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Der Israelit · 1878-11-13 · Heft 46 (13.11.1878) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 46 (13.11.1878)
Date
1878-11-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XIX% Jahrgang. 46 -cs Israelit. Erste Lcilage za tlr. Seit»«»-« « r 1 tr « ». Literarischer Wericht. Geschichte -er Juden in Nürnnberg und Fürth Äuf Grund des vorhandenen gedruckten Materials, der in den königl. Archiven zu Nürnberg und Bamberg befindlichen Akten und Urkunden, der Archivation im Cultusgemeindebesitz rc. rc. Herausgegebeu und bis auf die Neuzeit ergänzt von Hugo Burbeck. Nürnberg 1878. (Preis 3 Mk) Ueber die Geschichte der Juden in Nürnberg und Fürth existiren aus früherer und neuerer Zeit mehrere Bearbeitungen, welche der Verf. theils berützt, theils berichtigt, theils aber auch gänzlich ignorirt hat. Eigentlich Neues bietet das vorliegende Buch nicht viel. Das Hauptverdienst dieser neuen Bearbeitung, ist die Zurückweisung der tendenziösen Gehässigkeiten, von welchen die diesbezüglichen Darstellungen desPfarrers Würfel (1754. 1755.) strotzen. Außer einer allseitig erschöpfenden Darstellung, vermißt man in dem vorliegenden Buche jede Kenntniß der hebräischen Sprache und des jüdischen Schriftthums. So schreibt der Verf. fortwährend „Barnossen" statt Parnosim, „Chafed" statt Chasid. „Chubab" statt Kethuba, und viele andere grobe Fehler. — Als Beweis für das mangelhafte Versländniß der jüdischen Literatur und ihrer Autoren braucht für den Kenner nur die eine Bemerkung S. 65 notirt zu werden. „daß Elbeschütz der herrschenden talmudischen Richtung Feind gewesen sei. — Von Rabbi Binjamin Wolf Hamburger, dessen Rabbinerfchule doch in ganz Deutschland einen so großartigen Ruf erlangte , finden wir nur kurz das Todesjahr erwähnt. während die Notizen über seinen Schüler und fanatischen Gegner, Dr. Löwi, sich an vielen Stellen finden. — Von diesen und ähnlichen llncorrectheiten und Unvollständigkeiten abgesehen, können wir das Buch allen Freunden der Geschichte des jüdischen Gemeindewesens warm empfehlen. und Correspondenzen. Deutschland. Nürnberg, 31. Oct. Heute feiern die Privatierseheleute Joseph und Babette Hirsch mann, letztere geb. Marx, ihre goldene Hochzeit. Dieselben erfreuen sich der besten Gesundheit und Geiftesfrische und haben das seltene Glück, ihre sämmtlichen verheiratheten Kinder, dreizehn an der Zahl, und 42 Enkel bei dieser Feier um sich zu sehen. Das Jubelpaar erfreut sich seines biedern Charakters und seiner Menschenfreundlichkeit wegen allseitiger Hochachtung und dies insbesondere deshalb, .weil Herr Joseph Hirsch mann eines der eifrigsten Mitglieder der hiesigen onon nV?’D:n *rün ist und ebenso wie seine Gattin einen streng religiösen Lebenswandel führt. In Anbetracht dessen wurden heute früh wahrend des üblichen Morgen- Gottesdienstes mehrere auf die Feier des Tages bezügliche Gebete verrichtet, in welchen der Segen des Himmels für das fernere Glück und Wohlergehen des Jubelpaares erfleht wurde. Frankfurt a. M. Herr Heinrich Gustav Steffens hat dem israel. Gemeindedospital die Summe von 10.000 Mk. für zwei Freibetten und dem Israel. Waisenhaus 20u0 Mk. zum Geschenk gemacht. Aus Weftphaleu. Von zuverlässig glaub- Hafter Seite ist uns mitgetheilt worden, daß ein großer Theil der Speisen, welche für die Zögsö linge der Max-Haindorfschen Lehrerbildungsanstalt für den Sabbat zubereitet, auch an diesem heiligen Tage gekocht werden. Wir haben zwar von dem, was in genannter Anstalt unter dem Directorat des früheren Leiters, Herrn Dr. Zirndorf, gelehrt und getrieben wurde, Nichts erfahren; eben so wenig, wie wir von dem, was unter der Aegide des Dr. Steinberg, des jetzigen Directors derselben, in derselben gelehrt und in welchem Geiste dieselbe geleitet wird. Etwas erfahren konnten , glaubten aber mit Sicherheit annehmen zu dürfen und zu der Voraussetzung berechtigt zu sein, daß sie in demselben Geist und in derselben Richtung nach wie vor weitergeführt werde, wie es zu der Zeit, als der jetzige Rabbiner zu Eise-

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