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Der Israelit · 1878-12-18 · Heft 51 (18.12.1878) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 51 (18.12.1878)
Date
1878-12-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1252 hres VaterS sahen, da Jakob jeden Trosteszuspruch zurückwies und seinem verlorenen Sohne Ströme von Thränen nachweinte, während Reuben in Folge des von ihm begangenen Unrechts*) sich in Reue und Buße verzehrte, während Joseph, der gleich einem Prinzen erzogen, als niederer Sclave einem ungewissen, traurigen Geschicke der Niedrigkeit und Verachtung entgegengeführt wurde, Während das traurige Familiendrama sich im Hause des Jehudah abspielte — es starb ihm sein Weib, es wurden ihm hinweggerafft zwei erwachsene, hoffnungsvolle Sohne, und für den dritten, ihm einzig noch gebliebenen, mußte er fürchten — da lenkte Gott all dies Schreckliche, Traurige zum Guten; da bereitete sich aus dem Verkaufe Josephs die Entwicklung Israels zum Gottesvolke vor, da kommen die Ereignisse, die für Jakob die Erfüllung der Verheißungen anbahnen, da wird Röuben das Vorbild aller Derer, die in Reue und Buße zurückkehren zu Gott, da bietet sich dem Joseph Gelegenheit ein Muster von Tugend und Frömmigkeit zu werden und zu den höchsten Ehren emporzusteigen , da geht aus der Familie Jehuda's der Stammvater des Davidischen Geschlechtes hervor, rp»D bw m« *no pcry rv 3"p"n"i da inmitten all dieses Dunkels, all dieser Trübsal und Trauer schafft der Heilige, gelobt sei Er, das messianische Licht, das dereinst die ganze Welt zu durchleuchten bestimmt ist. Aehnlich war es auch in jenem Zeitabschnitte, an den das Chanukab-Feft uns erinnert. Der griechische Geist, griechische Kunst, griechische Wissenschaft überflntheten die Welt; auch das kleine Judäa ward davon überfluthet. Die jüdische Wahrheit, die jüdische Erkenntniß» die jüdische Gesetzestreue waren in Gefahr, von dem Griechenthume hinweggeschwemmt zu werden. Viele der Vornehmen und Reichen ließen sich verführen, sogar die Hohenpriester waren Abtrünnige geworden. Da kamen unsägliche Leiden über das kleine Häuflein der Frommen, Gottessürchtigen, Gesetzestreuen. Mit Feuer und Schwert wurden Viele hinweggerafft; die Uebrigen mußten entfliehen, mußten sich in Wäldern und Gebirgsklüften verbergen, und auch da fand sie vielfach das Schwert des Verfolgers. Aber alle diese Leiden und Kümmernisse dienten nur dazu, Israel in seiner hohen und großen Aufgabe zu kräftigen. Als der Mackabäersieg errungen war, erstand ein Geschlecht, das sich vorzugsweise dem Thora - Studium widmete. *) (Sr war, nach der Erklärung der Weisen, gegen seinen Vater aufgetreten, weil dieser nach dem Tode der Rahel die Bilhah der Leah vorgezogen; so ist der Ausspruch der heiligen Schrift (1 B. M. C. 3b B. 22) zu erklären. die Geschlechter der Suggoth und Tanalm, denen wir die Erhaltung der mündlichen Lehre verdanken. Auch unsre Zeit ist eine Zeit der Kämpfe und Stürme; es wird gekämpft und gestürmt gegen Anschauungen und Lehrmeinungen, die noch vor wenigen Jahrzehnten unumstößlich fest schienen. Alles wird bedroht, nichts bleibt verschont. Die Begriffe von Religion, Tugend. Recht, Serie, Unsterblichkeit sind bei einem großen Theile der Mitmenschen erschüttert, ja, über den Haufen geworfen. Auch Juden und Judenthum bleiben von diesen Kämpfen und Stürmen nicht unberührt. Der alte Glaube, die alte Treu«», die alte Zuversicht — sie sind vielen unsrer Brüder und Schwestern verloren gegangen. Täglich scheint der Unglaube, der Abfall vom Gesetze Israels größere Ausbreitung zu gewinnen. Da möchte das für die heilige Religion unsres Volkes begeisterte Herz gar manchmal verzweifeln und in Unmuth und Trauer vergeben; aber Gott spricht: „Die Pläne, die Ich mit euch vorhabe, sind Pläne des Friedens und nicht zum Bösen, euch»zu erhalten für eine hoffnungsreiche Zukunft!" rripo bw m« po>y n"pfc'p'*n Was sich auch ereignen möge, es ist eine Vorbereitung für das Aufgehen des messianischen Reiches. Auch die kleinen Chanukah. Lichtlein, die wir anzünden an den Abenden des herannahenden Festes, auch sie sind eine Gewähr für das Licht der Erlösung. oStn Wort zu seiner Ieit. Bezugnehmend auf die Artikel in Nr. 47 und 49 des „Israelit", „die Unzulässigkeit der Anbringung von Photographien auf Leichensteinen" betreffend, erlaube ich mir die geehrten Leser auf n"s ]d»d des pareo pSn der "*psD-.„ nniffni wbttw aufmerksam zu machen. Anknüpfend an die Paraphrase des Targum zu: ’in,, Auws 6, 1, die schon in den vorhergehenden Capiteln und i"s auf mannigfache Weise erklärt wird, fährt Verfasser sder als Vielwisser und Kritiker rühmlichst bekannte Rabbi Moses Kunitz, aus dessen Feder das hochinteressante Werk '«ro' p geflossen^ im n"s fO’D an der Hand der angedeuteten Targumstelle fort: nw aruo ’D ,V'jn ounnn n&n: rosa »k-o nwna döu mis biozb m did D’Dyn rüttln pEPn N3 .11 oyüDtf rwrui 'di 'oi 'idi ,p» by wen ib pjo non imo "OK (3"£>"d oPpz») □ffn« nj]b wnn '"sy arnpn nsn ,n3p

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