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Der Israelit · 1878-11-27 · Heft 48 (27.11.1878) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 48 (27.11.1878)
Date
1878-11-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XIX. Jahrgang. Erste Beilage zu Nr. 48 -es Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Wericht. ->SO *?rwn mxrr 5ns* ->2O nipn^i rwo>ntp ’*oy3 rvsDim rvnsn PÖ’JD 'pn 1nK0 v'OO 'N2N pns’ nö’p^ pnsp .pwD p"pi d“w) yv Die zahlreichen Schochtiw, welche ihre theoretischen Kenntnisse von pp'">2i nv'iie' ausschließlich aus dem viel verbreiteten pn2' Pdn 'd schöpften, werden mit Freuden das vorliegende Buch begrüßen, das viele Ergänzungen und manche Berichtigungen zu dem pnL' 'd enthält. Der Vers, ist, wie aus feinem Buche und den es begleitenden Aprobationen ersichtlich ist, ein in seinem Berufe überaus erfahrener und in der einschlägigen Literatur sehr belesener Mann; und hat sich durch diese seine Arbeit sicherlich sehr verdient gemacht. Daß sie ihm auch einen materiellen Verdienst abwerfe, Wäre um so mehr zu wünschen, als ein größtmögliche Verbreitung dieses Buches in der That im Interesse einer gewissenhaften Handhabung von np'-Di ,-iv'kio geboten erscheint. Im Interesse einer solchen Verbreitung wäre es allerdings gewesen, wenn der Vers, den pns' und daneben feine eigenen Zusätze und Berichtigungen durch den Druck veröffentlicht hätte. Es mußte dies, wie aus einer der vorausgeschickten p'vOvli hervorgeht, mit Rücksicht aus die dürftigen Mittel des Verf. unterbleiben. Möge das Buch auch in dieser Form die wohlverdiente Theilnahme in dem Grade finden, daß eine spätere Ausgabe in der angegebenen Weise möglich sein wird. — DaS Buch ist für 1 Mark durch den Verfasser: Cantor B. Seg al, Schotten (Prov. Posen), zu beziehen. Schlüssel zum Gebetbuche oder der erläuterte Gottesdienst. Ein Familienbuch zur Belehrung und Aufklärung u. s. w. von Julius Dessauer, emerit. Rabbiner. Budapest 1878. Ein in deutscher Sprache geschriebenes Buch zur Belehrung und Aufklärung über Entstehung, Geschichte, Bedeutung und Inhalt der Gebete, wie für die Ritualvorschristen der Israeliten ist für unsere Zeit ein wirkliches Bedürfniß, für dessen Befriedigung dem Berf. aufrichtiger Dank und volle Anerkennung gebührt. Herr Rabb. Deffauer ist bereits durch seine zahlreichen, früher erschienenen Schriften bekannt, und wir brauchen zur Würdigung dieses seines neuesten Werkes nur zu sagen, daß es sich feinen früheren Schriften würdig anreiht. Es ist den jüdischen Müttern und ihren heranreifenden Söhnen und Töchtern vom Vers, gewidmet. Das Buch wird sicher überall, wo diese Widmung entgegen genommen wird, seinen schätzenswerthen Beitrag dazu liefern, daß die Liebe und Anhänglichkeit für das überlieferte Judenthum, seine Gebete und Gebräuche, neue Wurzeln in den jüdischen Geistern und Gemüthern fasse, und wir empfehlen deßhalb das Werk allen jüdischen Familien als einen neuen, treuen Hausfreund. Wenn wir auch in der sthlistischen Formvollendung hie und da Manches zu wünschen übrig finden, und besonders eine correctere Orthographie der mit lateinischen Lettern wiedergegebeneu hebräischen Worte für geboten erachten, so schwinden doch, im Hinblick auf die großen Vorzüge des Buches, diese mehr untergeordneten Ausstellungen. — In dem Vorwort bemerkt der Verf., daß er bisweilen von den einschlägigen Schriften Auerbachs, Johlfons, Zunz, Hamburgers, u. A. Notiz genommen. — Wir haben außer einigen dürren, literarischen Notizen im allerletzten Absatz wenig gefunden. daS sich nicht auch ohne die Schriften der genannten Autoren leicht ergibt. Dagegen befremdet es, daß der Verf. unter den von ihm für fein Buch verwandten Schriften nicht auch Hjrsch'S inn erwähnt, den der Verf. an vielen Stellen sehr stark benützt hat. Zum Schluffe lassen wir hier noch folgende Bemerkung aus dem vorliegenden Buche folgen, in der Hoffnung, aus dem weiten Leserkreis dieses gesch. Blattes darüber eine Aufklärung zu finden. ES betrifft die msiDn verbreitete Sitte, das sog. Jahrzeitlicht zu brennen, von welcher eS schon in dem poiN »jop 'd heißt, daß sich dufür nirgends eine Quelle finde. Herr Rabb. Deffauer schreibt darüber (S. 35): „daß nach dem Ausspruche unserer Lehrer, die Eltern fortleben, erweckt in ihren Kindern, wenn es von diesen tief empfunden und recht gefühlt wird.

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