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Der Israelit · 1878-11-20 · Heft 47 (20.11.1878) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 47 (20.11.1878)
Date
1878-11-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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btr wov nypv vbv ny tPDtpn «ai wovn mn Jm rtf-nT NVv Darum fuhr der Redner fort: 'ui rowai mprui ua-n ntff&nj lasset uns unsbemühen, im Geiste des Dahingeschiedeveu weiter zu wirken für die Verbreitung und Bethätigung unserer hl. Lehre, welcher er mit Herz und Seele ergeben war. — Mit tiefergreifenden Worten an die Versammelten, durch wahrhafte Frömmigkeit und treue Hingebung an Gott und seine hl. Lehre dem großen Manne ein würdiges Andenken zu bereiten, schloß der Redner seinen tief ins Herz dringenden, fast einstündigen Vortrag. Nachdem hierauf vom Obercantor das Gebet enam nVd 'a in rührender Weise vorgetragen worden war, schloß anyv nt>sn die würdige Feier, die allen Anwesenden noch lange nicht aus dem Gedächtnisse schwinden wird. O, möchten doch die erhabenen Züge dieses soeben vor uns entrollten Lebensbildes uns stets gegenwärtig bleiben, uns zu ähnlichem heiligen Streben ermunternd und aneifernd; dann würden wir den würdigsten Denkstein auf das Grab des Edlen setzen, dann würde die reiche Saat des Wahren und Guten, die er hienieden ausgestreut, zur schönen, vollen Ernte heranreifen, Heil und Segen bringend, Gott und Menschen erfreuend: naatpo by p-in naaa yV'i -PDnn trsj \byz\ ini ba2 cp’nsjn D»nn -1182 juynnfc rono» yaeo . . . . r ,nj’3tcM Nürnberg, 10. November. Heute hielt Herr Lehrer Anspacher in der Synagoge der hiesigen Orthodoxen einen ergreifenden ied,-i. Anknüpfend an die Thatsache, daß der große Betrauerte am Hüttenfeste aaiv .iiLv Di’p irub ist hinweggenommen worden, verglich er die erhabenen Eigenschaften des Heimgegangenen mit den in mannigfachen Midraschstellen hervorgehobenen Vorzügen der Pflanzenarten des Feststraußes. Zum Schluffe fordert der Redner die Zuhörer auf, das Andenken des großen Mannes durch ein Leben und Wirken in seinem Sinne zu ehren. — In Fürth hat Herr Dr. Dessau in ebenso sinniger wie ansprechender Weise eine Gedächtnisrede vor sehr zahlreich erschienener Zuhörerschaft gehalten. Paris, 10. Nov. Die Synagoge des Beth Hamidrasch war heute überfüllt; Herr Rabbiner Weiskopf hielt einen iBDn um den großen Mann, dessen Verlust wir alle beweinen. Die Rede machte einen großen Eindruck; es waren aM i>8 d’djdj abn p B’Nsrn onan Worte, die von Herzen kamen und die zu Herzen drangen. Die vornehmsten Glaubensgenossen der großen Weltstadt, die Oberrabbinen und die Mitglieder des ConststoriumS waren zugegen. Herr Rabb. Weis köpf fand allseitige Anerkennung. Frankfurt a. M., 10. Nov. Lange wohl, vielleicht noch nie, hat die Gemeindesynagoge im Cvmpostellhofe eine so große Menge Besucher gesehen. wie heute Nachmittag. Ungefähr 600 Personen mochten sich wohl in der nur für die Hälfte dieser Zahl berechneten Synagoge eingefunden haben, um dem ISO.-, anzuwohnen, den Herr Rabbiner Or. Horwitz zum Andenken des wnpro ^nan y'p'W'i lyjnyanKa an prup i'ia"-i"8 hielt. Lautlos lauschte die eng zusammengedrängte Menge der sowohl nach Inhalt als auch nach Form gleich vollkommenen, fast eine Stunde währenden Rede, deren Inhalt hier kurz mitgetheilt werden soll. In einer Zeit, wie der fetzigen, wird der Verlust eines großen Mannes doppelt schwer empfunden. Die Kreise der Alten lichten sich, und man sieht sich vergeblich nach einem Ersatz UM. In sinniger Weise erwähnte der Redner zugleich des erst kürzlich von Frankfurt besonders schwer empfundenen Verlustes eines Mannes, der Frömmigkeit mit Gelehrsamkeit paarte, des pft 'a V's"? -iy:pu. Die eigentliche Rede erörterte nun die drei Fragen: 1) Was war uns der Verstorbene? 2) Was ist uns von ihm geblieben? 3) Was haben wir an ihm verloren? Wenn einst, so lautet ein Midrasch, Gott seine Welt umgestalten wird, waS werden alsdann die Frommen tbun? Gott macht ihnen Fittige und sie schweben schmerzlos über den emvörten und brausenden Wogen der Welt. Wir befinden uns jetzt in einer solchen Weltverjüngungsperiode. neue Anschauungen treten auf, der sichere feste Boden des Alten ist verlassen, alles befindet sich im Werden, Sichentwickeln und Entstehen, nirgends Gewißheit und Sicherheit, Fragen in Menge ohne befriedigende Lösung. Was sollen in solcher Zeit die Frommen thun? Gott macht ihnen Fittige — der Glaube ist das Herz des Judenthums, die Thora sein Kopf, die hervorragenden Männer sind seine Fittige, welche ihre Mitmenschen beschirmen und sie fest und stark emportragen und sie in Ruhe über den Wirrnissen der Erde schweben lassen. Ein solcher Fittig, den Gott für eine sehr bewegte Zeit geschaffen, war uns der Verstorbene bHu"i. Unter seinem Schutz konnte die jüdische Mitwelt sich bergen, an ihm konnte sie sich erheben. Geblieben sind uns aber von ihm seine Schriften, in welchen es nicht sein Bestreben ist, sich in den Vordergrund zu stellen und zu glänzen, er zieht sich bescheiden zurück und will nichts anderes als die Feststellung des inoKt» in. Da schöpft er denn an der Quelle und begleitet die Frage durch alle Zeitalter hindurch mit einer Sicherheit und

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