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Der Israelit · 1878-12-18 · Heft 51 (18.12.1878) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 51 (18.12.1878)
Date
1878-12-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1253 nwy trcyn ’-üp naao iy> vdj Dtsa upn roao O’üyn nifj/DD nrr6 -no-r nasozu ,orma /DB jroi naj^ pi -ui na p«i riivii miao rvjBtt rvuTD ".1)7 ny d'öisu t»Bii rvnau ,)nv.-n ntpyD u. s. w. u. s. w. Der Hinweis auf die Entscheidung des „paon" jn dieser Angelegenheit ist um so wichtiger und interessanter, als M. Kunitz eben nicht zu den streng orthodoxen Talmudisten zählte, sein Urtheil also selbst Neologen gegenüber auf sachliche Objectivitat Anspruch zu machen berechtigt ist. Als roTB als pen imy werden Sie, hochgeehrter Herr Redacteur '"2, ohne Zweifel meine wenigen Worte in die Spalten Ihres geschätzten Blattes bereitwillig aufnehmen. 21V.112 inya 1211. Rogasen, ruan ppy am iivv 5639. Rabbiner A. E. Plessner. und Correspottdenrett £ c u t f 4> l a n t>. Mainz, 15. Dec. Unser engeres Vaterland ist in große Trauer versetzt worden durch das Hinscherden unserer geliebten Landesmutter, der GroHherzogin Alice von Hessen, einer geborenen Prinzessin von England (Schwester der deutschen Kronprinzessin). Die edle Dahingeschiedene erlag der schrecklichen Krankheit, der Diphteritis, nachdem sie zuvor Gemahl und Kinder, die davon befallen waren, auf das Aufopferungsvollste gepflegt hatte. Zur Charakteristik der edlen Dame möge folgender Passus aus einer Anrede dienen, die sie jüngst bei einer Versammlung des von ihr gestifteten Krankenpflegevereins hielt: „Wenn eS mein Beruf gestattete," sagte sie, „würde auch ich mich der Krankenpflege widmen; denn ich kenne nichts Gott Wohlgefälligeres als die aufopferungsvolle Hingebung an diese erhabene Pflicht." — Es war ihr vergönnt, in diesem edlen Berufe ihr kostbares Leben zu opfern. Die hohe Frau erreichte ein Alter von nur 35 Jahren. Die Liebe des Landes, das ihre zweite Heimath geworden, Hai sie im vollen Maße errungen. Ihr Andenken wird stets ein gesegnetes sein. Wkrzbrwg, 13. Dec. Unsere sonst so geschäftsstille Saison ist hier reich an Wühltätigkeit; denn kaum sind die städtischen Gemeindewahlen, die einen freudigen Abschluß in der einstimmigen Wahl eines Israeliten in den Magistrat fanden, beendigt, so wird von letzterer Behörde die Neuwahl der isr. CultuS. Verwaltung auf den 23. d. verordnet. Jn der Bekanntmachung derselben durch eben diese Verwaltung erklärten mehrere Mitglieder des Collegiums, eine Wiederwahl nicht anzunehmen. Von einigen dieser Herren bedauern wir diesen Entschluß, anderen hingegen gönnen wir herzlich die Ruhe. Vielleicht hat die jüngst erlittene Niederlage bei so Manchem daS Regieren etwas verleidet und diesen Entschluß zur Reife gebracht. Die Cultus-Verwaltung hat nämlich bei einer jüngst eigens dazu berufenen Generalversammlung in Hinblick auf die von k. Regierung angeordnete Wiederbesetzung des Rabbinats den kühnen Antrag gestellt, das Distrikts Rabbinat umzuwandeln, d. h. das Land von der Stadt abzuwerfen. Motivirt wurde der Antrag damit. daß die Stadtgemeinde ja doch den größeren Theil des Gehalts trage, und es sich nicht gut ausnehme, wenn die Stadt sich bei irgend welcher Angelegenheit, zunächst bei der bevorstehenden Rabbinerwahl vom Lande majorisiren lassen müsse. Harmlos, wie der Vorschlag eingebrach t, glaubte man leichtes Spiel zu haben und hielt den Sieg für sicher. Zum guten ®Iü<te war die Majorität klug genug, den wahren Zweck zu erkennen und den Plan zu durchschauen; denn was man von jener Seite befürchtete, es möchte« sich die religiösen Elemente in der Stadt und auf dem Lande vereinigen und den Ausschlag geben, das mußte man von dieser Seite wünschen und daher den Antrag ablehnen. Damit war das Fundament des künftigen Gebäudes zerstört und ein schöner Plan vereitelt. Das schmerzte allerdings, und daher die Verstimmung. Uebrigens wäre der Antrag auch bei dem Districte auf entschiedenen Protest gestoßen und hätte die Behörde ihm wahrscheinlich die Genehmigung versagt. Warum sollte auch gerade Würzburg sein Districts-Rabbinat auflösen, während in ganz Bayern soShe unter gleichen Verhältnissen sortbestehen und man auch anderwärts Bezirks-, Kreis- und Landrabbinate hat. Möge nun zunächst die orthodoxe oder conservative Partei dahier sich der Wichtigkeit des bevorstehenden Wahlactes bewußt sein und ihre volle Pflicht thun; denn, wenn je, so ist diesmal die Wahl der Cultus-Berwaltung von großer Bedeutung. So lange der große Rabbi *?"i mit feiner felsenfesten Gesinnung in religiösen Dingen an der Spitze stand und Wacht hielt über unsere religiösen Verhältnisse, da war kein Eingriff zu fürchten, jedes gegenfetzliche Unternehmen prallte an seiner Entschiedenheit ab und ward durch seine Begeisterung und Beredtsamkeit, durch seine Autorität paralisirt. Nicht so ruhig können wir jedoch

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