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Der Israelit · 1878-12-18 · Heft 51 (18.12.1878) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 51 (18.12.1878)
Date
1878-12-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1254 für die Zukunft sein. Da ist es doppelt von Nöthen, daß sich obige Partei zunächst bei der Vorstandswahl fest zusammenschaare, damii Männer aus der Wahlurne hervorgehen, deren Handlungsweise und Gesinnung Garantie bieten, daß unsere religiösen Einrichtungen und Institute, wie I sie der große Geist unseres sel. unvergeßlichen j Rabbiners zumeist geschaffen, erhalten bleiben und ein Mann auf den erledigten RabbinatSstuhl berufen werde, der in dem Geiste seines großen Vorgängers fortwirken und den guten Ruf der hiesigen Gemeinde in religiöser Beziehung, sowie ihren Frieden zu erhalten bestrebt sein wird. Kitzingen, 8. Dec. Heute Vormittag hielt Herr Distrikts-Rabbiner Adler in hiesiger Synagoge eine Gedächtmßrede für seinen verewigten Lehrer und Schwiegervater mas-m p"pn :sn"nn b"2"i zu welcher Freunde und Verehrer des Verewigten auch aus der Umgegend sich zahlreich eingefunden hatten. Nach den einleitenden Worten, daß, nachdem in vielen und großen Gemeinden Gedächtnißreden gehalten wurden, auch er sich verpflichtet fühle, den entgegenstehenden Rücksichten zuwider, besonders als Rabbiner des Distriktes, in dessen Mitte die Wiege des groß n Dahingeschiedenen gestanden und dessen segensvolles Wirken begonnen, ebenfalls eine Gedächtnißfeier zu veranstalten, wählte er entsprechend der Lehre unsrer Weisen }nn’D nwp rva nsncso o»p*ns tv — den Text aus den Klageliedern Jirmijahis Joi uwtn möy und setzte auseinander, wie am zweiten Succothtage unsrem Haupte die drei Kronen der Thora, des PriesterthumS und der Herrschaft entfallen seien. Im ersten Theil rief der Redner mit Jeschajahu aus ->end rpN, wo ist der große Thoragelehrte und Lehrer,/der nmnn mn ^?aa ’pa, dessen Gedächtniß ein Ke’D na«o wn» no -na, dessen mann ein anregendes Beispiel für alle seine Schüler, dessen rrnnn nan« so recht zu Tage trat, wenn es ihm vergönnt war, mehrere Stunden lang ungestört zu „lernen", indem er dann in freudigster Stimmung und häufig wiederholend den Psalmvers sang: .pjvai an: -ps nmn 'b au2 bp-.lv n1« wo ist bet vorsichtige Erwäger und Abwäger aller bei der Erforschung der Thora, bei der rwnn zu beobachtenden Momente? O'bnävn n« nsio n'«, wo ist der, welcher im Stande wäre zu zählen, die schützenden Thürme, die der theure Dahingegangene durch sein belehrendes Wort dem Abfall entgegengestellt? die schützenden Thürme in der Zahl seiner Schüler als Schutz und Schirm für die heilige Lehre, die schützenden Thürme, seine un-! sterbliche Werke als Marksteine für die Wahrheit Suchenden? Im zweiten Theile schilderte der Redner die Größe des theuren Verklärten in n"jn moy, wie er als echter und wahrer Priester durch das Beispiel wirkte n^pn n«ji ann n«J. Seine Nächstenliebe war entsprechend feinen häufigen Ermahnungen in seinen Werken, und citirte Redner als Beispiel einige Worte aus der Vorrede zum ersten Werke D'diü roubtf 'd. Im letzten Werke des Verblichenen kommen diese Ermahnungen noch häufiger vor, so daß obwohl der Inhalt rein wissenschaftlich, ein Gelehrter in seinem Anerkennungsschreiben äußerte, es sollte nicht nur ntt«a «mp sondern auch hdn nan pna heißen, da es zu allem Edlen und Guten anspornt und begeistert. Als die größte Wohlthat dieses edlen Priesters für Mit- und Nachwelt beMchnete Redner die Gründung einer Lehrerbildungsanstalt, und führte aus, ihn mit «dai p y&nn> vergleichend, wie et dafür sorgte, daß wir Lehrer erhalten, von denen gesagt werden kann: "innmi apjpa -pöBffo nr '«ntc^1?. Im dritten Theile wurde rvaba nna dahin erklärt, daß der Verklärte durch seine große Gelehrsamkeit, gepaart mit wahrhaft kindlicher Bescheidenheit alle Herzen gewann und alle Gemüther bemeisterte und beherrschte; er beherrschte nicht nur Gleichgesinnte, auch solche, die von falschen Lehren erfüllt, zwang er durch seine überzeugenden , zündenden Worte zur Erkenntniß des Wahren. führte Redner am Schluffe aus, wenn auch der Verklärte durch seine zahllosen guten Werke in die wonnevollen Räume der Seligkeit gelestet wurde, wir dennoch Grund zur Wehklage haben, denn wir find zurückgeblieben miyj n^ya nrpaa rui^oa Dnaa nama. Aber, führte der Redner in wahrhaft begeisterten Worten fort, diese Wehklagen fordern uns ernstlich auf, durch einen, den Lehren und dem musterhaften Beispiele des Verblichenen entsprechenden Wandel so viel als Möglich den großen Verlust zu ersetzen und fügte den Wunsch bei, daß der noi des Verklärten bewirken möge, daß alle frommen Vorsätze, welche durch seinen Heimgang gefaßt wurden, zur schönen Frucht heranreifen mögen nana1? pns idt“. —8— Berlin. Der jüngst Hierselbst verstorbene Fabrikbesitzer Herr Dr. Otto Marckwald hat verschiedenen Stiftungen und Vereinen Hierselbst Legate vermacht und zwar dem Hilfsverein für Märkisch-Friesland 30,000 M , dem Baruch Auerbach'schen Waisenhause 30,000 M., dem Alylverein

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