp’DD onoK now du» lieber das Resultat der Delegirten-Versammlung behalte ich mir Mittheilung vor. Würzburg, Ende Januar. Als eine erfreuliche Erscheinung ist gewiß die Thatsache zu begrüßen, daß daS Merkchen Amire le beth Jacob bereits in seiner dritten Auflage gänzlich vergriffen und die vierte Auflage desselben die Presse nunmehr verlaffen. Wohl selten wird ein Werk in so ' kurzer Zeit so weite Verbreitung und so starken! Absatz gefunden haben, da jede der drei Auflagen i nach Tausenden von Exemplaren zählten. ES beweist dies einerseits die Gediegenheit deL Werkes, > anderseits deffen Bedürfniß, ja dessen Unentbehrlichkeit. Der ü'2i »oi den der große Verfasser! W» mit diesem einen so wichtigen Werk erzielte,! ist unberechenbar '3 Pn D’snn rvsi. j Würzburg. 22. Jan. In Folge des Noth-! schreieS, wie er in Nr. 2 des „Israelit" aus Je- 1 rusalem und dem hl. Lande zu uns drang, hat sich I dahier rasch ein Hilfs - ComitL in Person der j terren Nathan Bamberger, Rabbinats-Berweser, . R. Rosenbaum und Maier S. E. Oppenheimer gebildet, und hat dasselbe einen Aufruf, in welchem auf obigen Artikel im „Israelit" Bezug genommen, erlassen; und siehe da, schon nach einigen Tagen hatte derselbe den überraschenden Erfolg, daß sich daverehrl. Comitv in der angenehmen Lage sah, bereits tausend Mark diese Woche an das Central-Comitv (VermittlungS-Bureau) zu Amsterdam abgehen zu lassen 'ui btn»’ -M3 '0. Möchte eS gelingen durch recht lebhafte Betheiliguug dem Nothstaude möglichst rasch und gründlich abzuhelfe». Jnowraelaw, 3. Jan. Am 29. v. M. f irrte das Oppenheim'sche Ehepaar, das so seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Der Jubilar, Herr Jacob Oppenheim, Mitglied des CorporationS- BorstandeS, Vorsteher des Beth-Hamidrasch, Ritter des Kronenordens, Ehrenbürger der Kreisstadt Jnowraclaw rc. und seine Gattin Sarah, erfuhren am gedachten Tage ganz ungewöhnliche Auszeichnung von allen Seiten. Nächst den vielen Verwandten und Verehrern des greisen Jubelpaares, erschienen auch die angesehensten Bürger, die Spitzen der Behörden unserer Stadt und viele andere Gäste — auch aus weiter Ferne, um das Jubelpaar zu beglückwünschen. Um 10 Uhr, Vormittags, versammelten sich der Vorstand, die Repräsentanz, die Mitglieder des Beth-Hamidrasch u. s. w. um vereint dem Jubelpaare die gebührende Ehre zu erweisen. — Der Rabbiner Herr Dr. Kohn beglückwünschte das Jubelpaar in einer Rede, der die nach Hunderten zählende Versammlung mit der gespanntesten Aufmerksamkeit folgte. Zum Texte wählte der Redner in Rücksicht auf den Jubilar, der den Namen unseres Stammvaters 3py trägt, die bekannte Stelle: “pan: nona apy isy ruo ’O — apy *pn« nio no : irax apy* -.apya prr v'an Nb — Dreifacher Segen wurde dem Stammvater Jacob zu Theil. Erstens: Wie schön sind Deine Zelte Jacob — (4 Buch M. 24, 5,) zweitens: Wer zählt den Staub Jacobs - (4. B. M. 23. 10) — drittens: Niemand sieht Unrecht an Jacob — (4. B. M. 23. 21). — An der Hand dieser ichönen Stelle schilderte der Redner die in Wahrheit unzähligen Verdienste des Jubelpaares. Ich will den Inhalt der Rede hier bloß auszugsweise skizziren. Also zuerst: apy -pn* o-d no — Unter bnx, sagt der Redner, versteht man zuerst und vor allem Andern da- FamilienhauS, wo Mann und Weib in gegenseitiger Liebe und Treue, in bescheidener Frömmigkeit und frommer Bescheidenheit eine reiche gottgefällige Thätigkeit entfalten! — Wo nehme ich aber Worte her, um die reichen Vorzüge dieses — bnx — Hauses — zu schildern über dem Gott 60 Jahre hindurch seine schützende Hand gehalten und das wir heute wie ein Heiligthum voll Ehrfurcht und heiliger Scheu betreten! In diesem Hause hat nicht die Leichtlebigkeit und Ausgelassenheit ihr Zelt aufgeschlagea. nicht rauschende Vergnügungen und Unterhaltungen gab's an dieser Stätte rrn no”p mp rpn«r;ot ba -— nbnx nns by iwp Seitdem Sara hier waltet, schwebt stets eine