Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1878)
- Date
- 1878-11-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Keßpedim. Die allseitige Trauer um den Tod 2“',) p"p"-i “i"2N hat in vielen Israel. Gemeinden Deutschlands bereits entsprechenden Ausdruck gefunden. Wir geben im Folgenden einige Berichte. Hamburg, im Marcheschwon. Obwohl Sie hochgeehrter Herr Redacteur, bereits in mehreren trefflichen Artikeln dem tiefgefühlten Schmerz und der allgemeinen Trauer um das Hinscheiden jenes großen Lehrers in Israel: HD’ pns a",mn -»"din .“"nP^r onbn n’bu an pns’ n*io n"tppa nby so beredten Ausdruck gegeben, erlaube ich mir dennoch. Sie zu bitten, folgendem Bericht die Aufnahme nicht zu versagen, da es von Interesse sein dürfte zu erfahren, in welch entsprechender, würdiger Weife das Andenken an den weltberühmten Verblichenen in einer der bedeutendsten jüdischen Gemeinden Deutschlands gefeiert wurde durch den ergreifenden "ieon, den Herr Oberrabbiner Stern am jüngsten Sonntag den 14. pK'imu in der hiesigen Hauptsynagoge gehalten. Lange schon vor der festgesetzten Stunde — 4 Uhr Nachmittags — war das Gotteshaus bereits mit Andächtigen gefüllt. Man konnte sich da vollkommen von der Wahrheit jenes Satzes überzeugen: ranpa 'ran ne» Dan, daß die so zahlreich hier Versammelten es als eine heilige Herzenspflicht betrachteten, einem theuren Verwandten gleich, diesem Heros wahrer Frömmigkeit und tiefer Gelehrsamkeit den letzten Tribut der Ehre darzubringen. Nach nme r6sn bestieg der Herr Oberrabbiner '"j die Kanzel und vor den nunmehr in dichten Massen stehenden Zuhörern einen oft von Thränen um seinen großen Lehrer unterbrochenen Vortrag, der mit vielen geistreichen Erklärungen schwieriger Bibelverse und dunkler Talmudstellen ausgestattet, nicht verfehlte, auf die zahlreichen Zuhörer einen tiefgehenden Eindruck zu machen. Von dem doppelten Klageruf ausgehend: neuiap ->a-r» M'LOb n«i irrue ia»r» nn1? ’in beleuchtete der Redner mit erschütternden Worten den unersetzlichenVerlust, der nicht nur die dem großen Todten Nahestehenden betroffen, sondern den alle unsere Glaubensgenossen auf dem weiten Erdenrunde tief empfinden rpsn»n n« iaa» P*nte” dd ^>ai denn er war nicht nur seit 4 Decennien das leuchtende Vorbild seiner ihm in treuer Liebe anhangenden Familie ’"»n, seiner nach Hunderten zählenden Schüler, nicht nur der treue Führer der seiner Fürsorge unterstellten zahlreichen Gemeinden: auch ans den entferntesten Weltgegenden wandte man sich in den schwierigsten rituellen Fragen an seine eminente, stauneverregende Gelehrsamkeit, von welcher seine herrlichen Werke sowohl auf dem Gebiete der n:Si als auch dertun das glänzendste Zeugniß geben. Wie selten einer hatte er den ganzen Schatz unseres heiligen Schriftthums min B"y3m 2P22& in sich ausgenommen, ein wahrhafter j Träger des Gesetzes, ein tcnpn jntt und so bewährte sich an ihm leider nur all zu früh jener talmudische Weheruf: n« D^iON ins: itnpn pnxa unx cppiyei (i"p mama) ccnpn naarji crpison Mit welchem heiligen Feuereifer er für die Verbreitung der hl. Gotteslehre wirkte, davon geben seine würdigen Söhne, von welchen nicht weniger als fünf Pn-i»d n*oin mo sind seine zahlreichen Schüler, die das Wort Gottes lernend und lehrend in weite Fernen trugen, sowie seine mit vielen Sorgen und Anstrengungen in's Leben gerufene Lehrerbildungsanstalt der Mit- und Nachwelt das lauteste Zeugniß. Redner hob des Weiteren in rührenden Worten hervor, wie P"st pwn in dem Verhältuiß pi nar6 din einer pnN t*» lme^no in des Wortes schönster und vollendetster Bedeutung war: um« 'idi Yw und wie er auch dem rna ähnlich von dem irdischen Heiligthum: :"a.->D — eye enpo — in das Allerheiligfte der beseligenden Gottesnähe unmittelbar einging. Der Todestag des Verewigten, ein-v"i', ein Tag des Werkverbotes und daher der Gottesnähe bestimmt, gab dem Redner Veranlassung zu einer sinnvollen Erklärung einer dunklen Talmndstelle vom Todestage des Königs David: ,»"ya tvott ‘b na» 'di ny 'a»a '«a mdx David, der wie Redner aus Ps. 27, 13 u. 121, 1 sehr treffend nachwies, in frommer Bescheidenheit sich der einstigen Belohnung nicht sicher glaubte, scheute es ganz besonders an einem Tage, der Ruhe und der Gottesnähe gewidmet. aus dem Leben zu scheiden, bis ihn d"hd auf den Beistand Gotteshinwies; »’na (Vergl. ^nie»: 'ui o»Naa.n »*wna mys pip *iyo»a tim .i"a 'n 'a Doch fuhr der geehrte Redner in sinniger Weise fort: iwen Py -oj ‘<n cm piwv ne, worüber hätte ein so vollkommener, dem wahren Leben angehörender. D"n D’np Drn’Da Pdn D’pns, der der irdischen Triebe so Herr und Meister geworden, worüber sagen wir, hätte er zu klagen, wenn'er aus diesem Thränenthale in die heiteren Gefilde der Seligkeit abberufen wird?! riimrr') my umw rnnuob *]bn wn uns den Zeitgenossen wurde durch seinen Hintritt eine tiefe, klaffende Wunde geschlagen, um so mehr als sich von unserer Zeitn"niyy nicht mehr sagen läßt: