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Der Israelit · 1878-12-18 · Heft 51 (18.12.1878) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 51 (18.12.1878)
Date
1878-12-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1255 für Obdachlose 30,000 M.. der Armenspeisungsanstalt 30,000 M., der Schule des Gewerbe-Museums 30,000 M., dem Berliner Kinderschutzverein 30,000 M., dem Frauenverein für israel. Waifenmädchen 30,000 M., dem Berliner Handwerker- Verein 15,000 M., dem Berliner Krippenverein 15,000 M., der Universität zu Berlin 50,000 M. und dem Abgeordneten vr. LaSker zur Beförderung liberaler Ideen 30,000 M." Aus Westphale« In -der sonst so ruhigen Stadt Soest diesseitigen Rgb. ist am Abende des zweiten d. M. ein gräßlicher Mord an einem unserer Glaubensgenossen verübt worden. Der Metzger Kuhlemeyer, ~ so heißt der Mörder — ein in üblem Rufe stehendes Subject, das erst vor Kurzem aus dem Gefängnisse entlassen worden, hat an genanntem Abende den jüdischen Handelsmann und Metzger Bilstein, Vater von «och 5 unmündigen Kindern, erstochen. Kurz vor der That hatte der Mörder noch mit B. und einem Andern den Circus Mark, der sich zur Zeit in Soest aufhalt, besucht. Veranlassung zu der grausigen Thal soll, wie erzählt wird, ein kurz vorher stattgefundener Wortwechsel. nach andern Aussagen eine frühere Zwistigkeit gegeben haben. Der Mörder hatte nach Beendigung derCircusvorstellung feine Wohnung schon betreten, während Bilstein und sein Begleiter, die jenerWohnung gegenüber belegene Wirtschaft von Kahn im Grandweg besuchen wollten. Vor dem Wirthshause angelangt, hat B. den Stich mit einem von Kuhlmeyer herbeigeholten großen Metzgermesser erhalten. Mit dem Ausrufe: „Meine arme Frau und Kinder!" ist der Unglückliche sofort gestorben. Der Mörder, welcher angeblich betrunken war, ist gleich zur Haft gebracht worden und wird hoffentlich der gerechten Strafe nicht entgehen. M. Rosenwald, Lehrer. Cassel. Auf mehrfache Anfragen über Veranlassung und Stand des Processes gegen die „Allgemeine Zeitung des Judenthums", dessen der „Israelit" kürzlich erwähnte, erkläre ich hiermit: Mehrere jüdische Zeitungen greifen schon seit längerer Zeit meine amtliche Wirksamkeit in gehässigster , unwürdigster Weise an, in der unausgesprochenen und ausgesprochenen Absicht, die jüdische Orthodoxie damit zu discreditiren. Ich habe die unbegreifliche Ueberschätzung meiner Bedeutung stets ignorirt; weil ich mir bewußt bin, daß es das orthodoxe Judenthum nichts ansicht, wenn ich auch zehnmal so schlecht wäre, als man mich von gewisser Seite gerne haben möchte.! Die „Allg. Ztg. des Judenth." brachte nun | vor einigen Monaten wieder einen ehrenrührigen! Angriff auf meine amtliche Thätigkeit. Ich hielt und hatte es unter meiner Würde, diese Nieder- I trüchtigkeiten auch nur mit einem Worte zu widerlegen. Das Curatorium der RettgionSgesellschaft richtete jedoch an daS genannte Blatt eine Erklärung, und als die Aufnahme derselben verweigert wurde, war ich im Interesse meines guten Namens genötigt, aus meiner Reserve herauszutreten und die Hilfe des Gerichts in Anspruch zu nehmen. Der Redacteur der genannten Zeitung, welcher durch Krankheit verhindert war, dem ersten Termine beizuwohnen, ersuchte mich inzwischen um Jnhibirung der Klage, da er von seinem Korrespondenten getauscht worden wäre. Ich erklärte mich des Friedens willen dazu bereitstellte als Bedingung in erster Reihe die Namhaftmachung des Correspondenten, und als diesem Verlangen entsprochen war, nahm ich die Klage zurück. — Hiermit hat die Angelegenheit ihre Erledigung gefunden. Es hat sich auf diese Weise der Landrabbiner Di. Adler in Cassel als CorresponSent uer „Allg. Ztg. des Judenth." herausgestellt. Ich erkläre detzhalb in aller Form den Land- Rabbiner Dr. Adler für einen Lügner und Verleumder. Rabbiner Dr. Ehrmann. Jnowraelatt», im December. Zweifelsohne wird wie hier auch in allen übrigen jüdischen Gemeinden Deutschlands ein Dankgottesdienst für die glückliche Rückkehr und Wiedergenesung Sr. Majestät des Kaisers stattgefunden haben. Was mich aber zur besondern Berichterstattung veranlaßt, ist der Inhalt der Festrede, die unser Rabbiner, Herr Dr. Kohn, vor der sehr zahlreich versammelten Gemeinde am vergangenen Sabbat — 8L»i 's — in der hief. Synagoge hielt. Nachdem Redner hervorgehoben, daß der König David gewissermaßen dieselbe Stellung in Israel eingenommen, die der Kaiser Wilhelm in Deutschland einnimmt, daß sie Beide als Mehrer und Einiger der früher gesplitterten Reiche von ihren Völkern auch geliebt und von aller Welt geachtet und bewundert dastehen, bemerkte er, daß merkwürdiger Weife Beide auch dasselbe Geschick haben, dieselbe traurige Erfahrungen machten. Auch David muß, wie die hl. Schrift Sam. 2. 14-19 erzählt, einmal durch die Ruchlosigkeit Absalom's seine Restdenzstadt Jerusalem, in der er sich nicht mehr sicher fühlte, verlassen — und kehrte erst nach dem Tode AbsalomS unter dem Jubel der ganzen Bevölkerung in die Hauptstadt zurück. — Nun folgt die Ausführung dieser Parallele, wovon ich nur die Hauptmomente hervorhebe. In Bezug, auf Psalm 3 — M

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